Worum es geht
Die Münchner Straßenbeleuchtung hat 100.000 Lichtpunkte. Für 70.000 davon laufen zwei LED-Programme. Das erste gilt 48.000 Langfeldleuchten in Anliegerstraßen und ist zu 45 % umgesetzt. Das zweite gilt 20.000 Gehweg- und Platzleuchten und steht bei 6 % (Stand Juli 2026).
Übrig sind 30.000 Lichtpunkte, meist an Hauptverkehrsstraßen. Ihre Natriumdampf- und Metalldampfhochdrucklampen dürfen wegen des Quecksilbergehalts ab 2027 nicht mehr in der EU hergestellt oder eingeführt werden. Die Restbestände reichen nur zur Überbrückung, Ersatzteile sind kaum noch zu bekommen. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, ihre Straßen zu beleuchten.
Was ausgeschrieben werden soll
- Mastleuchten
- 20.000 mastgebundene Leuchten, überwiegend an Hauptverkehrsstraßen und vorwiegend mit Natriumdampfhochdrucklampen bestückt.
- Seilhängeleuchten
- 10.000 Leuchten an Tragseilen, etwa in großen Teilen der Maxvorstadt. Bei der Hälfte werden nur LED-Einsätze getauscht, die Gehäuse aus Aluminiumdruckguss bleiben erhalten.
- Tragsysteme und Netz
- Das Programm enthält auch Ertüchtigungen an den Tragsystemen und am Netz.
Verfahren und Zeitplan
Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Für die Seilhängeleuchten will das Baureferat den Ablauf von Planung, Ausschreibung und Umsetzung im Massentausch erst erproben. Für die Mastleuchten übernimmt es im Wesentlichen den Ablauf des ersten Austauschprogramms.
- 15.09.2026Bauausschuss berät die Vorlage und verweist sie in die Vollversammlungerledigt
- 30.09.2026Vollversammlung beschließt das Programmerledigt
- ab sofortPlanung durch das Baureferatals Nächstes
- 2027Beginn der Umstellung, Schwerpunkt Seilhängeleuchten
- nach acht JahrenAbschluss der Umstellung
Kosten und Finanzierung
| Drittes LED-Austauschprogramm | 26.600.000 € |
|---|---|
| Pauschale für Beleuchtungsmaßnahmen im Investitionsprogramm bisher | 34.540.000 € |
Finanzposition 6700.960.1000.4 für das Einrichten und Verbessern der Straßenbeleuchtung. Die Mittel wurden mit dem Eckdatenbeschluss 2027 anerkannt und werden zum Mehrjahresinvestitionsprogramm 2026 bis 2030 angemeldet. Das Gesamtprogramm ist nach der Kommunalrichtlinie nicht förderfähig, Teilförderungen prüft das Baureferat laufend. Erwartet werden Energiekosteneinsparungen von jährlich ca. 1,7 Mio. €.
Stand der Entscheidung
Das Baureferat wird beauftragt, die restlichen 30.000 Straßenleuchten auf LED-Technik umzustellen, unverzüglich mit der Planung zu beginnen und die Mittel zum Mehrjahresinvestitionsprogramm anzumelden. Ergebnis: einstimmig (Vollversammlung am 30.09.2026).
Noch offen
- Der Zeitplan von acht Jahren steht unter dem Vorbehalt der finanziellen und personellen Ressourcen.
- Für die Seilhängeleuchten muss der Ablauf des Massentauschs erst erprobt werden.
Aus dem Dokument
„Sobald das dritte LED-Austauschprogramm beschlossen ist, wird das Baureferat unverzüglich im Jahr 2027 mit der Umstellung beginnen.“
„Die benötigten Mittel in Höhe von 26,6 Mio. Euro werden bereitgestellt und im MIP angemeldet.“
LED-Straßenbeleuchtung – Drittes Austauschprogramm, Umsetzung des Eckdatenbeschlusses 2027 (BAU-008), Anmeldung zum Mehrjahresinvestitionsprogramm 2026 – 2030
Beschlussvorlage 26-32 / V 01049 · Bauausschuss · Sitzung am 15.09.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.