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BeschlossenLandeshauptstadt München, Baureferat · Beschlussvorlage 26-32 / V 01049 · Bauausschuss, Sitzung am

Drittes LED-Austauschprogramm, die letzten 30.000 Straßenleuchten werden ab 2027 umgerüstet

Die restlichen 30.000 Münchner Straßenleuchten laufen noch mit Natriumdampf- und Metalldampflampen, die ab 2027 nicht mehr auf den Markt kommen. Der Stadtrat hat das Baureferat beauftragt, sie auf LED umzustellen. Das Programm kostet 26,6 Mio. € und soll in acht Jahren abgeschlossen sein.

Worum es geht

Die Münchner Straßenbeleuchtung hat 100.000 Lichtpunkte. Für 70.000 davon laufen zwei LED-Programme. Das erste gilt 48.000 Langfeldleuchten in Anliegerstraßen und ist zu 45 % umgesetzt. Das zweite gilt 20.000 Gehweg- und Platzleuchten und steht bei 6 % (Stand Juli 2026).

Übrig sind 30.000 Lichtpunkte, meist an Hauptverkehrsstraßen. Ihre Natriumdampf- und Metalldampfhochdrucklampen dürfen wegen des Quecksilbergehalts ab 2027 nicht mehr in der EU hergestellt oder eingeführt werden. Die Restbestände reichen nur zur Überbrückung, Ersatzteile sind kaum noch zu bekommen. Die Stadt ist gesetzlich verpflichtet, ihre Straßen zu beleuchten.

Was ausgeschrieben werden soll

Mastleuchten
20.000 mastgebundene Leuchten, überwiegend an Hauptverkehrsstraßen und vorwiegend mit Natriumdampfhochdrucklampen bestückt.
Seilhängeleuchten
10.000 Leuchten an Tragseilen, etwa in großen Teilen der Maxvorstadt. Bei der Hälfte werden nur LED-Einsätze getauscht, die Gehäuse aus Aluminiumdruckguss bleiben erhalten.
Tragsysteme und Netz
Das Programm enthält auch Ertüchtigungen an den Tragsystemen und am Netz.

Verfahren und Zeitplan

Die Vorlage nennt keine Verfahrensart. Für die Seilhängeleuchten will das Baureferat den Ablauf von Planung, Ausschreibung und Umsetzung im Massentausch erst erproben. Für die Mastleuchten übernimmt es im Wesentlichen den Ablauf des ersten Austauschprogramms.

  1. 15.09.2026Bauausschuss berät die Vorlage und verweist sie in die Vollversammlungerledigt
  2. 30.09.2026Vollversammlung beschließt das Programmerledigt
  3. ab sofortPlanung durch das Baureferatals Nächstes
  4. 2027Beginn der Umstellung, Schwerpunkt Seilhängeleuchten
  5. nach acht JahrenAbschluss der Umstellung

Kosten und Finanzierung

Kosten laut Dokument
Drittes LED-Austauschprogramm26.600.000 €
Pauschale für Beleuchtungsmaßnahmen im Investitionsprogramm bisher34.540.000 €

Finanzposition 6700.960.1000.4 für das Einrichten und Verbessern der Straßenbeleuchtung. Die Mittel wurden mit dem Eckdatenbeschluss 2027 anerkannt und werden zum Mehrjahresinvestitionsprogramm 2026 bis 2030 angemeldet. Das Gesamtprogramm ist nach der Kommunalrichtlinie nicht förderfähig, Teilförderungen prüft das Baureferat laufend. Erwartet werden Energiekosteneinsparungen von jährlich ca. 1,7 Mio. €.

Stand der Entscheidung

Das Baureferat wird beauftragt, die restlichen 30.000 Straßenleuchten auf LED-Technik umzustellen, unverzüglich mit der Planung zu beginnen und die Mittel zum Mehrjahresinvestitionsprogramm anzumelden. Ergebnis: einstimmig (Vollversammlung am 30.09.2026).

Noch offen

  • Der Zeitplan von acht Jahren steht unter dem Vorbehalt der finanziellen und personellen Ressourcen.
  • Für die Seilhängeleuchten muss der Ablauf des Massentauschs erst erprobt werden.

Aus dem Dokument

„Sobald das dritte LED-Austauschprogramm beschlossen ist, wird das Baureferat unverzüglich im Jahr 2027 mit der Umstellung beginnen.“

„Die benötigten Mittel in Höhe von 26,6 Mio. Euro werden bereitgestellt und im MIP angemeldet.“

LED-Straßenbeleuchtung – Drittes Austauschprogramm, Umsetzung des Eckdatenbeschlusses 2027 (BAU-008), Anmeldung zum Mehrjahresinvestitionsprogramm 2026 – 2030
Beschlussvorlage 26-32 / V 01049 · Bauausschuss · Sitzung am 15.09.2026

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