Worum es geht
Mietangebote stehen immer häufiger auf Online-Portalen. Das Sozialreferat vermutet, dass viele Angebotsmieten ohne Kenntnis der gesetzlichen Mietpreisregeln entstehen und oft erheblich von der ortsüblichen Vergleichsmiete abweichen. Ein Stadtratsantrag vom 10.02.2026 und eine Empfehlung der Bürgerversammlung Moosach verlangen, stärker gegen überhöhte Mieten vorzugehen.
Die Verwaltung schlägt einen Mietenmonitor vor, wie ihn Frankfurt am Main schon einsetzt. Das digitale Werkzeug scannt automatisch alle Angebotsplattformen. Bei unverhältnismäßig hohen Forderungen schreibt die städtische Mietberatung die Vermieter an und weist auf die rechtlichen Vorgaben hin. Weil das Personal der Mietberatung dafür nicht ausreicht, soll ein Anbieter ein Leistungspaket aus Daten, Auswertungen und Anschreiben liefern.
Der Sozialausschuss hat die Vorlage am 24.09.2026 in seine nächste Sitzung vertagt. Sie steht am 15.10.2026 wieder auf der Tagesordnung. Die endgültige Beschlussfassung liegt bei der Vollversammlung.
Was ausgeschrieben werden soll
- Scannen der Angebotsmieten
- Ein externer Dienstleister scannt stadtweit die Mietangebote, täglich oder wöchentlich. Er übermittelt die nach einem vorab bestimmten Modus definierten Daten an das Sozialreferat.
- Leistungspaket
- Angestrebt ist der Einkauf eines Pakets bei einem Anbieter, zum Beispiel Lieferung der Datensätze, Auswertungen und Fertigung vorab definierter Anschreiben an Vermieterinnen und Vermieter.
- Laufzeit und Kosten
- Mittel sind für 2026 bis 2028 vorgesehen. Der monatliche Kostenrahmen liegt bei rund 6.000 € bis 7.000 €. Die Leistungsbeschreibung ist noch nicht definiert.
Verfahren und Zeitplan
Die Vorlage nennt kein Vergabeverfahren. Die Kostenschätzung beruht auf unverbindlichen Angeboten und auf Recherchen bei anderen Städten.
- 24.09.2026Sozialausschuss vertagt die Vorlage in seine nächste Sitzungerledigt
- 15.10.2026Sozialausschuss soll über die Einführung beratenals Nächstes
- danachEndgültige Beschlussfassung in der Vollversammlung
- 4. Quartal 2026Start des Mietenmonitors im Idealfall, nach Vorbereitung mit dem ausgewählten Dienstleister
- Ende 2. Quartal 2027Bericht an den Stadtrat über die Entwicklung der Fallzahlen
Kosten und Finanzierung
| Jährlicher Gesamtbedarfrund, geschätzt | 80.000 € |
|---|---|
| Sachmittel 2026 | 40.000 € |
| Sachmittel 2027 | 80.000 € |
| Sachmittel 2028 | 80.000 € |
Für 2026 sollen 40.000 € außerplanmäßig bereitgestellt werden. Für 2027 und 2028 soll das Sozialreferat je 80.000 € zum Haushalt anmelden. Aus Einsparungen oder dem eigenen Referatsbudget lässt sich das laut Vorlage nicht bezahlen.
Stand der Entscheidung
Der Sozialausschuss soll die Einführung des Mietenmonitors begrüßen und das Sozialreferat mit der Umsetzung beauftragen. 2026 sollen 40.000 € bereitgestellt und für 2027 und 2028 je 80.000 € angemeldet werden.
Noch offen
- Der Sozialausschuss hat noch nicht entschieden, die Vorlage wurde am 24.09.2026 vertagt.
- Die Leistungsbeschreibung ist noch nicht definiert, die genaue Preisgestaltung ergibt sich erst daraus.
- Ob die Mietberatung zusätzliches Personal braucht, soll dem Stadtrat bis Ende des 2. Quartals 2027 berichtet werden.
Aus dem Dokument
„Aufgrund verschiedener, unverbindlicher Angebote und Recherchen bei anderen Städten wird der jährliche Gesamtbedarf (bei 12 Monaten) auf rund 80.000 € pro Jahr geschätzt.“
„Im Idealfall startet der Mietenmonitor im 4. Quartal 2026, hierfür sind noch Vorbereitungsarbeiten mit dem dann ausgewählten Dienstleister einzuplanen“
Einführung eines Mietenmonitors, Aktive Information von Mieter*innen und Vermieter*innen bei Mietpreisüberhöhung
Beschlussvorlage 20-26 / V 18707 · Sozialausschuss · Sitzung am 15.10.2026
Frühsignal, keine Ausschreibung. Die Angaben stammen aus einer Sitzungsunterlage, nicht aus einer Bekanntmachung. Ob, wann und in welchem Umfang ausgeschrieben wird, entscheidet der Auftraggeber. TendiGo fasst das Dokument zusammen, maßgeblich ist das Original. Laufende Verfahren stehen in der Ausschreibungssuche.