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BeschlossenLandeshauptstadt München, Baureferat · Beschlussvorlage 26-32 / V 00642 · Bauausschuss, Sitzung am

U5 von Pasing nach Freiham, Planungsleistungen für drei Rohbaulose sollen europaweit vergeben werden

Für die Verlängerung der U5 von Pasing nach Freiham soll das Baureferat die Planfeststellung beantragen und parallel die Vergabe der Bauleistungen vorbereiten. Dafür werden externe Büros in europaweiten Vergabeverfahren gesucht. Die Planungskosten bis zur Projektgenehmigung sind auf 41,9 Mio. € netto geschätzt. Die Vorlage wurde am 15.09.2026 vertagt.

Worum es geht

Die Verlängerung der U5-West von Pasing Bahnhof nach Freiham-Zentrum steht seit 2019 im Nahverkehrsplan der Stadt. Am künftigen Bahnhof Freiham-Zentrum läuft seit Februar 2024 eine Vorhaltemaßnahme mit Schlitzwänden und Bauwerksdeckel. Sie soll bis Ende 2027 abgeschlossen sein.

Die Strecke besteht aus dem Planfeststellungsabschnitt 80 (Westkreuz) und dem Abschnitt 81 (Radolfzeller Straße, Riesenburgstraße, Freiham-Zentrum). Die Unterlagen für Abschnitt 80 liegen vollständig vor, für Abschnitt 81 werden sie bis Ende des dritten Quartals 2026 fertig. Für die Planfeststellung rechnet das Baureferat mit ca. zwei Jahren.

Planung und Ausschreibungsunterlagen sollen schon parallel zur Planfeststellung entstehen. Sonst würde sich der Baubeginn um etwa zwei Jahre verzögern. Eine belastbare Kostenermittlung für den Bau gibt es noch nicht. Die letzte Meldung zum Bundesprogramm entspricht nach heutigem Preisstand rund 1,57 Mrd. €.

Was ausgeschrieben werden soll

Planung der Rohbaulose
Leistungen nach HOAI, vor allem Objektplanung Ingenieurbauwerke und Tragwerksplanung, dazu Teile aus Objektplanung Gebäude und Innenausbau, Technische Ausrüstung, Verkehrsanlagen, elektrische Infrastruktur und Freianlagen. Ziel sind fertige Ausschreibungsunterlagen für die Baulose 3 bis 5.
Gutachten und Begleitleistungen
Fortschreibung von Brandschutzkonzepten, landschaftspflegerischer Begleitplanung und Sicherheits- und Gesundheitsschutzplan, Rechtsberatung, Terminplanung, Kampfmittel- und Altlastenerkundung auf Restflächen.
Spartenumverlegung Westkreuz
Planung für die Verlegung von Strom, Fernwärme, Verkehrsleittechnik und Straßenbeleuchtung aus der Aubinger Straße. Die Fernwärmetrasse kommt in den Ravensburger Ring, die Planung soll noch 2026 beginnen. Gebaut wird erst nach der Projektgenehmigung, die Spartenträger schreiben ihre Bauleistungen dann selbst aus.
Kanalumverlegungen
Planung durch die Münchner Stadtentwässerung für ca. 0,9 Mio. €. An den Bahnhöfen Westkreuz und Radolfzeller Straße queren Abwassersammler die Bauwerke. Die Kanalbauleistungen werden eigener Teil der Ausschreibung der Hauptbaumaßnahme.
Rohbau nach der Projektgenehmigung
Voraussichtlich Baulos 3 für den Abschnitt Westkreuz, Baulos 4 für Radolfzeller Straße, Riesenburgstraße und den Weiterbau Freiham-Zentrum, Baulos 5 für die Abstellanlage in Freiham. Die Tunnel entstehen im maschinellen Schildvortrieb.

Verfahren und Zeitplan

Externe Büros werden in europaweiten Vergabeverfahren beauftragt. Die Bauleistungen sollen in drei getrennten, kleineren Rohbaulosen vergeben werden, falls für Baulos 3 keine eigene Tunnelvortriebsmaschine beschafft werden muss. Das soll den Bieterkreis erweitern und auch mittelständischen Bauunternehmen die Teilnahme ermöglichen.

  1. 15.09.2026Bauausschuss vertagt die Vorlage in seine nächste Sitzungerledigt
  2. 06.10.2026Erneute Beratung im Bauausschuss, danach Vollversammlungals Nächstes
  3. 2026Beginn der Planung für die Umverlegung der Fernwärme
  4. rund zwei JahrePlanfeststellungsverfahren, parallel Vergabeverfahren und Planung
  5. Ende 2027Abschluss der Vorhaltemaßnahme am Bahnhof Freiham-Zentrum
  6. nach der ProjektgenehmigungAusschreibung der Bauleistungen, vorab Spartenumverlegungen

Kosten und Finanzierung

Kosten laut Dokument
Planungsleistungen bis zur Projektgenehmigungnetto, Schätzung41.900.000 €
Planung der Kanalumverlegungenca., 60 % Baureferat, 40 % Stadtentwässerung900.000 €
Planung der Fernwärme-Umverlegungca., 60 % Stadt, 40 % Stadtwerke München500.000 €

Zusätzliche Mittel von ca. 42,0 Mio. € werden im Eckdatenverfahren für den Haushalt 2028 angemeldet, verteilt auf 2028 bis 2031. Die Planung der Sparten und Kanäle ist aus vorhandenen Mitteln gedeckt. Alle Beträge sind netto, weil der U-Bahn-Bau zum Vorsteuerabzug berechtigt ist.

Stand der Entscheidung

Das Baureferat soll die Planfeststellung für die Abschnitte 80 und 81 beantragen, die Vergabe der Bauleistungen parallel dazu vorbereiten und die Planungen für Sparten- und Kanalumverlegungen veranlassen. Ergebnis: am 15.09.2026 vertagt in den nächsten Bauausschuss.

Noch offen

  • Der Beschluss steht noch aus. Der Bauausschuss berät am 06.10.2026 erneut, endgültig entscheidet die Vollversammlung.
  • Die Vorbereitung der Vergabe steht unter dem Vorbehalt, dass im Baureferat die nötigen Ressourcen vorhanden sind.
  • Ob die Tunnelvortriebsmaschinen aus Baulos 2 bis zum Bahnhof Westkreuz weiterfahren, wird noch geprüft. Davon hängt die Loseinteilung ab.

Aus dem Dokument

„Aufgrund des Leistungsumfangs sowie der Personalsituation im Baureferat müssen hierfür externe Büros im Wege europaweiter Vergabeverfahren beauftragt werden.“

„Auf dieser Grundlage kann die Ausschreibung der Bauleistungen für die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5-West nahtlos nach Vorliegen der jeweiligen Projektgenehmigung erfolgen.“

Verlängerung der U-Bahn-Linie 5-West von Pasing nach Freiham, Planfeststellungsabschnitte 80 und 81 zwischen Pasing und Freiham Zentrum, Anträge auf Planfeststellung, Verfahrensgenehmigung für die Planungen der Münchner Stadtentwässerung
Beschlussvorlage 26-32 / V 00642 · Bauausschuss · Sitzung am 15.09.2026

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