Ausführung von Bauleistungen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Elektroinstallationsarbeiten und des Blitzschutzes für den zweigeschossigen, vier Unterrichtsräume umfassenden Schulpavillon.
Gefordert sind eine vollständige betriebsbereite elektrische Gebäudeausrüstung einschließlich Verteilungen, Installation, Beleuchtung, Sicherheitstechnik, EDV- und ELA-Verkabelung, Brandmelde- und Rauchwarnanlagen, Erdung und Blitzschutz sowie Baustrom und Baubeleuchtung. Ebenfalls enthalten sind Prüfungen, Inbetriebnahme, Abnahmen, Dokumentation und vierjährige Wartungsleistungen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen berücksichtigen insbesondere Nachlässe, Erstattungsbeträge aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote. Werkstätten für Behinderte erhalten bei der Berechnung der Wertungssumme einen Bonus von 15 Prozent; bei gleichwertiger Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag auf das Angebot der Werkstätte für Behinderte erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenElektroinstallation und Verteilungen
Lieferung, Montage, Verdrahtung und Inbetriebnahme der elektrischen Gebäudeausrüstung. Vorgesehen sind Haupt- und Unterverteiler, Schutzeinrichtungen, Fehlerstromschutz, Überspannungs- und Blitzstromableiter, Messgeräte, Schalt- und Steckgeräte sowie Reserven in den Verteilungen.
Das Stromsystem wird mit 400 V, 3/N/PE, 50 Hz ausgeführt. Die Beleuchtungsstromkreise werden je Verteilertafel auf L1, L2 und L3 verteilt. Reserveklemmen, Reservestromkreise und Reservedosen sind zu berücksichtigen. Kabel und Leitungen sind grundsätzlich halogenfrei anzubieten und getrennt für Energie-, Melde-, Steuer- und EDV-Zwecke zu verlegen.
Beleuchtung und Sicherheitstechnik
Lieferung und Montage von LED-Einbau-, Wand- und Anbauleuchten mit einer mit der Bauleitung abzustimmenden Lichtfarbe von 4000 K oder 3000 K. Dimmbare Betriebsgeräte mit 1–10-V- oder DALI-Schnittstelle sowie Präsenzmelder für Klassenräume und Flure sind vorgesehen.
Ergänzend sind Einzelbatterie-Sicherheits- und Rettungswegleuchten mit drei Stunden Nennbetriebsdauer, eine BUS-Überwachungsstation, Kennzeichnung und Einweisung sowie die Sicherheits- und Kommunikationstechnik mit RWA, Brandmelde-, Durchsage- und IAS-Komponenten zu liefern und anzuschließen.
Kabel, Verlegesysteme, Erdung und Brandschutz
Leistungen umfassen die Lieferung, Kennzeichnung und Verlegung von Starkstrom-, Fernmelde-, Brandmelde-, ELA-, E90- und EDV-Kabeln sowie Brüstungskanäle, Kabelrinnen, Sammelhalter, C-Profile, Panzer- und Schutzrohre. Erforderlich sind Hauptpotentialausgleich, Potentialausgleichsschienen, Erdungsanschlüsse sowie Erdungs- und Prüfprotokolle.
Brandschutzkanäle I90/E90, Brandschotts S90 und rauchdicht verschlossene Leitungsdurchführungen sind herzustellen und zu dokumentieren. Sämtliche Brandschotts sind in Grundrissplänen einzutragen und fotografisch nachzuweisen.
EDV, ELA, RWA und Hausalarmanlage
Für die EDV-Verkabelung sind 720 m Datenkabel mindestens Cat. 7A, 34 Kupferstrecken und 12 LWL-Strecken vorgesehen. Patchfelder, Rangierfelder, Datenschrank, Anschlussdosen, Überspannungsschutz, Erdung, Messungen und vollständige Netzwerkdokumentation sind zu liefern.
Für die ELA-Anlage sind sechs Deckeneinbaulautsprecher samt Verteilerkasten, Anschluss- und Erdungsleiste, Überspannungsableiter, Kabeln, Funktionsprüfung und Ergänzung der Bestandsunterlagen vorgesehen. Die RWA-Anlage umfasst eine RWA-Zentrale, Rauchabzugstaster, Lüftungstaster, optischen Brandmelder und Anschlüsse bauseitiger Antriebe.
Die Hausalarmanlage ist als Brandmeldeanlage nach DIN VDE 0833, DIN 14675 und DIN/EN 54 zu liefern, zu montieren, zu programmieren, in Betrieb zu nehmen und zu dokumentieren. Sie umfasst Brandmelde-Computer mit redundanter CPU, Ringleitungen, Melder, Signalgeber, Übertragungssystem, Notstromversorgung, Bedienfeld, Brandschutzstandschrank, Kontrollbuch und Einweisung.
Blitzschutz und Baustellenversorgung
Es ist eine vollständige neue Außenblitzschutz- und Erdungsanlage in Schutzklasse III zu errichten. Dazu gehören Fangleitung, Ableitungen, Fangstangen und Fangspitzen, Verbinder, Erdungsanlage mit höchstens 2 Ohm Erdungswiderstand, Potentialausgleich an den Zonenübergängen sowie Prüfung, Abnahme und Dokumentation.
Für ungefähr sechs Monate beziehungsweise 24 Wochen sind Baustromversorgung und Baubeleuchtung einschließlich Lieferung, Montage, Vorhaltung, regelmäßiger Prüfung, Wartung und Demontage zu erbringen. Der Baustromverteiler ist zentral aufzustellen. FI-Schutzschalter und Leitungen sind während der Vorhaltezeit vierwöchentlich zu prüfen und die Messwerte zu dokumentieren.
Prüfung, Abnahme, Dokumentation und Koordination
Die Leistung umfasst eine vollständige, betriebsbereite Anlage einschließlich Montageplanung, Berechnungen, Prüfungen, Inbetriebnahme, Abnahmen, Bestandsdokumentation und Baustellenkoordination. Die Kupferstrecken sind als Permanent Link zu messen, die LWL-Strecken vollständig mit OTDR. Die Blitzschutzanlage ist durch TÜV, TÜH oder ein vergleichbares anerkanntes Institut abzunehmen.
Die Dokumentation umfasst unter anderem Installations- und Übersichtsschemen, Trassen- und Netzwerkpläne, Fotodokumentation, Prüf- und Messprotokolle, Abnahmebescheinigungen, Katalogblätter, Stücklisten, Bestands- und CAD-Unterlagen sowie Bedien- und Wartungsanleitungen. Bautageberichte sind wöchentlich vorzulegen und an wöchentlichen Baustellenbesprechungen teilzunehmen. Die Arbeiten sind mit den anderen Gewerken abzustimmen und abschnittsweise zu erbringen.
Wartung
Für die Sicherheitsbeleuchtung und die Hausalarmanlage sind jeweils vier Jahre Wartung vorgesehen. Bei der Hausalarmanlage umfasst diese jährliche Inspektion, Instandsetzung und Wartung. Den beiden Wartungsverträgen ist jeweils eine Anlagenbeschreibung beizufügen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFormale und wirtschaftliche Eignung
Das Angebot muss fristgerecht, vollständig ausgefüllt und unterschrieben sein. Ein vollständiger und aktueller Eignungsnachweis, zum Beispiel eine Präqualifikation, ist beizufügen.
Der Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist anzugeben, soweit er Bauleistungen und vergleichbare Leistungen betrifft. Ein Mindestumsatz ist nicht festgelegt. Zur finanziellen und wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit gehören außerdem Angaben zum Anteil gemeinsam mit anderen Unternehmen ausgeführter Leistungen sowie gegebenenfalls Angaben zu Vermögensverhältnissen und liquiden Mitteln.
Referenzen und personelle Leistungsfähigkeit
Bei Einladung in die engere Wahl sind drei Referenznachweise über vergleichbare Elektroinstallationsleistungen vorzulegen. Der maßgebende Zeitraum umfasst die letzten fünf Kalenderjahre oder einen längeren in der Auftragsbekanntmachung genannten Zeitraum. Je Referenz sind die im Formblatt verlangten Angaben vollständig zu erbringen; bei Komplettleistungen ist die Art der Baumaßnahme als Neubau, Umbau oder Denkmal anzugeben.
Die für die Ausführung erforderlichen Arbeitskräfte müssen verfügbar sein. Bei Einladung in die engere Wahl ist die Zahl der jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte der letzten drei abgeschlossenen Kalenderjahre nach Lohngruppen anzugeben und das Leitungspersonal gesondert auszuweisen. Das Fachpersonal und die technische Führungskraft müssen der deutschen Sprache und Schrift mächtig sein.
Register, Zuverlässigkeit und Insolvenz
Je nach Rechtsstellung sind Eintragungen im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der Industrie- und Handelskammer nachzuweisen. Erforderlich sind ferner Angaben zu Insolvenz, Liquidation, Zuverlässigkeit sowie zu etwaigen Berufs- und Gewerbeuntersagungen. Ein Insolvenzplan kann alternativ erklärt und auf Verlangen vorgelegt werden.
Brandmeldeanlage und technische Fachkenntnis
Die Installation, Inbetriebnahme und Instandhaltung der Hausalarmanlage muss durch eine anerkannte Fachfirma erfolgen. Die Errichterzulassung nach DIN 14675 ist nachzuweisen. Für die weiteren Leistungen sind eine qualifizierte Fachkraft, geeignete Messgeräte, die Fähigkeit zur Permanent-Link- und OTDR-Messung sowie zur Prüfung und Abnahme des Blitzschutzes und die Erstellung vollständiger Planungs- und Dokumentationsunterlagen nachzuweisen.
Produkte, Normen und Qualitätsnachweise
Für ausgeführte Arbeiten und Materialien sind Eignungs- und Gütenachweise, Prüfzeugnisse, Produktdatenblätter, Herstellerbelege, Zulassungen und CE-Konformitätserklärungen vorzuhalten. Die technischen Anforderungen und einschlägigen Normen sind einzuhalten. Hersteller- und Systemgarantien sowie langfristige Ersatzteilverfügbarkeit sind nachzuweisen; für EDV-Komponenten ist eine Produktgewährleistung von mindestens 15 Jahren verlangt.
Steuern, Sozialversicherung und Berufsgenossenschaft
Die Zahlungspflichten für Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträge müssen ordnungsgemäß erfüllt werden. Bei Einladung in die engere Wahl sind die Unbedenklichkeitsbescheinigung der Sozialkasse, eine steuerliche Unbedenklichkeitsbescheinigung und gegebenenfalls eine Freistellungsbescheinigung vorzulegen. Erforderlich ist außerdem die Mitgliedschaft in der Berufsgenossenschaft und eine qualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung mit Lohnsummenangabe.
Tariftreue, Lieferketten und Ausführungsform
Für die Beschäftigten sind die jeweils geltenden tariflichen Arbeitsbedingungen einschließlich des Entgelts zu gewähren. Eine Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und zum Mindestentgelt ist beizufügen. Auch Nachunternehmer und Verleihunternehmer müssen die Anforderungen einhalten.
Erforderlich sind außerdem Erklärungen zur Anwendbarkeit des Lieferkettensorgfaltspflichtengesetzes sowie zu russischen Unternehmen, Lieferketten und betroffenen Unterauftragnehmern. Die gewählte Ausführungsform – eigener Betrieb, Nachunternehmer, Bietergemeinschaft oder Eignungsleihe – ist anzugeben und mit den vorgesehenen Formblättern zu belegen. Eine Bietergemeinschaft haftet gegenüber dem Auftraggeber als Gesamtschuldner.
Bei Einladung in die engere Wahl sind drei Nachweise über vergleichbare Leistungen vorzulegen. Je Referenz sind unter anderem Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eigenpersonalabhängiger Leistungsumfang mit Mengen, eingesetzte Arbeitnehmerzahl, besondere technische und gerätespezifische Anforderungen, Art der Baumaßnahme, vertragliche Bindung, koordinierte Gewerke und Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung anzugeben.
Vergleichbare Elektroinstallationsleistungen; bei Komplettleistungen zusätzlich Angabe der Baumaßnahme als Neubau, Umbau oder Denkmal und gegebenenfalls Nachweis der vertragsgemäßen Ausführung.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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