B 1507 G Sanierung WC-Bereiche Gebäudekomplex B-G
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung für Sanitärinstallationsarbeiten zur Sanierung von 27 WC-Räumen in sechs miteinander verbundenen Gebäuden am Telegrafenberg in Potsdam.
Gefordert sind Arbeiten an Trink-, Brauch- und Abwasseranlagen einschließlich Rückbau und Neuinstallation von Fall- und Entwässerungsleitungen, Vorwand- und Sanitärobjekten, Wassererwärmern, Hygienesystemen sowie Brandschutz-, Dämm-, Bohr- und Dokumentationsleistungen. Die Ausführung erfolgt in drei Bauabschnitten bei laufendem Betrieb.
Angebote sind bis zum 20.11.2026 um 10:00 Uhr elektronisch über die Vergabeplattform einzureichen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt; dabei werden insbesondere Nachlässe, Erstattungsbeträge aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangebote berücksichtigt. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme und bei gleicher Wirtschaftlichkeit den Zuschlag.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSanierungsumfang und Bauorganisation
Die Sanierung betrifft 27 WC-Räume in sechs miteinander verbundenen Gebäuden über fünf beziehungsweise teilweise vier Ebenen am Telegrafenberg in Potsdam.
Die Umsetzung erfolgt abschnittsweise in drei parallelen Abläufen für die Gebäudegruppen B+F, D+G und C+E. Dabei wird im laufenden Labor- und Gebäudebetrieb gearbeitet; Arbeitsunterbrechungen wegen laufender Forschungstätigkeiten sind möglich.
Abwasser- und Regenwasseranlagen
Bestehende gusseiserne SML-Fallleitungen werden demontiert und durch mineralstoffverstärkte PE-Fallleitungen mit Nebenlüftung ersetzt. Eingesetzt werden unter anderem 137,20 m DN 56, 89,80 m DN 90, 12,50 m DN 100 und 2,00 m DN 125 sowie Formstücke, Spannverbinder, Elektroschweißmuffen, Dämmschläuche und Reinigungsstücke.
Die Objektentwässerung wird in mineralverstärktem PP-MX neu installiert; das LV nennt unter anderem 2,50 m DN 40, 80,00 m DN 50 und 19,00 m DN 90 sowie zahlreiche Bögen, Abzweige, Reduktionen und Adapter. Zusätzlich werden 42 m Regenentwässerung DN 100 in den Ebenen 3 und 4 demontiert und neu installiert.
Für Abwasserleitungen sind 57 Brandschutzdurchführungen mit R30- beziehungsweise R90-Eigenschaft vorgesehen. Die Fallleitungen werden nach Montage isoliert, gefüllt und während einer mindestens 60-minütigen Hauptprüfung auf Pegelabsenkung und Schweißverbindungen geprüft.
Sanitärobjekte und Vorwandelemente
Bestehende Sanitärobjekte werden zerstörungsfrei demontiert, darunter 10 Waschtischanlagen, 10 WT-Armaturen, ein Elektro-Durchlauferhitzer, 6 Hygienespülungen und 48 Accessoires. Insgesamt werden 126 Wasserleitungsanschlüsse getrennt, davon 87 mit DN 15, 33 mit DN 18 und 6 mit DN 20.
Statisch selbsttragende, korrosionsgeschützte Vorwandelemente werden für 22 Urinale, 49 Wand-WCs, 49 barrierefreie Wand-WCs, 49 Waschtische, 49 Duschen, 49 Waschtische mit Unterputz-Siphon und 4 Stütz- beziehungsweise Haltegriffsysteme montiert.
Neu errichtet werden unter anderem 22 Urinale, 49 Wand-WCs, 49 WC-Sitze, 49 barrierefreie Wand-WCs, 49 Betätigungsplatten, 22 berührungslose Urinalsteuerungen, eine WC-Steuerung, zwei Duschrinnen, drei Duschabläufe, 49 Handwaschbecken, 49 barrierefreie Waschtische, 49 Geruchsverschlüsse, 50 Ablaufventile, 46 selbstschließende Standventile, 46 Strahlregler, 49 elektronische Waschtischarmaturen, 4 Kombi-Eckventile, 45 regulierbare Eckventile, 3 Duschpaneele, 22 Urinaltrennwände und 49 Spiegel.
Trink- und Brauchwasseranlagen
Trinkwasserleitungen werden als Edelstahl-Pressverbindungsleitungen mit insgesamt 12 m AD 22 mm, 5 m AD 18 mm und 12 m AD 15 mm hergestellt. Brauchwasserleitungen werden als Kupfer-Pressverbindungsleitungen mit 2 m AD 18 mm und 10 m AD 15 mm ausgeführt. Pressverbindungen, Verschraubungen, Formstücke, Rohrschellen und Anschlussmaterial sind mit einzupreisen.
Wassererwärmung und Hygienesysteme
Vorgesehen sind 18 elektrische Durchlauferhitzer: jeweils 8 Stück mit 18 kW und 21 kW sowie 2 Stück mit 27 kW. Ergänzend werden 8 Montageelemente für Hygienespülungen, 4 Hygienespülungen mit Durchflusssensor und 4 Anlagensteuerungen KHS Mini installiert.
Während der Bauzeit sind die Trinkwasserhygiene, der Schutz der bestehenden Wasseranlagen und der Betrieb der Hygienespülungen sicherzustellen. Ein vollständiger Wasseraustausch mit Spülung ist alle 72 Stunden durchzuführen und bis zur tatsächlichen Übergabe und Nutzung zu protokollieren.
Befestigung, Rohrarbeiten, Dämmung und Brandschutz
Die Leistungen umfassen 300 kg Profilstahlkonstruktionen und Befestigungsmaterial sowie 44 Kernbohrungen in Stahlbetondecken, 6 weitere Kernbohrungen in Stahlbetonwänden, 6 Kernbohrungen mit größerem Durchmesser, 10 Stemmarbeiten, 6 Öffnungsherstellungen beziehungsweise Erweiterungen, 1,50 m² Abbruch von Bodenzementestrich, 53 Betonverfüllungen von Deckenöffnungen mit 30 × 30 cm, 53 Verfüllungen von Öffnungen DN 70 bis 150 mm und 10 m² Verfüllung von Hohlräumen mit Zementestrich.
Dämmarbeiten umfassen 30 m Mineralwolledämmung DN 20, 20 m DN 15, 10 m DN 12 sowie 12 m Kältedämmung DN 100 und 12 m Korrosionsschutzbeschichtung. Brandschutzmaßnahmen für Abwasserleitungen sind in den Abwasserpositionen enthalten. Die Dämmung mit Rockwool ist durch ein vom Systemhersteller geschultes und zertifiziertes Unternehmen auszuführen.
Prüfungen, Spülungen und Wasseranalysen
Die Abwasserfallleitungen werden nach Montage isoliert, gefüllt und während mindestens 60 Minuten geprüft. Insgesamt sind 12 Pegelprüfungen vorgesehen. Jeder Armaturenanschluss ist mindestens 2 Minuten zu spülen.
Die Trinkwasserleitungen werden nach DIN EN 806-4 in Verbindung mit DIN 1988 gespült und die Spülungen protokolliert. Vorgesehen sind 7 mikrobiologische und 6 chemische Trinkwasseruntersuchungen sowie 3 Legionellenuntersuchungen.
Kennzeichnung, Dokumentation und Einweisung
75 Rohrleitungen sind dauerhaft zu kennzeichnen. Die Revisions-, Bestands- und Übergabedokumentation ist nach dem GFZ-Dokumentationsstandard in Papier- und digitaler Form zu erstellen. Dazu gehören Anlagenbeschreibungen, Berechnungen, Geräte- und Ersatzteillisten, Bedienungs- und Wartungsanweisungen sowie Abnahme-, Einweisungs- und Prüfprotokolle.
Digitale Unterlagen werden unter anderem als DOCX, XLSX, DXF oder DWG, ZIP, GAEB, PPT, JPG und PDF übergeben; Pläne zusätzlich als geschütztes PDF. Ein Prüfexemplar ist mehrere Wochen vor Abnahme zu übergeben. Das Bedienpersonal ist einzuführen, und eine Wiederholungseinweisung ist nach etwa sechs Monaten auf Anforderung anzubieten.
Baustellenorganisation und Umweltschutz
Gerüste und Hebezeuge sind selbst bereitzustellen und einzupreisen; Aufzug und Hebezeuge werden bauseits nicht gestellt. Eine ausreichende Baustellenbesetzung ist für die termingerechte Fertigstellung sicherzustellen. Bautageberichte sind zu führen und dem Auftraggeber wöchentlich mit Personalzahl, Arbeitszeit, Arbeitsleistung und besonderen Vorkommnissen vorzulegen.
Die Auflagen der Trinkwasserschutzzone III sind einzuhalten. Geräte sind gegen Öl- und Treibstoffverluste zu sichern, wassergefährdende Flüssigkeiten nur in geeigneten Containern mit Auffangwanne zu lagern und Reflektions- und Absorptionsmittel bereitzuhalten. Bei Kontamination sind Bauleitung und Wasserbehörde unverzüglich zu informieren.
Bau- und Abbruchabfälle sind getrennt zu erfassen; für gefährliche Abfälle sind Deklarationsanalysen vorzulegen. Lärmintensive Arbeiten sind mindestens drei Werktage vorher anzuzeigen und erst nach Freigabe auszuführen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation oder Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen weisen ihre Eignung durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. nach und geben die Präqualifikationsnummer an. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung als vorläufigen Nachweis mit dem Angebot vor.
Vergleichbare Leistungen und Umsatz
Die Eigenerklärung erfasst vergleichbare Leistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren beziehungsweise aus dem in der Auftragsbekanntmachung genannten längeren Zeitraum sowie den Umsatz der letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre, soweit vergleichbare Leistungen betroffen sind. Ein Mindestumsatz oder Mindestauftragswert für Referenzen ist nicht angegeben.
Verfügbarkeit von Arbeitskräften
Die für die termingerechte Fertigstellung erforderlichen Personal- und Sachressourcen müssen kontinuierlich bereitgestellt werden. Die Eigenerklärung enthält Angaben zur Verfügbarkeit der Arbeitskräfte und zu den eingesetzten Arbeitskräften nach Lohngruppen für die letzten drei Kalenderjahre.
Register, Zuverlässigkeit und steuerliche Pflichten
Die Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle oder bei der IHK ist nachzuweisen oder eine Nicht-Eintragungspflicht zu erklären. Ebenfalls abzugeben sind Erklärungen zu Insolvenz und Liquidation, zu Ausschlussgründen sowie zur ordnungsgemäßen Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen und zur Mitgliedschaft bei der Berufsgenossenschaft. In den letzten zwei Jahren dürfen keine bestimmten schweren Verstöße mit Eintrag im Gewerbezentralregister vorliegen.
Nachunternehmer
Nachunternehmer müssen präqualifiziert sein oder die Voraussetzungen für die Präqualifikation erfüllen. Bei präqualifizierten Nachunternehmern ist die Präqualifikationsnummer anzugeben; bei nicht präqualifizierten Nachunternehmern können Eigenerklärungen und Bescheinigungen zuständiger Stellen nachgereicht werden.
Fachliche Ausführungsanforderungen
Die Einhaltung von VOB/B und VOB/C, einschlägigen DIN- und EU-Normen, Unfallverhütungsvorschriften und Herstellerangaben muss sichergestellt werden. Für alle Produkte sind die technischen, funktionalen und qualitativen Anforderungen der Leistungsbeschreibung zu erfüllen; für Gleichwertigkeitsangaben sind geeignete Produktnachweise vorzulegen. Die Dämmarbeiten mit Rockwool dürfen nur von einem vom Systemhersteller geschulten und zertifizierten Unternehmen ausgeführt werden.
Nachweis vergleichbarer Leistungen für nicht präqualifizierte Unternehmen; bei engerer Wahl sind drei Referenznachweise mit Angaben zur ausgeführten Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzten Arbeitnehmern und Bestätigung des Auftraggebers über die vertragsgemäße Ausführung vorzulegen.
Vergleichbare Sanitärinstallationsleistungen; bei Teilnahmewettbewerb ist die Referenzliste dem Teilnahmeantrag beizufügen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
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