Bekleidungsausgabesystem
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Sana Klinikum Offenbach GmbH beschafft ein automatisiertes Bekleidungsausgabesystem mit RFID-Technik. Geliefert und installiert werden eine geschlossene Raum-Schleusenlösung, dezentrale Schranksysteme, Rücknahmemodule für Schmutzwäsche, eine cloudbasierte Verwaltungssoftware (SaaS) sowie Wartung und Service für 10 Jahre. Die Bekleidung wird mit UHF-RFID-Chips (Datamars_UHF_T_FT401) versehen; Mitarbeitende identifizieren sich per Chipkarte oder Transponder.
Angebote sind bis zum 17.11.2026 um 10:00 Uhr ausschließlich über die Vergabeplattform einzureichen (offenes Verfahren). Bieterfragen können bis zum 04.11.2026 gestellt werden, und es besteht Pflicht zur Teilnahme an einem Ortstermin. Mehrere Hauptangebote und Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zum Angebot gehören u.a. Eignungs- und Referenzerklärungen, das ausgefüllte Leistungsverzeichnis nebst Preisblatt, die unterschriebene Vereinbarung zur Auftragsverarbeitung (AVV) sowie Nachweise zu Tarif/Mindestlohn, Antikorruption, Russland-Sanktionen, Datenschutz und Nachhaltigkeit.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Leistung35%
Bewertet wird die Erfüllung der als Wertungsfragen gekennzeichneten funktionalen Anforderungen; je Frage werden 1 Punkt bei Antwort ja und 0 Punkte bei Antwort nein vergeben.
- Investitionskosten45%
Bewertet werden die Gesamtnettoinvestitionskosten gemäß Preisblatt Investitionskosten.
- Instandhaltungskosten20%
Bewertet werden die Instandhaltungskosten einschließlich SaaS-Kosten für Raum- und Schranklösung über 10 Jahre gemäß Preisblatt Instandhaltungskosten.
Die Leistung wird mit PLVmax normiert: Punktwert Leistung = erreichte Leistungspunkte / PLVmax × 100. Investitionskosten und Instandhaltungskosten über 10 Jahre werden relativ zum jeweils günstigsten Angebot bewertet: Punktwert = günstigste Kosten / Kosten des Bieters × 100. Gesamtpunktezahl = Leistungspunktwert × 0,35 + Investitionskostenpunktwert × 0,45 + Instandhaltungskostenpunktwert × 0,20.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenSystemkern und Schleusentechnik
Geschlossenes Schleusensystem für Ein- und Ausgang. Das System erkennt die Bekleidung berührungslos per UHF-RFID (Spezifikation Datamars_UHF_T_FT401) und gewährleistet eine kontrollierte Entnahme und Rückgabe. Die RFID-Lesegenauigkeit muss mindestens 99% am Eingang und 97% am Ausgang betragen.
Identifikation der Nutzer:innen über Chipkarte oder Transponder. Am Ausgang steht ein Infoterminal zur Anzeige individueller Informationen und des Kreditstatus bereit. Eine Notfall-Manuellöffnung muss jederzeit möglich sein.
Rollbare Regalsysteme und Sortierung im Raum: Kapazität für bis zu 16.000 Bekleidungsteile, mit variablen Böden, Fachteilern und Etikettierung.
Dezentrale Schranksysteme
Steuerungsmodul mit angeschlossenen Schränken, RFID-Lesegenauigkeit mindestens 97%. Identifikation der Nutzer:innen über Chipkarte oder Transponder am Steuerungsmodul. Die Schranksysteme sind an mehreren Standorten im Klinikum vorgesehen (z.B. 2. Stock – AWT, OP 1–8) und decken unterschiedliche Kapazitäten ab.
Rücknahme von Schmutzwäsche
Geschlossenes Rücknahmemodul ohne Benutzeridentifikation; beim Einwurf wird das Nutzerkonto automatisch und zeitgleich entlastet. Kapazität mindestens 200 Teile pro Modul, mit Füllstandsanzeige und automatischer Benachrichtigung an den Betreiber bei Erreichen der Maximalgrenze.
Cloudbasierte Verwaltungssoftware (SaaS)
SaaS-Verwaltungssoftware mit unbegrenzter Anzahl Nutzer:innen und Bekleidungsartikeln sowie mindestens 3 gleichzeitigen Zugriffen. Die Software protokolliert Entnahme, Rückgabe, Bestückung und Leerung, ermöglicht umfangreiche Auswertungen sowie Importe aus XLS/CSV.
Schnittstelle zum Wäschedienstleister (Schnittstelle „Sitex"), Datenaustausch mindestens einmal wöchentlich. Möglichkeiten für temporäre Kontingentanpassungen
Logistik, Aufstellung, Dokumentation
Lieferung frei Verwendungsstelle inkl. Verpackung, Aufstellung, Montage und Inbetriebnahme; Verpackungsmaterial wird durch den Auftragnehmer abgeholt. Projektierung, Montage und Inbetriebnahme sowie die Begleitung der Startphase erfolgen in Abstimmung mit Fachbauleitung und Betreiber.
Technische Dokumentation (Sachverständigenprüfung wo erforderlich, Wartungshinweise, Wartungsbuch, Bedienungsanweisung, Pflegehinweise, Schulungsunterlagen) ist dem Betreiber zu übergeben. Gebrauchsanweisungen in deutscher Sprache als PDF, auf Anforderung auch in Papierform.
Rückbau der Bestandssysteme und Nachhaltigkeit
Demontage, Abtransport und Entsorgung bzw. Verwertung der bestehenden Hängebahn-Systeme (Kapazität rund 16.000 Bekleidungsteile) durch den Auftragnehmer, einschließlich Verwendungsnachweisen. Auf Nachhaltigkeit entlang der Lieferkette ist besonders zu achten (Anlage 2.8).
Wartung, Service und Garantie
Wartung der Anlagenkomponenten für 10 Jahre ab Inbetriebnahme inklusive Verschleißteil-Austausch, Störungsbehebung und Instandhaltung. Hersteller-Service für das Betriebssystem und Ersatzteil-/Verbrauchsmateriallieferung ebenfalls 10 Jahre ab Inbetriebnahme. Software-Updates, Patches und Rechnersystem-Tausch sind eingeschlossen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAusschlussgründe und rechtliche Voraussetzungen
Keine Ausschlussgründe nach § 123 GWB (Straftaten wie u.a. §§ 129, 129a, 129b, 89c, 261, 263, 264, 299, 299a, 299b, 108e, 333, 334 StGB; Art. 2 §2 IntBestG; §§ 232–233a StGB). Keine Ausschlussgründe nach § 124 GWB (Verstöße gegen Umwelt-, Sozial- oder Arbeitsrecht, schwere Verfehlung, Wettbewerbsabsprachen, Interessenkonflikt, Vorab-Einbindung, Mängel bei früheren Aufträgen, Täuschung, unzulässige Einflussnahme). Falls ein Ausschlussgrund vorliegt, kommt eine Selbstreinigung nach § 125 GWB in Betracht.
Ordnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und Sozialversicherungsbeiträgen sowie Eintragungsfreiheit im Wettbewerbsregister des Bundeskartellamtes.
Fachliche Eignung und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Qualitätssicherung, Datenschutz und Compliance
DIN EN ISO 9001 (oder gleichwertig) aller beteiligten Unternehmen, DIN EN ISO 27001-Zertifizierung des Rechenzentrums. Anerkennung der Datenschutzdokumente (Datenschutzerklärung, Vereinbarung Auftragsverarbeitung gemäß Art. 28 DSGVO) inklusive ausgefüllter Selbstauskunft Datenschutz (Anlage 2.7).
Zusätzlich abzugeben sind: Erklärung Antikorruption, Erklärung Tarif- und Mindestlohn (MiLoG), Erklärung Russland-Sanktionen, Nachhaltigkeitsmaßnahmen entlang der Lieferkette oder anerkannter CSR-Auditbericht.
Sonstige Verfahrensanforderungen
Servicestellen müssen in Deutschland ansässig sein, Servicemitarbeiter der deutschen Sprache mächtig (betrifft den IT-Teil). Sprache des Angebots: Deutsch. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen.
Nachforderungen gemäß § 56 VgV sind innerhalb einer angemessenen Nachfrist möglich; bei nicht fristgerechter Nachreichung erfolgt ein Ausschluss.
Mindestens 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Geschäftsjahren, die in Art und Umfang dem Auftragsgegenstand entsprechen (Anlage 2.1 inkl. Anlage 2F).
Pro Referenz auf Anlage 2.2: Referenzgeber mit Adresse, Projektname, Beteiligungsform, Ansprechpartner (mit DSGVO-Einwilligung), Art des Referenzgebers, Bettenanzahl der Referenzeinrichtung, Zeitraum (MM/JJ–MM/JJ), Auftragsvolumen pro Jahr, Kurzbeschreibung und Darstellung der Vergleichbarkeit. Auf Verlangen: Unbedenklichkeitsbescheinigungen (Finanzamt, Sozialkasse, BG), testierte Jahresabschlüsse, ISO 9001 (oder gleichwertig) und ISO 27001 für das Rechenzentrum, Gewerbeanmeldung/Handelsregisterauszug (max. 90 Tage alt).
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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