Dienstleister für die Besuchergastronomie und die Theaterkantine im Staatstheater Darmstadt
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDas Staatstheater Darmstadt vergibt die Bewirtschaftung der Besuchergastronomie, der Bar in den Kammerspielen und der Theaterkantine einschließlich Küche. Der Dienstleister plant und betreibt die Gastronomie, stellt Personal und erforderliche Ausstattung, bewirtschaftet Veranstaltungen und Kantine, führt Catering für eigene Veranstaltungen durch und bietet ein separates gastronomisches Konzept für die Besuchergastronomie sowie die Theaterkantine an.
Das Angebot ist bis zum 19.11.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Pachtzins30%
Das Angebot mit dem höchsten jährlichen Pachtzins erhält 30 Punkte; nachfolgende Angebote werden proportional zum Bestbieter bewertet.
- Qualität70%
Die Qualität wird anhand von zwei gastronomischen Konzepten bewertet.
Punktzahl Bieter XY = (Pachtzins Bieter XY / Pachtzins Bestbieter) × 30; nur die erste Nachkommastelle wird berücksichtigt. Qualitätskriterien werden anhand der beschriebenen Lösungsqualität mit den jeweils angegebenen Punktspannen bewertet.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBesuchergastronomie und Außengastronomie
Die Foyergastronomie im Großen und Kleinen Haus sowie zusätzliche Gastronomieflächen und die große Terrasse werden bewirtschaftet. Der Dienstleister bietet Getränke, Heißgetränke, Snacks und ein saisonales, hochwertiges Angebot an und betreibt die Theken in den Foyers sowie die Bar in den Kammerspielen. Der Service beginnt mindestens eine Stunde vor Vorstellungsbeginn und wird während sämtlicher Pausen erbracht. Bei Bedarf werden Nachgespräche, Premierenfeiern und Empfänge betreut.
Für Vorstellungspausen ist ein Vorbestellungssystem mit Reservierungszeitraum, konkreter Speisen- und Getränkeauswahl sowie einem einfachen und abwechslungsreichen Ablauf darzustellen. Das Angebot soll frische, regionale und saisonale Zutaten sowie eine reichhaltige Auswahl vegetarischer, veganer, Fisch- und Fleischangebote enthalten. Der Auf- und Abbau, das Abräumen zwischen Pausen und ein schneller Service ohne lange Wartezeiten dürfen Gäste und Theaterbetrieb nicht beeinträchtigen.
Ein mobiler Ausschank ist für ein oder zwei Open-Air-Konzerte auf dem Georg-Büchner-Platz vor und nach den Spielzeitferien sowie für Gastronomie bei etwa 15 Open-Air-Vorstellungen der Hessischen Spielegemeinschaft auf der Terrasse bereitzustellen.
Theaterkantine
Die Theaterkantine einschließlich Küche wird für Theaterbeschäftigte, Fachbesucher und Gäste betrieben. Das Angebot umfasst Frühstück, belegte Brötchen, Sandwiches, Focaccia, Eierspeisen, Hausmannskost, wechselndes Mittagessen, zusätzliche warme Speisen und Angebote nach Tageskarte. Täglich sind mindestens zwei Hauptspeisen anzubieten: eine mit Fleisch oder Fisch sowie eine vegetarische oder vegane Speise.
Eine günstige Linie mit einfachen Speisen, Wasser und alkoholfreie Grundgetränke sowie ein ausreichendes Angebot während der Vorstellungspausen sind vorzuhalten. Die Preise der zwei Hauptspeisen sowie von Wasser und einem Grundsortiment alkoholfreier Erfrischungsgetränke sind mit der Kantinenkommission abzustimmen; die Preise weiterer Getränke und warmer Speisen legt der Dienstleister selbst fest. Die Produktion der Speisen erfolgt im Haus.
Die Kantine ist Montag bis Samstag in der Regel von 08:30 bis 22:30 Uhr zu öffnen, an Sonn- und Feiertagen mindestens eine Stunde vor Vorstellungsbeginn bis zum Ende der letzten Pause. Während der Theaterferien ist die Kantine in der Regel sechs Wochen geschlossen. Die Kantinenkommission ist bei der Auswahl wesentlicher Artikel und bei Preisen einzubinden.
Catering und weitere Leistungen
Für geschlossene Veranstaltungen, Empfänge und Feiern des Theaters ist ein bevorzugtes Angebot für Bewirtungsleistungen vorzusehen. Cateringumsätze sind nachzuweisen und fließen in die umsatzabhängige Pacht ein. Außer-Haus-Catering und sonstige Belieferungen aus der Kantinenküche sind nicht Vertragsgegenstand.
Der Dienstleister stellt ergänzende und spezielle Geräte, Ausstattung und Kleininventar für die Besuchergastronomie sowie bewegliche Geräte und ergänzendes Kleininventar für die Theaterkantine bereit. Für die Außengastronomie ist ein mobiler Getränke- und/oder Speisestand mit technischer Ausstattung und Kleininventar bereitzustellen; Größe, Platzierung, technische Anforderungen und Gestaltung sind mit dem Theater abzustimmen. Erforderliche Genehmigungen und die Konzession sind beizubringen oder zu beschaffen.
Der Dienstleister betreibt und reinigt die Theken sowie die überlassenen Wirtschaftsräume, Einrichtungen, Geräte und Geschirre und übernimmt teilweise Wartung und Reparaturen. Nach der Sanierung der Kantinenküche geht die vollständige Pflicht für Reparaturen, Wartung und Ersatzbeschaffung auf den Dienstleister über. Das Theater stellt die Theken und das Inventar bereit.
Personal und Betriebsorganisation
Der Dienstleister muss den Betrieb während der Öffnungszeiten sicherstellen. Während der Kantinenöffnungszeiten ist grundsätzlich mindestens eine Kraft an der Theke erforderlich; regelmäßig von 12:00 bis 14:00 Uhr sowie abends vor Vorstellungen und in den Pausen sind mindestens zwei Kräfte einzusetzen. Die Personalplanung muss Stoßzeiten und ein hohes Gästeaufkommen abdecken, damit keine langen Wartezeiten entstehen.
Das eingesetzte Personal muss für die Aufgaben qualifiziert und geschult sein. Die Qualität ist auch bei kurzfristigem Personalausfall, insbesondere bei Krankheit, zu sichern. Art und Umfang des eingesetzten Personals sind in beiden gastronomischen Konzepten anzugeben. Der Dienstleister handelt nachhaltig, berücksichtigt regionale Lieferanten und Marken, verwendet saisonale Zutaten, soweit möglich, und achtet auf hohe Qualität, transparente Herkunftsnachweise sowie reduzierte Verpackungen und Einwegmaterialien.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenExistenz und Registereintragung
Der Bieter muss im Handelsregister eingetragen sein oder einen vergleichbaren Nachweis für Existenz und Unternehmensgegenstand vorlegen. Der Handelsregisterauszug oder vergleichbare Nachweis darf zum Angebotsschluss nicht älänger als sechs Monate sein. Bei Bietergemeinschaften sind die Nachweise und Erklärungen grundsätzlich von allen Mitgliedern zu erbringen.
Wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre ist der Nettogesamtumsatz anzugeben. Erforderlich sind mindestens 750.000 Euro netto Umsatz pro Jahr.
Versicherungsschutz
Vorzulegen ist eine Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 5 Millionen Euro Deckungssumme je Versicherungsfall für Personen-, Sach- und Vermögensschäden. Erfasst müssen unter anderem Glasschäden sowie Feuer- und Leitungswasserschäden am Pachtobjekt nebst Inventar, Zubehör, Warenvorräten, Erzeugnissen und technischen Einrichtungen sein. Alternativ kann eine Erklärung über die Bereitschaft zum Abschluss einer entsprechenden Versicherung im Auftragsfall abgegeben werden.
Personelle Kapazität
Für die letzten drei abgeschlossenen Geschäftsjahre sind die durchschnittliche Gesamtzahl der Mitarbeitenden, die Zahl der Festanstellungen und die Zahl der Köche anzugeben. Erforderlich sind mindestens fünf festangestellte Mitarbeitende und mindestens ein Koch pro Jahr.
Referenzen
Mindestens drei vergleichbare Gastronomie-Referenzen bei kulturellen Veranstaltungen aus den Jahren 2020 bis 2026 sind nachzuweisen. Je Referenz muss ein eigener Referenzbogen mit vollständigen Angaben zum Leistungsumfang, Referenzauftraggeber, Ansprechpartner, Leistungszeitraum und durchschnittlichen jährlichen Gastronomieumsatz vorgelegt werden.
Erklärungen zu Bietergemeinschaften und Nachunternehmern
Bei einer Bietergemeinschaft sind deren Mitglieder, die Zusammenarbeit als Arbeitsgemeinschaft, die gesamtschuldnerische Haftung und ein bevollmächtigter Vertreter zu erklären. Bei Nachunternehmereinsatz sind die Erklärung zum Einsatz, die Verpflichtungserklärung und gegebenenfalls die Angaben zur Eignungsleihe vorzulegen. Nachunternehmer müssen über die technischen, personellen und wirtschaftlichen Mittel zur vertragsgerechten Leistungserbringung verfügen.
Ausschlussgründe und Tariftreue
Mit dem Angebot ist zu erklären, dass keine Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB vorliegen. Eine Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Einhaltung der Mindestlohnpflichten ist beizufügen. Bei Bietergemeinschaften sind die Erklärungen grundsätzlich von allen Mitgliedern abzugeben.
Ansprechpartner und Qualifikation
Der persönliche Ansprechpartner und seine Vertretung sind namentlich zu benennen. Namen und berufliche Qualifikationen des für die Auftragsausführung eingesetzten Personals sind anzugeben.
Mindestens drei vergleichbare Gastronomie-Referenzen bei kulturellen Veranstaltungen, beispielsweise bei Theatern, Museen oder Konzerten
Je Referenz sind Beschreibung des Leistungsumfangs einschließlich Speisen, Öffnungszeiten und Personal, Name und Anschrift des Referenzauftraggebers, Ansprechpartner mit Telefonnummer, Leistungszeitraum sowie durchschnittlicher jährlicher Gastronomieumsatz in Euro netto anzugeben.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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