Erkundungsbohrungen 2027 für die OU Eschenhahn
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenGeotechnische Erkundungsleistungen für die B 275 Ortsumgehung Idstein/Eschenhahn im Jahr 2027. Gefordert sind unter anderem Bohrungen, Sondierungen, Schürfe, Probenahmen, Laboruntersuchungen, Grundwassermessstellen, Verkehrssicherung, Vermessung, Entsorgung sowie die Erstellung geotechnischer Gutachten und Versuchsauswertungen.
Das Angebot ist elektronisch in Textform über die Vergabeplattform Land Hessen mit AI Bietercockpit einzureichen. Angebotsfrist: 24.11.2026
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Die Wertungssumme wird aus der nachgerechneten Angebotssumme ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, gegebenenfalls monetarisierter Zuschlagskriterien sowie eines unbedingten Nachlasses. Für Angebote von Werkstätten für Behinderte wird ein Bonus von 15 v. H. berücksichtigt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaugrundaufschluss und Sondierung
Im Leistungsverzeichnis sind insgesamt 430 m senkrechte Baugrundaufschlussbohrungen vorgesehen: 308 m bis 10 m Endtiefe und 122 m mit 10 bis 20 m Endtiefe. Hinzu kommen 4 Bohrlochrammsondierungen, 4 Asphaltkernbohrungen bis etwa 0,50 m sowie 2 Baggerschürfe. Die Geräteeinsätze erfolgen an den im Programm und Leistungsverzeichnis bezeichneten Ansatzpunkten mit Raupenbohrgeräten; Bohrschnecken sind nicht zulässig.
Probenahme, Lagerung und Transport
Vorgesehen sind 135 Kernproben mit 1,00 m Kernlänge, 135 Schichtproben, 295 weitere Kernproben, 294 weitere Schichtproben und 1 Probe mittels Entnahmegerät. Wasserproben sind temperaturgeschützt oder gekühlt zu lagern und innerhalb von 24 Stunden an das ausgewählte Labor zu übergeben. Proben und Bohrgut werden geschützt gelagert sowie zu sieben Transporten zum Endlager Hessen Mobil Wetzlar und zu 20 Transporten zum externen Probelabor gebracht.
Laboruntersuchungen und Gutachten
Das Leistungsverzeichnis umfasst unter anderem 71 Probenaufbereitungen Gesamtfraktion, 71 Aufbereitungen der Fraktion kleiner 2 mm, 71 EBV-/Eluat-Untersuchungen, 71 LAGA-Bodenuntersuchungen, 71 erweiterte DepV-Untersuchungen sowie 65 Bestimmungen von Heizwert und AT4. Zusätzlich sind 30 Mischproben und 25 Rückstellproben mit 12-monatiger Lagerung vorgesehen. Das gesamte Baugrundgutachten ist in drei Teilabschnitten nach DIN 4020 zu erstellen.
Grundwasser- und Felduntersuchungen
Vorgesehen sind 5 Grundwassermessstellen, 4 Pumpversuche, 4 Bohrlochscans, 1 Open-End-Test und 4 Wasseranalysen. Wasserproben werden nach DIN 4030 dokumentiert; Bohrlochscans sind je nach Grundwasserlage optisch beziehungsweise akustisch durchzuführen und als Papier-, PDF- und Datenfassung sowie als Kurzbericht zu übergeben.
Baustelleneinrichtung und Verkehrssicherung
Die Baustelle ist einzurichten, betriebsfertig bereitzustellen und nach Leistungsende zu räumen. Vorgesehen sind ein Kernzwischenlager von mindestens 300 m² über 150 Arbeitstage, Verkehrssicherung für B275 und K706 nach RSA und Regelplan C I/5, mobile Lichtsignalanlagen mit 120 beziehungsweise 24 Betriebsstunden sowie Schutzplanken und zugehörige FRS-Pfosten.
Abstimmung, Verfüllung und Entsorgung
Leitungsinformationen sind einzuholen und Versorger abzustimmen. Für die Bodenerkundung im Wasserschutzgebiet WSG III ist ein Havariekonzept aufzustellen, abzustimmen, freizugeben und im Personal einzuführen; erforderliche Meldungen sind durchzuführen. Bohrlöcher sind fachgerecht zu verfüllen und Verkehrsflächen wiederherzustellen. Bohr- und Probengut ist bis einschließlich LAGA-Zuordnungswert Z2 zu verwerten oder zu entsorgen; Entsorgungsnachweise sind vorzulegen.
Bindemittel- und Dammaufbauuntersuchungen
Für den Dammaufbau in der Wasserschutzzone II sind ein Versuchsprogramm einzurichten, zu betreuen und auszuwerten. Vorgesehen sind 3 Eignungsversuche, 3 Proctorversuche, 2 Durchlässigkeitsversuche sowie 5 Auslaugversuche am Ausgangsboden und vergüteten Tonschiefer. Die Ergebnisse sind in einem geotechnischen Bericht darzustellen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmenseignung
Die Vergabe erfolgt ausschließlich an Untersuchungsinstitute, die nach DIN EN ISO/IEC 17025 akkreditiert sind; die Akkreditierung muss alle angegebenen Untersuchungsparameter betreffen. Gleichwertige Bescheinigungen aus anderen EU-Mitgliedstaaten werden anerkannt. Zusätzlich ist der Nachweis des DVGW-Arbeitsblatts W 120 zu erbringen.
Personal und technische Leistungsfähigkeit
Erfahrenes und zuverlässiges Bohrpersonal sowie Fachkräfte nach DIN EN ISO 22475-1 für Bohrgeräteführung, Probenahmen und Feldversuche müssen eingesetzt werden. Ein technischer Bauleiter sowie ein qualifizierter Bohrgeräteführer beziehungsweise Bauleiter müssen benannt und verfügbar sein. Für Bohrgeräteführung, Probenahmen und Feldversuche gilt die geforderte deutschsprachige Beherrschung. Der Probenehmer für Probenahmen nach LAGA PN 98 benötigt ein Schulungszertifikat.
Geräte und operative Ausstattung
Zwei geeignete, dem Stand der Technik entsprechende Bohrgeräte müssen gleichzeitig eingesetzt werden können. Die Geräte müssen für die geforderten Bohrtiefen geeignet sein und eine Leistungsreserve für mögliche Tieferführungen besitzen. Für Rammsondierungen ist ein geeignetes Gerät bis 30 m Tiefe und mindestens 50 mm Bohrdurchmesser sowie geeignetes Kern- und Probenahmewerkzeug und erforderliche Verrohrung vorzuhalten.
Nachweise und wirtschaftliche Angaben
Die Eigenerklärung zur Eignung beziehungsweise die Einheitliche Europäische Eigenerklärung ist auszufüllen, sofern kein anderer Eignungsnachweis zugelassen ist. Auf gesondertes Verlangen können Handelsregister- und Gewerbenachweise, Handwerksrollen- oder IHK-Eintragungen, Unbedenklichkeitsbescheinigungen, Umsatznachweise, Angaben zu jahresdurchschnittlich Beschäftigten und Preisermittlungsunterlagen verlangt werden. Konkrete Mindestumsatzbeträge und quantitative Mindestbesetzungsanforderungen sind nicht eingetragen.
Vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren; das Eignungsformular sieht bis zu drei Referenzfelder vor.
Referenzbescheinigungen über ordnungsgemäße Ausführung und Ergebnis auf gesondertes Verlangen; weitere Referenzen können auf gesonderter Anlage angegeben werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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