Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Weißenborn/Erzgeb. (ca. 2.439 Einwohner, Landkreis Mittelsachsen) sucht einen externen Dienstleister für die Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung nach Wärmeplanungsgesetz (WPG) und Sächsischer Wärmeplanungsverordnung.
Über die gesetzlichen Mindestanforderungen hinaus soll eine integrierte Energieentwicklungsstrategie erstellt werden, die Wärme, Strom, Gas, erneuerbare Erzeugung, Speicher, Netze und industrielle Energie- und Stoffströme gemeinsam betrachtet. Besonderer Fokus liegt auf den beiden Industriebetrieben Felix Schoeller GmbH & Co. KG (Papierfabrik) und Microcellulose Weißenborn GmbH & Co. KG.
Die Planung umfasst Eignungsprüfung, Bestands- und Potenzialanalyse, Zielszenarien mit Entwicklungspfaden bis 2045 (Zwischenziele 2030/2035/2040), Umsetzungsstrategie sowie Dokumentation und Öffentlichkeitsbeteiligung. Im Projektverlauf sind 24 Präsenztermine in Weißenborn/Erzgeb. zu absolvieren (1 Auftakt, 14 Folgeberatungen, 4 Arbeitstreffen – davon je 1 vor Ort bei den Industriepartnern – 3 Gemeinderatspräsentationen, 1 Öffentlichkeitsveranstaltung, 1 Abschlussgespräch).
Angebotsabgabe: elektronisch über www.evergabe.de bis spätestens 11.09.2026, 10:00 Uhr. Leistungszeitraum 01.10.2026 bis 31.12.2027.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut VergabeunterlagenLeistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektstruktur und Laufzeit
Leistungsbeginn voraussichtlich 01.10.2026, Leistungszeitraum bis 31.12.2027 (ca. 15 Monate).
Fachliche Analysen und Entwurf des Wärmeplans bis ca. 30.06.2027, anschließend gesetzlich vorgeschriebene Auslegungs- und Stellungnahmefrist (mindestens 1 Monat).
Die Ausschreibung umfasst ein Los (Gesamtvergabe); keine Losaufteilung.
Leistungsort: Gemeindeverwaltung Weißenborn/Erzgeb., Frauensteiner Str. 14, 09600 Weißenborn.
Arbeitspakete (Phasen 0 bis G sowie BFÖ)
Phase 0 – Projektmanagement: Projektorganisation, Prozessmanagement, Datenmanagement/Vertraulichkeit, Qualitätsmanagement.
Phase A – Eignungsprüfung: Teilgebietsdefinition, Bewertung für Wärmenetze, Wasserstoffnetze und dezentrale Versorgung; Berücksichtigung industriell geprägter Prüfgebiete.
Phase B – Bestandsanalyse: Gebäude- und Siedlungsstruktur, Energieinfrastruktur (Wärme-, Strom-, Gasnetze), Energiemengen, THG-Emissionen, industrielle Ankerstandorte Felix Schoeller und Microcellulose.
Phase C – Potenzialanalyse: Energieeinsparung, unvermeidbare Abwärme, erneuerbare Wärme (Geothermie, Solarthermie, Wasserstoff etc.), erneuerbarer Strom, Wärmespeicher, Flexibilität und Sektorenkopplung.
Phase D – Zielszenario: Mindestens 3 Entwicklungsszenarien inkl. industrieintegriertem Szenario, maßgebliches Zielszenario, Einteilung der Wärmeversorgungsgebiete, gesamtenergetisches Zielbild mit Pfaden 2030/2035/2040/2045.
Phase E – Umsetzungsstrategie: Maßnahmenkatalog mit mindestens 8 priorisierten Maßnahmen, Verstetigungsstrategie, Controlling-Konzept, Förder- und Finanzierungsfahrplan.
Phase F – Dokumentation: Karten/Pläne, Fachgutachten (5 Druckexemplare plus barrierearme PDF), Energiedaten, GIS-Daten, Präsentationsunterlagen.
Phase G – Integrierte Energieentwicklungsstrategie: Kommunales Gesamtenergiemodell, räumliches Energiekonzept, Industrie-Kommune-Kooperationsmodell, strategisches Maßnahmenportfolio.
Phase BFÖ – Akteurs- und Öffentlichkeitsbeteiligung: Kommunikationsstrategie, Beteiligung von Verwaltung, Politik, Industrie und Netzbetreibern, Öffentlichkeitsveranstaltungen, Auswertung der Stellungnahmen.
Industrieller Fokus
Besondere Vertiefung für die Industriestandorte Felix Schoeller GmbH & Co. KG (Papierfabrik) und Microcellulose Weißenborn GmbH & Co. KG (Zellstoffproduktion):
Präsenztermine vor Ort
Insgesamt 24 geschuldete Präsenztermine in Weißenborn/Erzgeb.:
Mindestarbeitszeit je Vor-Ort-Termin: mindestens 2,00 Stunden. Bei jedem Termin muss die Projektleitung oder die stellvertretende Projektleitung anwesend sein. Weitere Präsenztermine sind nicht vorgesehen und dürfen nicht angeboten werden.
Preisgestaltung und Kalkulationsregeln
Angebot als Pauschalfestpreis; Reisezeiten, Fahrtkosten und Arbeitszeiten vor Ort sind eingepreist und dienen nur der Plausibilisierung.
Einreichung als vollständig ausgefüllte Excel-Datei (alle gelben Felder, Stundensätze P1–P10, Funktionszuordnung, Stunden je Arbeitspaket und Person, Präsenztermin-Kalkulation) plus unterzeichnetes PDF des Tabellenblatts 'Gesamtsumme_Angebot'.
Daten und Vertraulichkeit
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenMindestrollen im Projektteam
Verpflichtende Rollen mit folgenden Mindestanforderungen:
Mehrere Rollen können durch eine Person abgedeckt werden; PL und stellv. PL müssen jedoch verschiedene Personen sein.
Unternehmensbezogene Eignung
Referenzanforderungen (Überblick)
Unternehmensbezogen:
Personenbezogen:
Referenzen dürfen durch Bietergemeinschaftsmitglieder oder Nachunternehmer nachgewiesen werden. Personen- und unternehmensbezogene Referenzen dürfen sich auf dasselbe Projekt beziehen.
Kommunale Wärmeplanung o.ä. (Unternehmensreferenz)
Vergleichbare kommunale Energie-/Infrastrukturkonzepte; Nachweis durch Referenzblätter
Industrielle Energieeffizienz-/Transformationsanalyse (Unternehmensreferenz)
Mit thermischen Prozessanlagen, Brenner-/Feuerungs-, Dampf- oder Trocknungssystemen
Verfahrenstechnisches Projekt (Unternehmensreferenz)
Energie-/Stoffbilanzen, Wärmerückgewinnung oder Prozessintegration
Persönliche Referenz Projektleitung (kommunale Wärmeplanung)
Verschieden von der Referenz der stellv. PL
Persönliche Referenz stellv. Projektleitung (kommunale Wärmeplanung)
Verschieden von der Referenz der PL
Persönliche Referenz Fachverantwortung Thermoprozesstechnik
Industrielle Brenner-, Feuerungs-, Kessel-, Dampf- oder Trocknungssysteme
Persönliche Referenz Fachverantwortung Verfahrenstechnik
Energie-/Stoffbilanzen, Wärmerückgewinnung, Prozessintegration oder industrielle Medienkreisläufe