Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Gemeinde Ottendorf-Okrilla für die Fäkalienentsorgung aus dezentralen Abwasseranlagen (DzA) im Gemeindegebiet. Als Auftragnehmer saugen Sie Bodenschlamm, Schwimmschlamm und Abwasser aus verschiedenen Anlagentypen (Sammelgruben, Fäkaliengruben, Kleinkläranlagen, Mehrkammeranlagen, Pumpenschächte) ab und fahren diese zur Kläranlage Ottendorf-Okrilla.
Was Sie wissen müssen:
Wichtig für die Bewerbung: 3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren sind nachzuweisen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Wertungspreis in LV-Position 1.1100%
Nachgerechnete Angebotssumme unter Berücksichtigung von Nachlässen; Zuschlag auf den niedrigsten Wertungspreis in LV-Position 1.1.
Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen unter Berücksichtigung von Nachlässen ermittelt. Der Zuschlag wird auf den niedrigsten Wertungspreis in LV-Position 1.1 erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenKernaufgabe – Absaugen und Transport
Sie saugen Bodenschlamm, Schwimmschlamm und Abwasser aus den unten genannten Anlagentypen vollständig ab und fahren die Stoffe zur Fäkalienannahmestation der Kläranlage Ottendorf-Okrilla (An den Röderwiesen 7, 01458 Ottendorf-Okrilla, werktags 6–15 Uhr geöffnet). Die Entleerung erfolgt nach DIN 4261 und DWA-A 221 ausschließlich von oben über die vorgesehenen Entnahmeöffnungen.
Entsorgte Anlagentypen
Entsorgt werden u. a.:
Auch kleine Anlagen mit ≤ 1 m³ sind vollständig zu entleeren.
Ablauf und Organisation
Auftragsannahme: Sie nehmen Bestellungen werktags (Mo–Fr, 07:00–16:00 Uhr) entgegen, gleichen die Angaben mit den Kundendaten ab (Kundennummer, Name, Anschrift, Telefon) und erstellen eigene Tourenpläne.
Reaktionszeiten:
Satellitenentsorgung: Ist die normale Entsorgung nicht möglich (z. B. Schlauchlänge > 50 m oder Tonnage-/Wegebegrenzungen), ist ein Kleinfahrzeug im Gemeindegebiet vorzuhalten und eine Satellitenentsorgung durchzuführen.
In Kleingartenanlagen (KGV) ist eine Sammelentsorgung erst ab mindestens 3 Anlagen oder mindestens 2 m³ vorgesehen.
Schlauchlängen und Technik
Schlauchlängen bis 20 m sind im Grundpreis enthalten. Längere Schläuche werden nach LV-Position 2 abgerechnet. Bei Längen über 100 m ist die Gemeinde vorab zu informieren. Für Höhenunterschiede über 10 m stellen Sie die nötige Technik selbst bereit.
Vorzuhalten sind u. a.:
Dokumentation und Rechnung
Jede Entsorgung wird über Entsorgungsnachweise und Lieferscheine dokumentiert; die Mengenübermittlung erfolgt digital.
Menge und Vertragslaufzeit
Jahresmenge: ca. 550 m³ Fäkalschlamm/Abwasser pro Jahr (nach Anschluss weiterer Grundstücke reduziert von ursprünglich 750 m³/Jahr).
Vertragslaufzeit:
Kommunikation: Halbjährlicher Erfahrungsaustausch mit der Gemeinde.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenZuverlässigkeit und rechtliche Voraussetzungen
Sie dürfen sich nicht in Liquidation befinden, es darf kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt sein, und gegen Sie darf keine schwere Verfehlung (Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze) sowie kein Verstoß gegen das Schwarzarbeiterbekämpfungsgesetz, SGB III, AÜG oder § 266a StGB vorliegen.
Außerdem erwartet die Vergabestelle:
Finanzielle und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit
Gefordert wird eine Betriebshaftpflichtversicherung mit folgenden Mindestdeckungssummen:
Zusätzlich ist der Umsatz des Unternehmens der letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahre – soweit vergleichbare Leistungen betreffend – anzugeben (bei ARGE incl. Anteilsangaben).
Auf eine Sicherheit für Vertragserfüllung und für Mängelansprüche wird verzichtet.
Technische und personelle Leistungsfähigkeit
Personal: Sie beschäftigen Ver- und Entsorger (oder vergleichbar ausgebildetes Personal) mit Sachkundenachweis zur Schlammentsorgung aus Kleinkläranlagen (DWA oder gleichwertig). Liegt der Nachweis noch nicht vor, muss er innerhalb von 12 Monaten nach Auftragserteilung erbracht werden. Außerdem sind eine Fahrerliste mit Unterschriftprobe und die durchschnittliche Personalstärke der letzten 3 Jahre (technisches Leitungspersonal separat) anzugeben.
Technik: Benennen Sie Fabrikat und technische Parameter der Fahrzeuge (Saugfahrzeug und/oder kombiniertes Saug-Spül-Fahrzeug, ggf. Kleinfahrzeug, HDS für Endreinigung etc.).
Leistungszusagen:
Referenzen
Sie müssen 3 vergleichbare Referenzen über Leistungen zur Fäkalienentsorgung aus dezentralen Abwasseranlagen aus den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren nachweisen. Jede Referenz enthält: Auftraggeber (mit Ansprechpartner und Telefonnummer), Art der Leistung, Auftragswert, Ausführungszeitraum, Zahl der durchschnittlich eingesetzten Arbeitnehmer und Angabe zur vertraglichen Bindung (Hauptauftragnehmer, ARGE-Partner, Nachunternehmer). Auf Verlangen sind auch Nachunternehmer-Referenzen vorzulegen.
Bietergemeinschaften und Nachunternehmer
Bietergemeinschaften: Alle Mitglieder geben eine Erklärung in Textform ab (Bildung ARGE, bevollmächtigter Vertreter, gesamtschuldnerische Haftung).
Nachunternehmer: Weitergabe ist nur bis max. 50 % des Auftragswertes und nur mit Zustimmung der Gemeinde zulässig. Auf Verlangen sind Name und Eignungsnachweise der Nachunternehmer vorzulegen. Bevorzugt sollen mittelständische Unternehmen beteiligt werden.
Vergleichbare Leistungen zur Fäkalienentsorgung aus dezentralen Abwasseranlagen (Sammelgruben, Fäkaliengruben, Kleinkläranlagen etc.) in den letzten 3 abgeschlossenen Kalenderjahren
Auftraggeber (mit Ansprechpartner und Telefonnummer), Art der Leistung, Auftragswert, Ausführungszeitraum, Zahl durchschnittlich eingesetzter Arbeitnehmer, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer / ARGE / Nachunternehmer). Bei Einsatz von Nachunternehmern auf Verlangen auch deren Referenzen.