Gemeinde Biebesheim, Jahres-Rahmenvertrag Tiefbau
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenÖffentliche Ausschreibung der Gemeinde Biebesheim am Rhein über einen Jahres-Rahmenvertrag für Tiefbauleistungen (Kanal- und Straßenbauarbeiten) für 2027 mit Verlängerungsoption um ein weiteres Jahr.
Geschätztes jährliches Auftragsvolumen: rund 120.000 € brutto. Einzelaufträge werden im Laufe des Jahres abgerufen. Bei Notfällen müssen die Arbeiten innerhalb von maximal 2 Stunden nach Auftragserteilung beginnen – auch mündlich. Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit kann erforderlich werden.
Wesentliche Anforderungen:
Angebotsfrist: 11.11.2026 um 10:30 Uhr, Bindefrist endet am 18.12.2026.
Verfahrensart: Auf- und Abgebotsverfahren nach VOB/A Abschnitt 1. Keine Losaufteilung.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen; Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand der Rahmenvereinbarung
Jährliche Unterhaltungsarbeiten an Straßen, Feldwegen und Kanälen in der Gemeinde Biebesheim am Rhein im Tief- und Straßenbau. Es handelt sich um eine Rahmenvereinbarung – der Auftragnehmer erhält Einzelaufträge für konkrete Maßnahmen. Geschätztes jährliches Auftragsvolumen rund 120.000 € brutto. Bei Bedarf sind Aufträge auch an Nachunternehmer oder Gemeinschaften möglich.
Notfall- und Reaktionszeiten
Notfalleinsätze müssen innerhalb von maximal 2 Stunden nach Auftragserteilung beginnen. Die Beauftragung kann in Notfällen mündlich erfolgen und ist anschließend in Textform zu bestätigen. Nachtarbeit, Sonn- und Feiertagsarbeit können erforderlich werden und werden nach Zuschlagsregeln vergütet.
Verkehrssicherung, Baustelleneinrichtung und Vorbereitung
Positionen umfassen: Lichtzeichenanlagen, Umleitungsbeschilderung, Baustelleneinrichtung, Behelfsbrücken, Baumschutz und Aufstellen der erforderlichen Verkehrszeichen. Verkehrsrechtliche Anordnungen werden in Abstimmung mit dem Auftraggeber beantragt.
Erdarbeiten, Gräben und Wasserhaltung
Oberbodenarbeiten, Erdarbeiten, Baugruben und Gräben sowie Wasserhaltung (bis 2 l/s auf 50 m Grabenlänge). Herstellen von Muffenlöchern und Rohrauflagern, Baugrubenabsteifung (auf Anforderung der Bauleitung) und statische Berechnungen für Bauwerke/Rohrleitungen falls erforderlich.
Tragschichten, Oberflächen und Pflaster
Ungebundene Tragschichten, Asphalt-, Beton- und Pflasterarbeiten, Borde und Rinnen. Natursteinpflaster mit Prüfzeugnissen zur Frost-Tausalz-Beständigkeit. Eigenüberwachungsprüfungen (z. B. Verdichtungsnachweise) sind dem Auftraggeber dreifach vorzulegen. Prüfzeugnisse für Materialien sind mitzuliefern.
Kanäle, Schächte und Leitungsbau
Pressungen/Spülbohrungen, Kunststoffrohre, Steinzeugrohre, Stahlbeton- und Gussrohre, Anschlüsse, Schächte, Kabelarbeiten. Dokumentation je Kanalhausanschluss: Beschriftung (Straße, Hausnummer) vor dem Verfüllen, drei Fotos (Gesamtansicht und Leitungen mit Beschriftung), Einmessung an der Grundstücksgrenze als Skizze. Dichtigkeitsprüfungen, Entsorgungsnachweise/Begleitscheine bei teerhaltigem Aufbruch.
Arbeiten auf Nachweis und Stundenlohn
Positionen für Arbeitskräfte, Baugeräte, Transportleistungen und Materiallieferungen. Stundenlohnzettel sind zweifach zur Anerkennung/Unterschrift vorzulegen. Lieferscheine und Soll-Ist-Vergleiche dienen als Einbaunachweis. Stundenlohnarbeiten werden ohne Wegezeiten vergütet.
In Einheitspreise einzurechnende Nebenleistungen
Muffenlöcher und Grabensohle als Rohrauflager, Wasserhaltung bis 2 l/s auf 50 m, Nacharbeiten bei Setzungen, Sicherung kreuzender Leitungen/Kabel bis 5 m inkl. Handschachtung, Kopflöcher, Freilegen von Rohrleitungen/Anschlüssen/Armaturen, Einziehen von Saumbohlen ohne Verbau. Auch Erschwernisse bei abschnittweisem Bauen und die Reinigung verschmutzter Kanalrohre sind einzurechnen. Eigenverantwortliche Prüfung auf Leitungsfreiheit.
Preisgleitklausel
Festpreisphase 24 Monate ab Angebotsabgabe. Danach Anpassung der Einheitspreise über eine Preisgleitklausel mit Anteilen für Gemeinkosten (PG), Lohn (PL) und Material (PM), maßgeblicher Tarifvertrag/Entgeltgruppe sowie Materialindex mit Basisjahr.
Allgemeine Ausführungsbestimmungen
Technische Spezifikationen gelten auch in gleichwertiger Ausführung. Es gelten die einschlägigen ZTV-/DIN-/ATV-Regelwerke in aktueller Fassung. Lager-, Arbeitsplätze, Wasser und Strom werden vom Auftraggeber unentgeltlich bereitgestellt.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBerechtigung und Eintragung
Berechtigung zur Ausübung des Gewerbes; Nachweis durch Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Handwerksrolleneintrag (Handwerkskarte) bzw. IHK-Eintragung. Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Fachliche Eignung / Zertifizierung Kanalbau
Für Kanalbauleistungen ist die RAL-GZ 961 Zertifizierung (aktuell) nachzuweisen.
Wirtschaftliche/finanzielle Eignung
Geordnete Steuer- und Sozialabgabeverhältnisse: Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Sozialkasse, Finanzamt (inkl. Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG) und Berufsgenossenschaft (mit Lohnsummen). Gegebenenfalls rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan vorzulegen.
Leistungsfähigkeit (Personal und Referenzen)
Erklärung zur Zahl der in den letzten drei Jahren jahresdurchschnittlich beschäftigten Arbeitskräfte, gegliedert nach Lohngruppen, mit gesondert ausgewiesenem Leitungspersonal. Referenznachweise vergleichbarer Leistungen auf Verlangen der Vergabestelle.
Haftpflichtversicherung
Betriebshaftpflichtversicherung mit mindestens 2.000.000 € Deckungssumme für Personenschäden und mindestens 500.000 € für Sachschäden.
Tariftreue und Mindestlohn (HVTG)
Verpflichtungserklärung, den Beschäftigten bei Auftragsausführung mindestens das gesetzliche bzw. tarifliche Mindestentgelt zu zahlen. Keine Verurteilung/Bußgeld von mindestens 2.500 € nach § 21 MiLoG. Bei Nachunternehmen sind diese vertraglich auf §§ 4, 5, 10 HVTG zu verpflichten; deren Verpflichtungserklärung ist vor Ausführungsbeginn vorzulegen. Ab 25.12.2026 ist für jedes Nachunternehmen die Präqualifikationsnummer Tarif zwingend anzugeben.
Ausschluss wegen unzulässiger Wettbewerbsbeschränkung
Angebote von Bietern, die an einer unzulässigen Wettbewerbsbeschränkung beteiligt sind, werden ausgeschlossen.
Eignung im Übrigen (Präqualifikation)
Präqualifizierte Unternehmen können den Eignungsnachweis durch den Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für die Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. führen. Nicht präqualifizierte Unternehmen legen mit dem Angebot die ausgefüllte Eigenerklärung zur Eignung vor; auf Verlangen folgen amtliche Bescheinigungen.
Referenznachweise vergleichbarer Leistungen
Art/Umfang ergibt sich aus Formblatt 124 (Eigenerklärung zur Eignung); Nachweise nur auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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