Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDer Landkreis Eichsfeld schreibt die Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes öffentlich aus. Das Konzept soll kreiseigene Liegenschaften (Verwaltungsgebäude, Schulen, Turn- und Sporthallen, Rettungswachen, Deponien u. a.) und eine kreisweite Betroffenheitsanalyse (Bevölkerung, Grünstrukturen, Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Verkehr) betrachten. Gefordert sind Bestandsaufnahme, Betroffenheits- und Vulnerabilitätsanalyse, Maßnahmenkatalog (mindestens 30 % naturbasierte Lösungen), Gesamtstrategie, Verstetigungs- und Controlling-Konzept sowie eine Kommunikationsstrategie. Geboten wird ausschließlich elektronisch; Angebote werden nach mehreren qualitativen Zuschlagskriterien bewertet, der Nettopreis ist auf 75.000 € gedeckelt.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis30%
Angebotspreis, gedeckelt mit max. 75.000 € netto. Angebote über der Preisobergrenze werden ausgeschlossen. Bewertung mittels Interpolation zum günstigsten Angebot.
- Qualität und Methodik60%
Konzeptionelle und methodische Qualität des Angebots, bestehend aus vier gleichgewichteten Unterkriterien à 25 %.
- Projektorganisation und Zeitplanung10%
Projektorganisation und Zeitplanung, bestehend aus zwei gleichgewichteten Unterkriterien à 50 %.
Preiswertung: Punkte Preis = 100 x (Günstigstes abgegebenes Angebot / Angebot des jeweiligen Bieters). Qualitative Kriterien werden durch eine fachkundige Kommission nach einem 6-stufigen Bewertungsschlüssel (0/20/40/60/80/100 Punkte) bewertet, Durchschnitt der Einzelbewertungen je Unterkriterium. 0 Punkte bei einem Unterkriterium führt zum Ausschluss.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGegenstand und Rahmen
Erstellung eines integrierten Klimaanpassungskonzeptes für den Landkreis Eichsfeld (ca. 100.000 Einwohner, Thüringen) als förderfähiges Erstvorhaben nach der ANK-/DAS-Förderrichtlinie (Zuwendungsbescheid 67DAAN2491).
Arbeitspakete der Konzepterstellung
1. Bestandsaufnahme – Recherche, Erhebung und Aufarbeitung von Klimadaten (aktuell und künftige Entwicklung)
2. Betroffenheitsanalyse – Identifikation von Hotspots im Liegenschafts- und Gebäudebestand sowie kreisweit (Bevölkerung, Grünstrukturen, Landwirtschaft, Wasserhaushalt, Verkehr, kommunale Infrastruktur)
3. Vulnerabilitätsanalyse – Bewertung von Empfindlichkeit und Anpassungskapazität; Fokus auf kreiseigene Liegenschaften
4. Integration der Hotspots in ein nachhaltiges kommunales Klimaanpassungsmanagement
5. Gesamtstrategie mit Priorisierung nach Dringlichkeit, Wirksamkeit und Umsetzbarkeit; Synergien zur Deutschen Nachhaltigkeitsstrategie
6. **Akteur*innenbeteiligung** – mindestens 5 Präsenztermine (Zwischen- und Abschlussbericht vor Gremien, Datenerhebung vor Ort)
7. Maßnahmenkatalog – Bewertung nach Wirkung, Aufwand, Priorität, Kosten und Förderkulissen; mindestens 30 % naturbasierte Lösungen (z. B. Dach-/Fassadenbegrünung, Entsiegelung, Versickerungsmulden); semiquantitativer Ansatz als Mindeststandard, monetäre Quantifizierung in Steckbriefen soweit Daten vorhanden
8. Controlling- und Verstetigungsempfehlungen
9. Öffentlichkeitsarbeit und Sensibilisierung
Berücksichtigte Liegenschaften und Räume
Das Konzept betrachtet schwerpunktmäßig die kreiseigenen Liegenschaften, u. a.:
Datenbereitstellung durch das Liegenschaftsamt: GIS-Daten, Gebäudedaten, Baujahre, Flächen, Nutzungen, Energieverbräuche.
Konzeptstruktur
Das Konzept ist in folgende Bausteine zu gliedern:
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung und Referenzen
Qualifikation des Projektteams
Das vorgesehene Projektteam ist darzustellen, inklusive Nachweisen relevanter Qualifikationen (Master/Diplom) und Vertreterregelungen. Geeignete Fachrichtungen sind u. a.:
Weitere Nachweise
Budgetrahmen
Drei vergleichbare Referenzen aus den letzten drei Jahren – erfolgreich abgeschlossene Klimaanpassungskonzepte, Klimarisikoanalysen oder Machbarkeitsstudien für kommunale Liegenschaften sowie Nachweise zur Abwicklung von DAS-Förderprojekten (Deutsche Anpassungsstrategie).
Die Anforderungen (DAS-Fördererfahrung und kommunale Liegenschaften) müssen in der Gesamtheit der drei Referenzen abgedeckt sein, nicht zwingend in jeder einzelnen. Laufende Projekte zählen, wenn bereits wesentliche Teilleistungen erbracht wurden. Auch für eingesetzte Nachunternehmer sind Referenznachweise einzureichen.