Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenVier sächsische Kommunen (Bad Elster, Markneukirchen, Adorf/Vogtl., Bad Brambach) schreiben gemeinsam die Erstellung ihrer kommunalen Wärmepläne als Beratungs-/Planungsleistung gemäß Wärmeplanungsgesetz aus. Die Leistung umfasst Eignungsprüfung, Bestands- und Potenzialanalyse, Zielszenario, Umsetzungsstrategie, Dokumentation sowie Beteiligung von Fachakteuren und Öffentlichkeit. Ein einheitliches Angebot für alle vier Kommunen ist zwingend; jedes Los/jede Kommune erhält nach Zuschlag einen eigenen Vertrag. Es handelt sich um eine Verhandlungsvergabe mit Teilnahmewettbewerb.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Angebotspreis40%
Gesamthonorar des Konvois (alle vier Gemeinden). Maximal 5 Punkte für das niedrigste wertbare Preisangebot. Weitere Angebote werden nach der Formel P = 5 × (niedrigster Preis / Angebotspreis) bewertet.
- Bearbeitungskonzept und Methodik30%
Darstellung der konkreten Arbeitsschritte der KWP (Eignungsprüfung, Bestandsanalyse, Potenzialanalyse, Zielszenario, Wärmeversorgungsgebiete, Umsetzungsstrategie). Berücksichtigung der Besonderheiten einer ländlich geprägten Kommune, Differenzierung zwischen verdichteten und dezentralen Ortsteilen, Umgang mit Datenlücken und Datenqualität sowie strukturierte, georeferenzierte digitale Ergebnisbereitstellung gemäß XWärmeplan/XPlanung der XLeitstelle.
- Projektteam und Projektorganisation20%
Konkret eingesetztes Personal: Qualifikation und KWP-Erfahrung der Projektleitung und Stellvertretung, Projektorganisation, Anzahl/Funktion der Mitarbeiter, Verantwortlichkeiten, Vertretungsregelung, Verfügbarkeit der Schlüsselpersonen, Qualitätssicherung und personelle Kapazitäten zur Gewährleistung der Leistung innerhalb der Vertragslaufzeit.
- Kommunikation, Beteiligung und Ergebnistransfer10%
Kommunikation und Abstimmung mit der Kommune, Beteiligung relevanter Akteure (Behörden, TöB, Öffentlichkeit gem. WPG), Öffentlichkeitsarbeit, verständliche Aufbereitung der Ergebnisse sowie Übergabe und Nutzbarkeit der Ergebnisse für Verwaltung, Politik und Öffentlichkeit.
Preis: P = 5 × (niedrigster Preis / Angebotspreis), gerundet auf zwei Nachkommastellen
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAuftrag und Rahmen
Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung gemäß Wärmeplanungsgesetz (WPG) und Sächsischer Wärmeplanungsverordnung (SächsWPVO) für die vier Kommunen Bad Elster, Markneukirchen, Adorf/Vogtl. und Bad Brambach (zusammen 16.622 Einwohner).
Die Leistung ist als einheitlicher Konvoi zu erbringen; ein gemeinsames Angebot für alle vier Kommunen ist Pflicht. Nach Zuschlag schließt jede Gemeinde einen eigenen Einzelvertrag; jede Kommune vergütet nur ihr eigenes Honorar. Eine Zweckvereinbarung nach SächsKomZG liegt vor.
Es ist mit dem Angebot ein detaillierter Zeitplan mit Meilensteinen einzureichen.
Modul 0 – Projektmanagement
Projektorganisation mit Zeit-, Struktur- und Ablaufplan sowie Überwachung.
Prozessmanagement: regelmäßige Projektbesprechungen (Jourfixe virtuell alle 4–6 Wochen), Datenerhebung, Reporting.
Bei drohenden Verzögerungen ist die Kommune unverzüglich schriftlich samt Lösungsvorschlag zu informieren.
Mitwirkung an projektbezogenen Besprechungen mit Verwaltung, Politik und externen Akteuren.
Modul A – Eignungsprüfung
Bewertung von Teilgebieten auf Eignung für Wärmenetze und Wasserstoffnetze.
Identifikation von Gebieten, die für eine verkürzte Wärmeplanung in Betracht kommen.
Modul B – Bestandsanalyse
Analyse der Gebäude- und Siedlungsstruktur, der Energieinfrastruktur (Wärme-, Gasnetze, KWK-Anlagen, Speicher), der aktuellen Wärme- und Energiemengen sowie Kennzahlen zur Energienutzung.
Erstellung von Wärmedichtekarten und Bilanzierung der THG-Emissionen.
Modul C – Potenzialanalyse
Erfassung von Energieeinspar- und Effizienzpotenzialen.
Ermittlung unvermeidbarer Abwärme und erneuerbarer Energiepotenziale (Biomasse, Geothermie, Solarthermie, Umweltwärme).
Bewertung zentraler Wärmespeicherungsmöglichkeiten.
Modul D – Zielszenario
Entwicklung von Szenarien und Entwicklungspfaden (Stichjahre u.a. 2030, 2035, 2040, 2045).
Festlegung eines maßgeblichen Zielszenarios, Ableitung von Rahmendaten und Energiemengen.
Einteilung des Gemeindegebiets in Wärmeversorgungsgebiete und Darstellung der Einsparpotenziale.
Modul E – Umsetzungsstrategie
Maßnahmenentwicklung mit Verstetigungsstrategie.
Aufbau eines Controlling-Konzepts zur Fortschreibung und Wirkungsüberprüfung.
Modul F – Dokumentation
Erstellung eines Planwerks inkl. GIS-Daten und eines Fachgutachtens.
Energiekennwerte als Datentemplate nach SMWA.
Übergabe in Papierform (3-fach) sowie digital als PDF und in einem bearbeitbaren Format.
Digitale Bereitstellung nach dem aktuellen XWärmeplan-Schema der XLeitstelle – strukturiert, georeferenziert und weiterverwendbar.
Erstellung und Vortrag einer Power-Point-Präsentation.
Modul BFÖ – Beteiligung
Beteiligungsstrategie für Verwaltung, Politik und externe Akteure.
Öffentlichkeitsbeteiligung, Durchführung von Informationsveranstaltungen und Auswertung von Stellungnahmen.
Räumlichkeiten für Vor-Ort-Veranstaltungen werden von der jeweiligen Kommune bereitgestellt.
Besonderheiten der ländlich geprägten Kommunen
Kombination zentraler Ortslagen mit leitungsgebundener Infrastruktur und räumlich getrennter Ortsteile.
Umgang mit unterschiedlichen Siedlungsstrukturen und variierenden Wärme-/Anschlussdichten.
Berücksichtigung vorhandener Energie- und Wärmenetze sowie lokaler Potenziale.
Interkommunale Schnittmengen sind zu untersuchen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenBefähigung und Erlaubnis zur Berufsausübung
Eintragung im Handels- oder Berufsregister (soweit gesetzlich vorgeschrieben).
Unternehmensgegenstand muss Beratungs-, Planungs-, Ingenieur-, Energie- oder vergleichbare Leistungen umfassen.
Projektleitung: geeigneter Qualifikationsnachweis, z.B. Hochschul-/FH-Studium in Energie-/Versorgungstechnik, Energiewirtschaft, Bauingenieurwesen/Architektur, Umwelttechnik, Verfahrenstechnik, Stadt-/Raumplanung, Geografie, Klimaschutz/Klimawissenschaften oder vergleichbar.
Gleichwertige Qualifikationen und einschlägige Berufserfahrung werden anerkannt.
Berufshaftpflichtversicherung
Mindestens 1.000.000 EUR Deckung je Schadensfall für Personen-, Sach- und Vermögensschäden.
Jahresmaximierung mindestens das Doppelte der Deckungssumme.
Nachweis durch Versicherungsbestätigung oder verbindliche Erklärung; während der gesamten Vertragszeit ist Nachweis zu führen.
Erfahrung mit dem Wärmeplanungsgesetz
Nachweis aktueller Kenntnisse der gesetzlichen und fachlichen Anforderungen an die kommunale Wärmeplanung, insbesondere des WPG.
Möglich über Referenzen, Qualifikationsnachweise, Fortbildungsnachweise oder einschlägige Berufserfahrung.
Eine bestimmte Zertifizierung wird nicht zwingend gefordert.
Technische Leistungsfähigkeit (GIS/Daten)
Erfahrung in: Verarbeitung und Analyse von Geodaten, Erstellung und Auswertung von GIS-Daten, räumliche Analyse und Darstellung von Wärmebedarfen und Wärmeversorgungsstrukturen, Erstellung thematischer Karten, Verarbeitung und Plausibilisierung unterschiedlicher Datenquellen.
Referenzen
Mindestens eine Referenz über die vollständige oder in wesentlichen Teilen durchgeführte Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung oder eines vergleichbaren kommunalen Wärme-/Energiekonzeptes.
Auftraggeber: Kommune, kommunaler Zusammenschluss oder sonstiger öffentlicher Auftraggeber.
Zeitraum: innerhalb der letzten fünf Jahre (gerechnet vom Ende der Angebotsfrist), abgeschlossen oder in Umsetzungs-/Abschlussphase.
Inhalt: Wärmebedarfs-/Wärmeversorgungsanalyse, Potenzialanalysen, Zielszenarien und Maßnahmen.
Umfang: Einzelkommune oder Zusammenschluss mit insgesamt mindestens 5.000 Einwohnern.
Darstellung maximal 2 Seiten mit Auftraggeber/Ansprechpartner, Projektbezeichnung/-beschreibung, Leistungszeitraum, Leistungsumfang, Kommune/Einwohnerzahl, Auftragswert, Anteil eigener Leistung.
Ausschlussgründe
Keine zwingenden oder fakultativen Ausschlussgründe nach §§ 123, 124 GWB (z.B. Verurteilungen wegen Betrug/Bestechung/Geldwäsche, Verstöße gegen Umwelt-/Sozialrecht, Insolvenz, schwere Verfehlungen, wettbewerbswidriges Verhalten).
Bei Vorliegen eines Ausschlussgrundes: Darlegung von Selbstreinigungsmaßnahmen nach § 125 GWB.
Einhaltung Mindestlohn (§ 19 MiLOG) und AEntG.
Keine Verknüpfung zu Russland gemäß Art. 5k VO (EU) 833/2014.
Bewerber-/Bietergemeinschaften und Eignungsleihe
Anforderungen gelten in der Summe aller Mitglieder als erfüllt.
Ausgenommen von der Summierung und daher von jedem Mitglied einzeln zu erfüllen: Negativnachweise zu Ausschlussgründen, Befähigung/Erlaubnis zur Berufsausübung, Berufshaftpflichtversicherung.
Bei Eignungsleihe wirtschaftlicher Mittel: gemeinsame Haftung; Verleiher muss eigene Berufshaftpflicht nachweisen.
Bei Eignungsleihe technischer/beruflicher Mittel (z.B. Referenzen): Verleiher muss die Leistung tatsächlich erbringen; Verpflichtungserklärung des Drittunternehmens erforderlich.
Mindestens eine Referenz über vollständige oder in wesentlichen Teilen durchgeführte Erstellung einer kommunalen Wärmeplanung oder eines vergleichbaren kommunalen Wärme-/Energiekonzeptes
Auftraggeber öffentlich (Kommune, kommunaler Zusammenschluss, sonstiger öffentlicher Auftraggeber); Inhalt: Ermittlung/Bewertung Wärmebedarf/Wärmeversorgung, Potenzialanalysen, Entwicklung Zielszenarien und Maßnahmen; Darstellung max. 2 Seiten mit Auftraggeber/Ansprechpartner, Projektbezeichnung, Leistungszeitraum, Leistungsumfang, Kommune/EW, Auftragswert, Anteil eigener Leistung