L3076_Dalwigksthal_Rechen
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Hessen Mobil vergibt die Erneuerung und Erweiterung einer automatischen Treibgutrechenanlage in Lichtenfels-Dalwigksthal.
Die Leistung umfasst den Rückbau der alten Anlage sowie Lieferung, Montage, Verkabelung, Programmierung und Inbetriebnahme eines neuen kettenbandgezogenen Treibgutrechens mit Außenschaltschrank, Pegelmesstechnik, SPS, Bedienpanel, LTE- und Fernwirkfunktionen. Hinzu kommen Straßenbau- und Erdarbeiten, Prüfungen, Abnahmen, Einweisung, Dokumentation sowie vierjährige Wartung mit Störungsdienst.
Das Angebot ist elektronisch in Textform über vergabe.hessen.de mit dem AI Bietercockpit einzureichen. Nebenangebote und mehrere Hauptangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Zuschlagskriterium Preis100%
Die Wertungssumme wird aus der nachgerechneten Angebotssumme ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung preislich günstigerer Grund- oder Wahlpositionen, monetarisierter Zuschlagskriterien und eines unbedingten Nachlasses. Angebote von Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 vom Hundert; bei gleichwertiger Wirtschaftlichkeit wird der Zuschlag auf ein solches Angebot erteilt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelle und Rückbau
Baustelle einrichten, absichern, betreiben und nach Fertigstellung räumen sowie benutzte Flächen und Verkehrswege herrichten. Den vorhandenen Treibgutrechen einschließlich Sockel möglichst zerstörungsfrei demontieren. Vorhandene Elektroanlage, Steuerung, Motoren, Sensoren, Leitungen, Leerrohre und Befestigungen ausbauen und nicht weiter verwendbare Teile fachgerecht trennen und entsorgen.
Mechanischer Aufbau und Tiefbau
Einen vollautomatischen, kettenbandgezogenen Treibgutrechner für den ganzjährigen Freiluftbetrieb liefern und auf dem bestehenden Bauwerk montieren. Die Gerinnebreite beträgt etwa 2,5 bis 3 m. Das Gerät wird zweachsig ausgeführt; je Achse ist eine Antriebsleistung von etwa 0,25 kW vorgesehen. Endlagen- und Bewegungsüberwachung sowie mechanische und elektronische Überlastüberwachung mit automatischem Zurücksetzen sind integriert.
Zwei feuerverzinkte, witterungs- und hochwasserbeständige Ausleger für die Radarsensoren sowie die Anpassung einer Revisionsklappe aus Aluminium-Riffelblech ausführen. Erforderliche lokale Erdarbeiten für Kabeltrassen, Fundamente oder Leitungsverlegungen sowie die temporäre Verkehrsführung und Verkehrssicherung übernehmen.
Elektrotechnik und Schaltanlage
Einen seewasserbeständigen Außenschaltschrank mit etwa 1.600 × 1.350 × 500 mm, Schutzart IP 55, Betonsockel und Sockelfüllmaterial liefern und montieren. Schaltschrankzubehör wie Schwenkrahmen beziehungsweise Innentür, LED-Leuchte, Heizung, Filterlüfter, zwei Temperaturregler, Hausanschluss sowie Blitzstrom- und Überspannungsableiter einbauen.
Netz- und Notnetzeinspeisung mit 3 × 400 V, 50 Hz und 63 A sowie Haupt- und Not-Aus-Schalter, Fehlerstromschutzschalter, Leistungs- und Motorschutzschalter, Unterspannungsüberwachung sowie Mess- und Anzeigegeräte ausführen. Eine 24-V-DC-USV mit 10 A Ausgangsstrom und 12-Ah-Akku sowie Diagnosemodul und Bedien- und Meldeelemente einbauen.
Erdungs-, Blitzschutz- und Potentialausgleichsarbeiten sowie sämtliche Netz-, Motor-, Sensor-, Daten- und Erdungsleitungen verlegen, beidseitig anschließen, prüfen, messen und dauerhaft kennzeichnen.
Mess- und Steuerungstechnik
Zwei Radar-Füllstandsensoren mit 80 GHz, Messbereich bis 10 m, Messgenauigkeit ±5 mm und Schutzart IP 66/IP 68 sowie zwei Auswerte- und Anzeigegeräte liefern und installieren. Eine offene, nachträglich durch den Auftraggeber anpassbare und konfigurierbare SPS mit CPU, 14 digitalen Eingängen, 10 digitalen Ausgängen, zwei analogen Eingängen, Ethernet/PROFINET, Modbus-TCP und erweiterbarem Speicher bereitstellen.
Industrial-Ethernet-Switch, Touchpanel, industriellen USB-Speicher mit mindestens 32 GB, digitale Ein-/Ausgabebaugruppe, Analogeingabemodul und Modbus-TCP-Kommunikationsmodul ergänzen. Reserven aus der Signalübergabe einplanen. Eine vollständige Handbedienebene bereitstellen, die auch bei Ausfall der SPS und des Operator-Panels funktionsfähig bleibt.
Software, Bedienung und Kommunikation
Die Anwendersoftware modular und umfangreich kommentiert erstellen, wesentliche Programmmodule im Lieferwerk testen und für den Anlagenbetrieb optimieren. Anlagenbilder, Messbereiche, Wasserdifferenz, Zykluszeit, SMS-Teilnehmer, Laufzeitüberwachung, Datenspeicher und Kamera-Parameter am Panel einstellbar beziehungsweise darstellbar machen. Weboberfläche mit Passwortschutz, Live-Kamerabild sowie Start- und Abschaltfunktionen bereitstellen. Eine Bilddarstellung mit Ethernet/IP-Anbindung für eine spätere Kameraüberwachung vorbereiten.
Automatikbetrieb mit einstellbarer Wasserdifferenz, Zykluszeit, Grundstellungsfahrt, Abbruch bei Not-Aus, Handbetrieb, Motorschutz oder Web-/Funkunterbrechung sowie Laufzeitüberwachung aller Achsen programmieren. Pegelwerte kontinuierlich messen, zyklisch mindestens 90 Tage speichern, über USB auslesen und in der Weboberfläche bereitstellen.
LTE-Kommunikation mit SMS-Alarmierung an mindestens zehn einstellbare Mobilfunknummern, mindestens fünf Minuten Betrieb bei Netzausfall sowie Vorbereitung für eine spätere Digitalfunk-Fernwirkstation einbauen. Modbus-TCP-Anbindung sowie Kommunikation mit der übergeordneten Technik und Datenfernübertragung einrichten.
Prüfung, Inbetriebnahme und Abnahme
Elektrotechnische Erstprüfung nach DIN VDE 0100-600 und Prüfung beziehungsweise Abnahme nach DGUV Vorschrift 3 durchführen. Prüfungen an Steuerung, Motor, Schaltanlage, Erdungsanlage, FI-Schutz, Phasen, Störmelde- und Fernwirktechnik veranlassen. Eine Gesamtfunktionsprüfung einschließlich Sicherheitseinrichtungen, Reglern, Steuerung, Sensorik, Motor, Übertragungsstrecke und Störmeldeeinheit durchführen.
Prüf- und Messprotokolle, Mängellisten und Mängelberichte mit Bilddokumentation erstellen. Die Anlage einstellen, kalibrieren und nach Abschluss aller Funktionsprüfungen in Betrieb nehmen. Eine elektrische Vorabnahme durch einen unabhängigen Prüfsachverständigen organisieren und begleiten. Das Betreiberpersonal mindestens eine Stunde in Aufbau und Bedienung unterweisen; das Einweisungsprotokoll ist in dreifacher Ausfertigung vorzulegen.
Dokumentation und Construction-Management-Unterlagen
Pflichtenheft beziehungsweise Lastenheft nach Abstimmung mit dem Auftraggeber erstellen und die schriftliche Freigabe einholen. Schaltplan, Funktionsbeschreibung, Anlagenbilder, Werkstatt- und Montageplanung sowie ein Bauablaufplan als Balkenplan mit kritischem Weg vor Ausführungsbeginn vorlegen.
Vollständige technische Dokumentation, Softwarequellen und Funktionsbausteine, Passwörter, Login-Daten, SPS-Datensicherung, Prüfnachweise, CE-Konformitätserklärungen, Zertifikate, Bedien- und Wartungsanleitungen sowie Betriebs- und Wartungsunterlagen digital und in Papierform übergeben. Anlagenbilder vorab mit dem Auftraggeber abstimmen. Dokumentationsstände nach den im Leistungsverzeichnis genannten relativen Fristen übergeben.
Wartung und Störungsdienst
Über vier Jahre acht halbjährliche präventive Wartungen durch fachkundiges Servicepersonal durchführen und Wartungsprotokolle erstellen. Zwischen den Wartungen einen Störungsdienst mit einer Reaktionszeit von höchstens 72 Stunden an 365 Tagen im Jahr sicherstellen.
Dichtigkeit, Anlagenteile, Ablagerungen, Ölstand, Kabel, Schaltschrank, Verschleißteile, Überlasteinrichtungen und Schaltschrankanlage kontrollieren, Funktionen prüfen und anschließend einen Probelauf durchführen. Reparaturen und Ersatzteile sind nicht in der Wartungspauschale enthalten.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezug und Zuverlässigkeit
Eigenerklärung zur Eignung beziehungsweise Einheitliche Europäische Eigenerklärung vorlegen, sofern keine einschlägige PQ-Nummer oder PQ-Qualifizierung vorliegt. Zuverlässigkeit, Ausschlussgründe, Steuer- und Sozialversicherungspflichten, Insolvenzstatus sowie Eintragungen in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK erklären.
Vergleichbare Bauleistungen
Mindestens drei vergleichbare Referenzen über Bauleistungen aus den letzten fünf Kalenderjahren nachweisen. Je Referenz sind Leistung, eigener Auftragswert, Ausführungszeitraum und Auftraggeber anzugeben.
Personal und Qualitätssicherung
Verfügbarkeit der erforderlichen Arbeitskräfte erklären sowie die eingesetzten technischen Fachkräfte mit Name, Funktion und beruflicher Qualifikation angeben. Maßnahmen zur Qualitätssicherung des Unternehmens beschreiben. Für die SiGe-Koordination ist eine geeignete Person nach RAB 30 bereitzustellen.
Schadstoff- und Entsorgungsfachkunde
Für die betroffenen Arbeiten die erforderliche Fachkunde nach DGUV-Regel 101-004, TRGS 519 und TRGS 521 nachweisen. Entsorgungsbetriebe müssen für gefährliche Abfälle die erforderliche Befugnis besitzen. Für Tauben- und Vogelkotentfernung ist die Sachkunde des ausführenden Unternehmens, gegebenenfalls anhand von Referenzen, vor Ausführung nachzuweisen.
Mindestens drei vergleichbare Referenzen über die Ausführung von Bauleistungen
Je Referenz sind Bezeichnung der Leistung, Auftragswert des auf das Unternehmen entfallenden Anteils, Ausführungszeitraum und Auftraggeber anzugeben. Nach positiver Vorauswahl können Bescheinigungen über die ordnungsgemäße Ausführung und das Ergebnis verlangt werden.
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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