Lieferung, Installation und Inbetriebnahme neuer Endoskopiekomponenten und Zubehör
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Asklepios Schwalm-Eder-Kliniken GmbH (Krankenhaus Schwalmstadt) beschafft im offenen Verfahren nach VgV neue Endoskopie-Systemkomponenten, Endoskope und Zubehör für ihre Endoskopieabteilung.
Gefordert sind unter anderem Videoprozessoren, Lichtquellen, CO2-Insufflatoren, Absaugpumpen, Spülpumpen, Ultraschallsysteme, Gerätewagen, Monitore sowie verschiedene Video-Endoskope (Gastroskope, Koloskope, Duodenoskop, Bronchoskop, Doppelballon-Enteroskop, pädiatrische Endoskope, Ultraschall-Endoskop). Die Geräte müssen in 4K/UHD-Technologie ausgeführt, untereinander kompatibel und an das vorhandene KIS (Dedalus Orbis) sowie ViewPoint anbindbar sein.
Der Auftragnehmer übernimmt Lieferung frei Verwendungsstelle, Montage, Installation, Inbetriebnahme, Funktionsprüfung und Einweisung der Nutzer. Optional werden Wartung und Service für mehrere Jahre angeboten.
Angebote sind ausschließlich elektronisch über die Vergabeplattform (Vorgang E79397349) bis zum 26.10.2026 um 10:00 Uhr (MESZ) einzureichen. Die Bindefrist endet am 22.11.2026.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preise in Euro brutto
Hauptpreis inkl. aller Endoskopiekomponenten und zusätzlicher Endoskope (Optionen), brutto; abzüglich Rückerstattung bei Übernahme vorhandener Endoskope. Bewertung nach Formel B (kleinster Wert zählt).
- Wartung + Service
Wartungs- und Serviceleistungen für 3 Jahre inkl. Wartungskosten, Anzahl Servicetechniker, Reaktionszeit, Servicekosten, Montagekosten und Fahrtkosten. Bewertung nach Formel B (kleinster Wert zählt).
- Funktionalität Endoskopiesysteme
Technische Funktionalität der Endoskopiesystemkomponenten, bewertet nach verschiedenen Teilsystemen mit Formel A (größter Wert zählt) für qualitative Merkmale und Formel B (kleinster Wert zählt) für quantitative/technische Daten.
- Allgemein (Schulung/Training)
Schulungs- und Trainingsleistungen: Dauer des Basistrainings und Kosten für zusätzliche Trainingseinheiten.
Bewertung nach Punkten mit zwei Formeln: Formel A (größter Wert zählt): Punktzahl = X * (1 - |Wert_kleinster - Wert_aktuell| / (Wert_kleinster - Wert_größter)). Formel B (kleinster Wert zählt): Punktzahl = X * (1 - |Wert_aktuell - Wert_größter| / (Wert_kleinster - Wert_größter)). Maximale Gesamtpunktzahl: 2.045 Punkte. Die höchste Gesamtpunktzahl gewinnt.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenAllgemeine Liefer- und Leistungspflichten
Der Auftragnehmer übernimmt für alle Komponenten die vollständige Lieferung frei Verwendungsstelle (Asklepios Klinik Schwalmstadt, Krankenhausstr. 27, 34613 Schwalmstadt) inklusive Transportversicherung, alle erforderlichen Verbindungskabel, Adapter, Schnittstellen und Zubehörteile, die fachgerechte Montage, Installation und Inbetriebnahme sowie eine Funktionsprüfung des Gesamtsystems. Die Komponenten müssen untereinander kompatibel sein und als funktionsfähiges Gesamtsystem betrieben werden können; auch eine Anbindung an das vorhandene Kliniknetz, KIS/PACS oder weitere digitale Systeme ist – soweit vorgesehen – durch den Auftragnehmer in Abstimmung mit IT-Abteilung und Systemherstellern zu realisieren. Die Gewährleistung beträgt 24 Monate ab mängelfreier Abnahme; die Ersatzteilbeschaffung muss für mindestens 10 Jahre nach Übergabe gesichert sein und ein Reparaturbeginn innerhalb von 24 Stunden gewährleistet werden.
Systemkomponenten (Pos. EC001–EC010)
Zu liefern sind u. a.:
Endoskope (Pos. EC020–EC400)
Zu liefern sind u. a.:
Einsatzbereich und Kompatibilität
Die Systeme sind für drei feste Endoskopieräume (R1, R2, R3) sowie einen mobilen Endoskopieturm vorgesehen. Sie müssen zu den vorhandenen Systemkomponenten Fuji BL-7000 (Lichtquelle), Fuji UP-7000 (Videoprozessor), GW-1 (CO2-Insufflator), Medela Basic 30 (Absaugpumpe), Monitor 19" EndoVue LED / Olympus OEV191, Monitor 27" EndoVue LED, Spülpumpe ENDOGATOR und Ultraschallprozessor SU-1 sowie zu vorhandenen Endoskopen von Fuji, Olympus und Storz kompatibel sein. Ebenso ist eine Anbindung an das vorhandene KIS (Dedalus Orbis, Version 98044307.02010.DACHL, Stand 2026-04-16) und ViewPoint v.6.15x sicherzustellen.
Schulung, Einweisung und Service
Der Auftragnehmer führt eine Einweisung der Nutzer durch (bis zu 2-fache Wiederholung) und stellt ein Basistraining von 6 Tagen sowie die Möglichkeit zusätzlicher Trainingseinheiten innerhalb von 2 Jahren nach Inbetriebnahme zur Verfügung. Im Angebotspreis sind die Kosten für das Basistraining und eine erweiterte Schulung (2 Tage) einzukalkulieren; Tagessätze für weitere Trainingseinheiten sind gesondert anzugeben. Optional (Bedarfsposition) ist ein Wartungs- und Serviceangebot für 3 Jahre vorzulegen, das in die Wirtschaftlichkeitsbewertung einfließt. Die Reaktionszeit bei Störungen muss innerhalb von 24 Stunden nach Mitteilung gewährleistet sein.
Normen, Richtlinien und Qualitätsanforderungen
Alle Komponenten müssen den geltenden Anforderungen genügen, insbesondere: EU-Verordnung 2017/745 (MDR), Medizinprodukterecht-Durchführungsgesetz (MPDG), EN ISO 13485 (Qualitätsmanagement), EN IEC 60601-1 (elektrische Sicherheit), EN/IEC 60601-1-2 (EMV), EN/IEC 62304 (Software), EN ISO 17664, ISO 14971 (Risikomanagement), DIN 6868-157, MDCG 2019-16 (Cybersecurity) sowie den RKI-Richtlinien zur Krankenhaushygiene. Materialien müssen für den täglichen Klinikbetrieb geeignet sein: arbeitsergonomisch, desinfektionsmittelbeständig, leicht zu reinigen, wirtschaftlich, langlebig und geräuscharm. Gefordert ist eine CE-Kennzeichnung gemäß den einschlägigen EU-Richtlinien zum Zeitpunkt von Angebot und Lieferung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Eignungsanforderungen (Auftragsbekanntmachung und Bewerbungsbedingungen)
Die Bieter müssen ihre wirtschaftliche, finanzielle, technische und berufliche Leistungsfähigkeit nachweisen. Der Nachweis erfolgt wahlweise durch die in der Auftragsbekanntmachung geforderten Eigenerklärungen, Angaben und Bescheinigungen oder durch die Einheitliche Europäische Eigenerklärung (EEE). Im Auftragswert ab 50.000 € netto wird der Auftraggeber vor Zuschlag eine Abfrage beim Wettbewerbsregister des Bundeskartellamts durchführen. Die genauen Kriterien sind der Auftragsbekanntmachung zu entnehmen; die Bewerbungsbedingungen EU (Ausgabe 2017) sind anzuwenden.
Fachliche und rechtliche Anforderungen
Der Bieter erklärt, dass die gewerberechtlichen Voraussetzungen für die Ausführung der angebotenen Leistung erfüllt werden. Angebot und Kommunikation erfolgen in deutscher Sprache. Fremdsprachige Bescheinigungen sind mit deutscher Übersetzung vorzulegen. Bietergemeinschaften haften gesamtschuldnerisch; ein bevollmächtigter Vertreter ist zu benennen. Bei Kapazitätsleihe (Eignungsleihe gemäß § 47 VgV) ist eine Verpflichtungserklärung des Drittunternehmens (Form 236) auf Verlangen im Original vorzulegen; bei finanzieller Kapazitätsleihe besteht eine gemeinsame Haftung.
Ausschluss wegen Russland-Sanktionen
Der Bieter hat die Eigenständige Erklärung zu den Russland-Sanktionen gemäß EU-Verordnung (EU) 2022/576 (BMWSB-Formular) abzugeben. Es darf kein Bezug zu Russland bestehen (Staatsangehörigkeit, Niederlassung, Beteiligungen über 50 %, Handeln auf Anweisung). Kapazitäten, Nachunternehmer oder Lieferanten mit Russland-Bezug sind nur unter den engen Ausnahmen nach Artikel 5k Absatz 2 der Verordnung bzw. unterhalb von 10 % der Auftragssumme zulässig.
Hinweise zur Los- und KMU-Eignung
Das Verfahren ist ein einheitliches, nicht in Lose aufgeteiltes Vergabeverfahren; die Eignungsanforderungen gelten entsprechend für das gesamte Leistungspaket. Die Vergabestelle weist darauf hin, dass die Beschaffung ausdrücklich nicht besonders geeignet für kleinste, kleine und mittlere Unternehmen (KMU) ist. Werkstätten für Behinderte erhalten bei wirtschaftlicher Gleichwertigkeit einen 15 %-Bonus.
Wettbewerb & Angebotsprognose
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