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Los 61, Parkettböden SVB, EG + 2.OG, Demontage und Wiedereinbau

Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale Vergabe | Vergabekammer des Landes Hessen bei dem Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Kassel, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist:

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Worum es geht: Das Land Hessen (Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Niederlassung Nord) schreibt die aufwendige Restaurierung historischer Tafelparkettböden im Südlichen Verbinderbau des Schlosses Wilhelmshöhe in Kassel aus.

Was zu tun ist: Bestehende Parkettböden im Erdgeschoss und 2. Obergeschoss müssen vorsichtig ausgebaut, in einer Werkstatt restauratorisch aufgearbeitet (inkl. Entfernen von PAK-haltigen Bitumenklebstoffen) und wieder eingebaut werden. Zusätzlich sind Sockelleisten neu herzustellen, Bodentanks einzupassen und die Böden zu versiegeln. Wegen PAK-haltiger Klebstoffe sind besondere Arbeitsschutzmaßnahmen (Schwarz-Weiß-Trennung, Absauganlagen, PSA) zu beachten.

Besonderheit: Denkmalschutz – das Personal muss besondere Qualifikationen nachweisen (Restaurator/in oder Tischlermeister/in mit 10 Jahren Erfahrung).

Verfahren: EU-weites offenes Verfahren, Zuschlag nach Preis.

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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Angebotsfrist: 16. November 2026
Termin / FristOKT2026 DEZ FEB APR JUN AUG
Veröffentlichung14. Okt. 2026
Angebotsfrist16. Nov. 2026
Angebotsöffnung16. Nov. 2026
Angebotsgültigkeit16. Nov. 2026 – 15. Jan. 2027
Ausführungsbeginn25. Jan. 2027
Vertragslaufzeit25. Jan. – 24. Sep. 2027
Ausführungsende24. Sep. 2027
BindefristDatum offen15 Kalendertage nach Mitteilung der Vergabestelle über Nichtabhilfe (§ 160 Abs. 3 Nr. 4 GWB); Datum hängt vom Rügeverfahren ab.
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabe

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Niedrigster Preis1 Kriterium
Preis 100%Qualität 0%
  • Preis100%

    Zuschlagskriterium Preis. Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte wird bei der Berechnung der Wertungssumme ein Bonus von 15 Prozent eingeräumt.

KI-Hinweis: Kriterien und Gewichtung eindeutig aus Bekanntmachung und VHB 211 (☒ Zuschlagskriterium Preis, ☐ Mehrere Zuschlagskriterien) vollständig.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Gegenstand und Geltungsbereich

Los 61 – Parkettarbeiten nach DIN 18 356 im Südlichen Verbinderbau (SVB) des Schlosses Wilhelmshöhe Kassel, im Erdgeschoss (R 12–R 16, ca. 205 m²) und im 2. Obergeschoss (R 201–R 208, ca. 283,5 m²). Die Arbeiten sind Teil der Instandsetzung der Gebäudehülle (Maßnahme A.0454.146633) und erfolgen unter denkmalpflegerischen Anforderungen (§ 18 HDschG).

Baustelleneinrichtung und Arbeitsschutz

Umkleide- und Aufenthaltsbereiche einrichten und ca. 2 Wochen vorhaltenStaubschutz: Bauteilverschluss mit Folie (ca. 30 m²), Türanlagen (3 St), rauchdichte Türanlagen 2,20×0,90 m (3 St)3 Absauganlagen / Unterdruckhaltegeräte liefern und vorhaltenEntsorgung von Bitumen- und Lösemittelresten (AVV 17 03 01*): insgesamt 3 tSchwarz-Weiß-Trennung, persönliche Schutzausrüstung, arbeitsmedizinische Vorsorge G 2.1 und G 26Gefährdungsbeurteilung nach § 6 GefStoffV, Betriebsanweisung und Unterweisung

Demontage, Transport und Restaurierung der Parkettböden

Verlegemuster dokumentieren und alle Bauteile nummerieren (Kartierung)Zerstörungsfreie Demontage von Tafelparkett und SockelleistenAbtransport in Werkstatt, raumweise WiederanlieferungRückseitige Befreiung des Parketts von Bitumen / PAK-haltigen Klebstoffen (ca. 338 m²)Restauratorische Bearbeitung in Werkstatt: Reinigung, Rissverschluss, Fehlstellenergänzung, Herstellung von Nuten für FremdfedernRestauratorische Bearbeitung vor Ort (für Teilflächen im 2. OG)Neuanfertigung fehlender Parketttafeln nach Bestand (Typ 1: Eiche; Typ 2: Eiche/Tanne; je 20 Stück)Fehlstellen-Reparaturen mit Holzpassstücken (je 30 Stück in 3 Größenklassen 25–100, 100–400, 400–900 cm²)

Wiedereinbau, Sockelleisten und Endbearbeitung

Wiedereinbau des aufgearbeiteten Parketts auf Blindboden / HeizestrichBodentanks einpassen (24 Stück im EG)Sockelleisten neu herstellen (Typ 1: 116 m; Typ 2: 20 m)Sockelleisten aufarbeiten in Werkstatt (70 m) und vor Ort (90 m)Versiegelung mit Hartwachs-Öl (3 Aufträge; EG ca. 205 m², 2. OG ca. 283,5 m²)Temporärer Schutz der versiegelten Flächen

Stundenlohnarbeiten und sonstiges

Stundenlohnarbeiten vor Ort (auf gesonderte Anordnung): Meister 40 h, Geselle 40 h, Helfer 40 h. Verwendung der Formblätter Stundenlohnzettel und Vereinbarung von Stundenlohnarbeiten.

Besonderheiten pro Geschoss

Erdgeschoss (R 12–R 16): Aus- und Wiedereinbau; in R 12/R 13 Wiedereinbau bauseits eingelagerter Tafeln; in R 14/R 15/R 16 Demontage und Wiedereinbau; 9 Fensternischen, 6 Türdurchgänge; unprofilierte Sockelleisten bis 120 mm Höhe.

2. Obergeschoss (R 201–R 208): In R 201, R 202, R 204, R 205, R 208 Aufarbeitung vor Ort; in R 203, R 206, R 206a, R 207 Wiedereinbau bauseits eingelagerter Tafeln; 19 Fensternischen, 5 Türdurchgänge; leicht profilierte Sockelleisten bis 140 mm Höhe; zusätzlich Rückbau des vorhandenen Bodenschutzes (ca. 283,5 m²).

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Allgemeine Eignung (Fachbetrieb)

Fachkundiger, leistungsfähiger und zuverlässiger Fachbetrieb nach § 18 HDschG (Hessisches Denkmalschutzgesetz). Eintragung in Handwerksrolle (Tischlerhandwerk) oder IHK, Gewerbeanmeldung, Handelsregistereintrag. Keine Ausschlussgründe nach § 6e EU VOB/A (z. B. keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen in den letzten 2 Jahren, keine schweren Berufsverfehlungen).

Fachliche Qualifikation des eingesetzten Personals

Leitender Mitarbeiter: Restaurator/in oder Meister/in im Tischlerhandwerk mit mindestens 10 Jahren Berufserfahrung in Restaurierung historischer Parkett-/Holzböden; gute Deutschkenntnisse; ständige Anwesenheit auf der Baustelle und Teilnahme an Bauberatungsterminen; bei Abwesenheit qualifizierten Stellvertreter schriftlich benennen.Gesellen/Facharbeiter: Tischlerhandwerk, Fachbereich Holzrestaurierung, Nachweis über Abschluss und Werdegang.Berufserfahrung Gesellen: mindestens 5 Jahre.Eingesetztes Personal darf während der Projektlaufzeit nicht wesentlich wechseln.

Arbeitsschutz / Fachkunde kontaminierte Bereiche

Fachkunde gemäß Anlage 2A und 2B der TRGS 524 (Arbeiten in kontaminierten Bereichen) – Nachweis ist mit Angebotsabgabe für den leitenden Restaurator/Müller zu erbringen.Erfahrung beim Umgang mit gesundheitsgefährdenden Stoffen (PAK-haltige Klebstoffe).Kenntnisse zur Entsorgung PAK-haltiger Abfälle (AVV 17 02 04*, 17 03 01*).

Wirtschaftliche und finanzielle Eignung

Vergleichbarer Umsatz in den letzten 3 abgeschlossenen Geschäftsjahren.Unbedenklichkeitsbescheinigungen: Finanzamt, tarifliche Sozialkasse (falls beitragspflichtig), Berufsgenossenschaft mit Lohnsummen, Freistellungsbescheinigung § 48b EStG.Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft.

Sanktions- und Tariftreueerklärung

EU-Eigenerklärung zu Russland-Sanktionen (Verordnung (EU) 2022/576): kein Bezug zu Russland weder direkt noch mittelbar über Eignungsverleiher, Nachunternehmer oder Lieferanten mit > 10 % Auftragssumme (bzw. Nachweis einer Ausnahme nach Art. 5k Abs. 2).Verpflichtungserklärung zur Tariftreue und Mindestentgelt (wird Vertragsbestandteil).

Unternehmensreferenzen (auf Verlangen)

Mindestens 3 Referenznachweise über vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren mit: Ansprechpartner, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Anzahl Arbeitnehmer, technische Anforderungen, Art der Baumaßnahme (Neubau/Umbau/Denkmal) und vertragliche Bindung (Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer). Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung.

Referenzprojekte
mindestens 2 (Person) + 3 (Unternehmen, auf Verlangen) ReferenzenZeitraum: Schlussabnahme in den letzten 5 abgeschlossenen GeschäftsjahrenVolumen: mind. 100.000,00 EUR brutto je Referenz

Mindestens 2 personenbezogene Referenzen des leitenden Restaurators/Restauratorin oder Meisters/Meisterin im Tischlerhandwerk zu Konservierungs-, Restaurierungs- und Rückbauarbeiten an Parkettböden in historischen Gebäuden des frühen 19. Jahrhunderts (bei engerer Wahl zusätzlich 3 Referenznachweise des Unternehmens für vergleichbare Bauleistungen)

Tafelparkett > 100 m² bearbeitete Fläche; historisches Gebäude frühes 19. Jh.; Erfahrungen mit gesundheitsgefährdenden Stoffen (PAK); je max. 2 DIN A4 Bilder+Beschreibung; für mind. eine Referenz Restaurierungskonzept; Nachunternehmer-/ARGE-Referenzen deutlich kennzeichnen

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 38%4–10 · 55%11+ · 7%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 25 erledigt
Angebotsschreiben und Preisangaben
Eignungsnachweise
Erklärungen und Verpflichtungen
Nachweise auf Verlangen (bei engerer Wahl)
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Land Hessen, vertreten durch den Landesbetrieb Bau und Immobilien Hessen, Zentrale Vergabe | Vergabekammer des Landes Hessen bei dem Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
61231 Bad Nauheim
Ort
34131 Kassel
Kategorie
Hessen
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
vergabe.hessen.de ↗

Erfüllungsort

Ort der Leistung
34131 Kassel
Hessen

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