Magistrat der Stadt Bad Hersfeld - Neubau eines Funktionsgebäudes für die Bad Hersfelder Festspiele
Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Stadt Bad Hersfeld schreibt für den Neubau ihres Funktionsgebäudes einen Personenaufzug aus. Der Aufzug muss geliefert und montiert werden und soll anschließend über 4 Jahre gewartet und inspiziert werden.
Der Aufzug verbindet 4 Haltestellen (Keller plus 3 Geschosse), ist ohne Maschinenraum geplant und muss behindertengerecht sein. Außerdem ist ein Wartungsvertragsentwurf nach AMEV-Standard Teil des Angebots.
Was ist einzureichen? Ein vollständiges Angebot mit Leistungsverzeichnis, Eigenerklärung zur Eignung, Preisermittlungs-Formblatt, Tariftreueerklärung, Angaben zu Nachunternehmern und ein Entwurf des Wartungsvertrags.
Wie und bis wann? Elektronisch über die Vergabeplattform bis zum 22.10.2026 um 08:59 Uhr. Nebenangebote sind nicht zugelassen.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel, Instandhaltungsangeboten. Die Wartungskosten sind Bestandteil der Angebotswertung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenProjektrahmen und bauliche Voraussetzungen
Das Funktionsgebäude der Bad Hersfelder Festspiele verfügt über 3 oberirdische Geschosse und ein Kellergeschoss. Der Aufzugsschacht wird in Stahlbeton bauseits errichtet. Die bauseitigen Leistungen umfassen den Schacht selbst, statische Berechnungen, den Einbau von Ankerschienen und Lasthaken nach Angaben der Aufzugsfirma, die Energieversorgung bis zum Schaltschrank, Meldeleitungen für Notrufe, Blitzschutzanbindung sowie Höhenbezugspunkte in allen Geschossen. Während der Festspieltermine gelten Einschränkungen im Bauablauf; die Bauleitung gibt Termine mit mindestens 4 Kalenderwochen Vorlauf bekannt.
Anlagentyp und technische Eckdaten
Gefordert ist ein Personenaufzug nach DIN EN 81-72 (Brandfallsteuerung) ohne Maschinenraum mit folgenden Eckwerten:
Antriebstechnisch ist ein getriebeloser Treibscheibenantrieb mit Synchronmotor und Frequenzregelung (mind. 180 Fahrten/h) vorgesehen. Die Schachtbeleuchtung muss mindestens 50 Lux betragen.
Kabine, Bedienung und Normen
Die Kabine ist in geschliffenem Edelstahl auszuführen, mit Edelstahl-Handlauf, halbhoch gesetztem Spiegel und LCD-Anzeige. Das Bedientableau ist nach DIN EN 81-70 behindertengerecht auszubilden. Die Schachttüren benötigen die Feuerwiderstandsklasse E 120. Für Notrufe ist eine GSM-basierte, redundante Notrufeinrichtung mit Akku-Backup nach DIN EN 81-28 und EN 81-82 vorzusehen; ein DIN-Halbprofilzylinder mit 3 Schlüsseln für das Kabinentableau ist mitzuliefern.
Einschlägige Normen: DIN EN 81-20:2020, DIN EN 81-50:2020, DIN EN 81-72, Aufzugsrichtlinie 2014/33/EU sowie DIN 8989 für Schallschutzanforderungen.
Lieferung und Montage – enthaltene Leistungen
Im Lieferumfang enthalten sind neben dem Aufzug selbst:
Wartung und Inspektion (Laufzeit 48 Monate)
Der Wartungs- und Inspektionsvertrag beginnt mit der mängelfreien Abnahme und läuft 48 Monate (4 Jahre). Es sind 6 Wartungen pro Jahr gemäß DIN EN 13015 und nach Hersteller-Instandhaltungsanweisung durchzuführen. Inhaltlich umfasst dies:
Der Vertragsentwurf ist nach AMEV-Richtlinien zu erstellen und dem Angebot beizufügen. Die tatsächliche Beauftragung der Wartung erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt zu den angebotenen Konditionen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenUnternehmensbezogene Eignungsnachweise
Vom Bieter ist eine Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) oder wahlweise der Nachweis der Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (PQ-Nummer) vorzulegen. Außerdem sind das Angebotsschreiben (Formblatt 213), Angaben zur Preisermittlung (Formblatt 221 oder 222) und das Verzeichnis der Nachunternehmerleistungen (Formblatt 233, soweit Nachunternehmer eingesetzt werden) einzureichen.
Bei Einsatz anderer Unternehmen sind Verpflichtungserklärungen vorzulegen; bei wirtschaftlicher/finanzieller Eignungsleihe haftet die Bietergemeinschaft gesamtschuldnerisch. Nichtansässige Bieter können anstelle der deutschen Sozialkassenbescheinigung eine Eigenerklärung über die Einhaltung der Sozialversicherungspflichten im Sitzstaat abgeben.
Tariftreue und Mindestlohn (HVTG)
Mit dem Angebot ist eine Verpflichtungserklärung Tariftreue und Mindestentgelt in Textform gemäß § 126b BGB abzugeben. Damit verpflichtet sich der Bieter zur Einhaltung des Hessischen Vergabe- und Tariftreuegesetzes (HVTG). Für eingesetzte Nachunternehmen ist die Verpflichtungserklärung ebenfalls vor deren Leistungsbeginn vorzulegen; ab 25.12.2026 ist zusätzlich die Präqualifikationsnummer Tarif des Nachunternehmers bei Bauleistungen zwingend anzugeben. Eine Verurteilung nach § 21 MiLoG mit einer Geldbuße ab 2.500 Euro ist ein Ausschlussgrund.
Sprach- und Personalanforderungen
Für Baustellenbesprechungen und Abnahmen ist ein Vertreter mit Deutschkenntnissen auf muttersprachlichem Niveau erforderlich. Spätestens 7 Tage nach Auftragserteilung ist ein kompetenter, koordinierender Bauleiter mit muttersprachlichen Deutschkenntnissen zu benennen. Bei Sachverständigenabnahmen muss ein sach- und ortskundiger Mitarbeiter mit entsprechenden Deutschkenntnissen anwesend sein.
Ausschlussgründe und sonstige Anforderungen
Wettbewerb & Angebotsprognose
Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer VergabenAuf einen Blick
Erfüllungsort
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