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Rahmenvereinbarung Neubau und Rückbau von Grundwassermessstellen

Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt- und Landwirtschaft (BfUL) | Vergabekammer des Freistaates Sachsen, Landesdirektion Sachsen Dienstelle Leipzig Radebeul, SachsenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: noch 36 Tage

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Was wird beschafft?

Bauleistungen zur Errichtung und zum Rückbau von Grundwassermessstellen (GWM) im Freistaat Sachsen. Insgesamt sollen ca. 126 neue Messstellen gebaut (ca. 42 pro Jahr) und im Einzelfall alte Messstellen zurückgebaut werden. Geschätzter Auftragswert: ca. 7,8 Mio. EUR.

Was ist zu tun?

Aufschlussbohrungen in Locker- und Festgestein (Tiefe 5–40 m) abteufenAusbau zu Messstellen mit Filter-/Vollrohren DN 115 (oberirdischer oder unterirdischer Abschluss)Kurzpumpversuche durchführen (mind. 12 Stunden)Kampfmittelfreimessungen (Oberfläche, ggf. Tiefe bis 6 m)Im Einzelfall Rückbau und Verfüllung alter MessstellenVollständige Dokumentation aller Arbeiten

Wichtige Eckpunkte:

Angebotsfrist: **15.10.2026
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Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Noch 36 Tage bis zur Angebotsfrist — 15. Oktober 2026
HEUTE
Termin / FristJUL2026 JAN2027 JUL JAN2028 JUL JAN2029 JUL JAN2030 JUL JAN2031
Veröffentlichung21. Juli 2026
Angebotsfrist15. Okt. 2026
Zuschlagca. 1. Okt. – 31. Dez. 2026
Bindefrist15. Okt. – 31. Dez. 2026
Vertragsbeginn1. Jan. 2027
Ausführungsbeginn Los 11. Jan. – 31. Dez. 2027
Rahmenvertrag Laufzeit1. Jan. 2027
Ausführungsbeginn Los 21. Jan. – 31. Dez. 2028
Ausführungsbeginn Los 31. Jan. – 31. Dez. 2029
Kündigungsfristca. 1. Juli 2029
Vertragsende31. Dez. 2029
Verlängerung 1ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2030
Verlängerung 2ca. 1. Jan. – 31. Dez. 2031bis 2031
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Bauvorbereitung und allgemeine Leistungen

Zu den vorbereitenden Maßnahmen je Messstelle gehören:

Ablaufplanung mit Bauanlaufberatung, Bauzeitenplan (als Balkenplan im PDF-Format) und Ortsbegehung/Bauberatung an jedem StandortEinholung aller Genehmigungen und Anzeigen: Erlaubnisscheine für Erd-/Bohrarbeiten bei Medienträgern, Bohranzeige beim LfULG und der unteren Wasserbehörde über das Portal „ERDAUFSCHLUSSdigital", Räumstellenanzeige für Kampfmittelerkundung, Aufgrabegenehmigung öffentlicher Flächen, verkehrsregelnde Maßnahmen sowie Freistellungserklärungen betroffener Eigentümer/PächterBeweissicherung als Zustandsfeststellung und Niederschrift vor und nach den ArbeitenBauvorbereitung: Abstimmung mit Anwohnern/Eigentümern, Such-/Vorschachtungen, Verkehrssicherung (Gehweg/Radweg/Straße/Wirtschaftsweg, innerorts und außerorts), Stammschutz, Wildschutzzaun, FreischnittarbeitenBaustelleneinrichtung und -räumung (gestaffelt nach Entfernungskategorien 1–50 km, >50–100 km, >100–150 km, >150–200 km), Baustillstand auf AnordnungKampfmittelerkundung an der Oberfläche (Sondierung, Markierung, Dokumentation mit Abschlussprotokoll und KBD-Freigabe) sowie ggf. Tiefensondierung bis 6 m unter Geländeoberkante (Verrohrung, computergestützte Sondierung, Verfüllung, Dokumentation)

Neubau Grundwassermessstellen

Die Aufschlussbohrungen werden je nach Untergrund in Locker- oder Festgestein bis zu einer Tiefe von 40 m abgeteuft. Endbohrdurchmesser ≥ 324 mm. Im Lockergestein kommen Rammkern- oder Rotationstrockenkernbohrungen zum Einsatz, im Festgestein Rotationsspülkernbohrungen mit Doppelkern-/Seilkernrohr (Kerndurchmesser ≥ 100 mm), Aufweitung des Bohrlochs auf ≥ 280 mm.

Der Ausbau erfolgt als Grundwasserbeobachtungsrohr DN 115 aus PVC-U mit druckwasserdichten Rohrverbindungen, Filterschlitzweiten 0,5 / 0,75 / 1,0 mm. Filter- und Vollrohre werden mit Ringraumschüttung (Filtersand) und Ringraumsperren (Tonpellets/Tongranulat) eingebaut. Der Abschluss wird je nach Standort als Überflur-, Unterflur-Colshorn- oder Schwerlast-Abschluss ausgeführt.

Vor der Inbetriebnahme wird die Messstelle mit mindestens 3 Pumpstufen klargepumpt. Anschließend erfolgt ein Kurzpumpversuch mit mindestens 12 Stunden Förderzeit und Förderleistung zwischen 0,2 und 10 m³/h.

Rückbau Alt-Grundwassermessstellen

Im Einzelfall werden alte Messstellen zurückgebaut. Der Rückbau umfasst:

Rückbau des Messstellenabschlusses (Überflur oder Unterflur)Rückbau Messstellenstrang bis 30 m ab 2 m unter GOK (Verfahren Nr. 2) mit Verfüllung aus Filtersand und Quellton (DN 50–125)Verfahren Nr. 5: Durchstoßen der Bodenkappe bis 14 m, Ringraumverfüllung mit Filtersand und Quellton (DN 65–148)Nacharbeiten und fachgerechte Entsorgung des Rückbaumaterials mit EntsorgungsnachweisZustandsdokumentation der Flächen vor und nach dem Rückbau

Dokumentation

Für jede Messstelle ist eine umfassende Dokumentation zu erstellen:

Feldberichte gemäß DIN EN ISO 22475-1Bohrprofile und Ausbaupläne gemäß DIN 4023 / DIN 4943Schichtenverzeichnisse nach DIN EN ISO 14688-1/-2 und DIN EN ISO 14689-1Bohr- und Ausbauprotokolle, VerfüllprotokolleKlarpumpdokumentation sowie Kurzpumpversuchsdokumentation (Daten jeweils als Excel- und PDF-Datei)Dokumentation der Kampfmittelerkundung inkl. Abschlussprotokoll und Freigabeerklärung des Kampfmittelbeseitigungsdienstes (KBD)Rückbaudokumentation gemäß DVGW W 135 (mit Rückbauprotokoll, Fotodokumentation, Lieferscheinen, Materialzertifikaten)Datenblätter und Eignungsnachweise für alle Verfüll- und Ausbaumaterialien (chemische Unbedenklichkeit)Fotodokumentation aller Maßnahmen, Bauleitererklärung, Übergabeprotokoll an LfULG/uWBÜbergabe je Messstelle: 2-fach Papier (geheftet) und 2-fach digital (CD-ROM) in den Formaten PDF, GeoDin, Excel und MPEG, spätestens 3 Wochen nach Beendigung der Bohr- und Ausbauarbeiten

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Zertifizierung und technische Fachkunde

Nachweis der Zertifizierung gemäß DVGW-Arbeitsblatt W 120-1, Ziffer A4 sowie B1 oder B2Qualifikation Geräteführer: „Qualifizierter Techniker" gemäß CEN ISO/TS 22475-2, Nr. 4.2.2Qualifikation Bauleiter: Verantwortliche Fachkraft gemäß CEN ISO/TS 22475-2, Nr. 4.2.3Kenntnisse und Erfahrung in DIN EN ISO 22475-1, DVGW W 111, DVGW W 121, DVGW W 135 sowie im Merkblatt „Bau von Grundwassermessstellen"Erfahrung in der Zusammenarbeit mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD)

Leistungsfähigkeit und Referenzen

3 Referenzen aus den letzten 5 Kalenderjahren zum fachgerechten Neubau und Rückbau von Grundwassermessstellen (mit Ansprechpartner, Art und Umfang der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, eingesetzten Arbeitskräften, besonderen technischen Anforderungen und Bestätigung der vertragsgemäßen Ausführung)Nachweis der Leistungsfähigkeit und Erklärung, dass Kapazitäten für die Errichtung von mindestens 42 Grundwassermessstellen pro Jahr vorhanden sind

Rechtliche und persönliche Eignung

Kein Insolvenzverfahren eröffnet oder beantragt (bzw. rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan)Keine schweren Verfehlungen gemäß § 6e EU VOB/AKeine Verurteilung wegen Verstößen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 JahrenOrdnungsgemäße Zahlung von Steuern, Abgaben und SozialversicherungsbeiträgenEigenerklärung Art. 5k der EU-Verordnung 2022/576 (kein Russland-Bezug, auch nicht über Unterauftragnehmer/Lieferanten > 10 % Auftragswert)Eigenerklärung zur Einhaltung des Mindestlohngesetzes (MiLoG)Erklärung über die Verarbeitung personenbezogener Daten

Gewerberechtliche Voraussetzungen und Registrierung

GewerbeanmeldungHandelsregisterauszugEintragung in der Handwerksrolle (Handwerkskarte) bzw. bei der IHKMitgliedschaft bei der zuständigen BerufsgenossenschaftUnbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen SozialkasseUnbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts bzw. Bescheinigung in SteuersachenFreistellungsbescheinigung nach § 48b EStGQualifizierte Unbedenklichkeitsbescheinigung der Berufsgenossenschaft mit Angabe der LohnsummenOptional: Eintrag im Präqualifikationsverzeichnis des Vereins für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V. (PQ-Nummer) – ersetzt die Eigenerklärung zur Eignung
Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: letzte 5 KalenderjahreVolumen: nicht spezifiziert

3 Referenzen zum fachgerechten Neubau und Rückbau von Grundwassermessstellen

Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, besondere technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart, vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung. Zusätzlich Nachweis der Leistungsfähigkeit für mind. 42 GWM/Jahr.

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
4–10Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 6 Angebote
Mittlere Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 25%4–10 · 44%11+ · 31%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 29 erledigt
Pflicht-Anlagen zum Angebot (Formblätter)
Pflicht-Eigenerklärungen
Technische Qualifikation / Referenzen
Auf Verlangen der Vergabestelle vorzulegen
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Auf einen Blick

Auftraggeber
Staatliche Betriebsgesellschaft für Umwelt- und Landwirtschaft (BfUL) | Vergabekammer des Freistaates Sachsen, Landesdirektion Sachsen Dienstelle Leipzig
Anschrift
01445 Radebeul
Ort
01445 Radebeul
Kategorie
Sachsen
Zuschlagskriterium
Preis
Auftragsvolumen
7,8 Mio €
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bful.sachsen.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
01445 Radebeul
Sachsen

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