Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie JEN Jülicher Entsorgungsgesellschaft für Nuklearanlagen mbH schließt eine Rahmenvereinbarung über Tischlerarbeiten für mehrere Gebäude des Forschungszentrums Jülich (u.a. Versuchsreaktor FRJ-2/DIDO, Große Heiße Zellen, AVR, Chemiezellen, Nukleare Dekontamination).
Bieter übernehmen Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten sowie kleinere Tischler-Baumaßnahmen. Einzelaufträge dürfen bis max. 20.000 € umfassen; die geschätzte Verteilung liegt bei ca. 70 % der Abrufe bis 5.000 €, 15 % bis 10.000 € und 15 % bis 20.000 €. Ein Anspruch auf Ausschöpfung des Gesamtvolumens besteht nicht.
Die Rahmenvereinbarung läuft zunächst 2 Jahre und kann optional um weitere 2 Jahre verlängert werden. Das geschätzte Gesamtvolumen über die maximale Laufzeit beträgt rund 290.000 €. Angebote müssen bis zum 12.10.2026 um 09:00 Uhr elektronisch eingereicht werden.
Die Leistungen umfassen u.a. Einbaumöbel, lose Büromöblierung, Teeküchen, sanitäre Trennwände, Innenwände/Innentüren, Fensterbänke sowie Baustelleneinrichtung. Aufgrund der Standorte im nuklearen Bereich sind strahlenschutztechnische Eignungsnachweise erforderlich.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Niedrigster Preis100%
Zuschlagsmethode: Niedrigster Preis – das wirtschaftlichste Angebot ist das mit dem niedrigsten Angebotspreis.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenGeltungsbereich und Vertragsrahmen
Die Rahmenvereinbarung umfasst Tischler- und Schreinerarbeiten im Sinne von DIN 18355 sowie Beschlagsarbeiten nach DIN 18357. Sie gilt für mehrere Gebäude des Forschungszentrums Jülich: Versuchsreaktor FRJ-2 (DIDO), Große Heiße Zellen (GHZ), Arbeitsgemeinschaft Versuchsreaktor (AVR), Chemiezellen (CZ) und Nukleare Dekontamination (N-D).
Es handelt sich um Instandsetzungs- und Reparaturarbeiten sowie kleinere Baumaßnahmen. Pro Einzelabruf dürfen Auftragswerte bis max. 20.000 € ausgelöst werden. Die geschätzte Verteilung der Abrufe liegt bei ca. 70 % bis 5.000 €, 15 % zwischen 5.000 und 10.000 € und 15 % zwischen 10.000 und 20.000 €. Ein Anspruch auf Ausschöpfung des Gesamtvolumens besteht nicht.
Die Rahmenvereinbarung hat eine erstmalige Laufzeit von 24 Monaten ab Zuschlagserteilung (voraussichtlich ab 07.12.2026) und kann im beiderseitigen Einvernehmen um weitere 24 Monate verlängert werden. Der geschätzte Gesamtwert über die maximale Laufzeit liegt bei ca. 290.000 €.
Die Ausführung erfolgt nach den Regeln der VOB/B in der aktuell gültigen Fassung, den Zusätzlichen Vertragsbedingungen (ZVB) der JEN mbH sowie dem Auftragsschreiben des AG.
Arbeitszeiten und Logistik
Regelarbeitszeiten sind Montag bis Donnerstag von 07:00 bis 16:00 Uhr und Freitag von 07:00 bis 13:00 Uhr. Samstagsarbeit ist nur nach schriftlicher Vereinbarung mit dem AG zulässig.
Transporte auf der Baustelle bis in das 3. Obergeschoss erfolgen ohne Aufzug oder sonstige Transportmittel des AG. Die Baustelleneinrichtung umfasst vom AG kostenfrei bereitgestellte Zufahrtswege, Lagerplätze, Sanitäreinrichtungen (inkl. Reinigung) sowie Anschlüsse für Wasser und Energie (inkl. Verbrauch).
Lieferung, Montage, Aufmaß und Planerstellung sind im Leistungsumfang enthalten. Erstregistrierung zum Zutritt FZJ/JEN (ca. 20 min Wartezeit) sowie Arbeitssicherheits- und Strahlenschutzeinweisung (je ca. 1 Stunde) werden einmalig separat vergütet.
Ausführungsfristen und Abrufprozess
Nach Auftragsbestätigung ist mit der Ausführung in der Regel innerhalb von 12 Werktagen zu beginnen. Für dringliche Arbeiten / Notfälle (Meldung bis 13:00 Uhr) ist der Beginn spätestens am darauffenen Werktag sicherzustellen.
Montagezeichnungen (2D/3D) sind nach örtlichem Aufmaß zu erstellen und mindestens 1 Woche vor Ausführungsbeginn zur Freigabe durch den AG einzureichen. Bei Teeküchen ist die Freigabe der Montagezeichnungen zwingend erforderlich.
Baustoffe und Materialien müssen PEFC-zertifiziert sein; entsprechende Nachweise sind mit dem Angebot vorzulegen.
Strahlenschutz und besondere Standortbedingungen
Einige Einsatzorte liegen in Überwachungs- und Kontrollbereichen mit Strahlenschutzanforderungen. Der AN hat die einschlägigen Strahlenschutzvorschriften zu beachten und im Bedarfsfall eine Strahlenschutzeinweisung für sein Personal nachzuweisen.
Erforderlich sind Genehmigungen nach §25 StrlSchG (Tätigkeit in fremden Anlagen), Strahlenpässe Kategorie A für mindestens 4 Personen, Zuverlässigkeitsüberprüfungen nach §12b AtG sowie arbeitsmedizinische Vorsorge G 26.2 für mindestens 2 Personen. Diese Nachweise gelten auch für Unterauftragnehmer.
Einsätze können Schutzkleidung erforderlich machen (Masken, Vollschutz, Vollmaske) – entsprechende Zulagen sind als Stundenlohnpositionen vorgesehen.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche und technische Eignung
Der Bieter muss fachkundig, leistungsfähig und zuverlässig im Sinne der VOB/A sein. Vorausgesetzt werden insbesondere Erfahrung mit Tischlerarbeiten nach DIN 18355 und Beschlagsarbeiten nach DIN 18357 sowie die Fähigkeit, 2D- und 3D-Montagepläne zu erstellen.
Erwartet werden zudem Erfahrung im Umgang mit Überwachungs- und Kontrollbereichen (Strahlenschutz), die Einhaltung der einschlägigen Arbeitssicherheitsvorschriften (SiGeKo, Baustellenverordnung, UVV) sowie die Verfügbarkeit von Fachpersonal für Stundenlohnarbeiten (Vorarbeiter, Facharbeiter, Helfer).
Zum Nachweis ist ein wirksames Qualitätssicherungssystem (QS-System) zu unterhalten.
Strahlenschutztechnische Eignung
Für Einsätze in nuklearen Überwachungs- und Kontrollbereichen gelten zusätzliche Anforderungen:
Diese Anforderungen gelten sowohl für eigenes Personal als auch für eingesetzte Unterauftragnehmer. Liegen Nachweise zum Zeitpunkt der Angebotsabgabe noch nicht vor, ist die Beantragung innerhalb von 10 Arbeitstagen nach Zuschlagserteilung nachzuweisen.
Versicherungen, Bonität und steuerliche Anforderungen
Vom Bieter ist eine Betriebshaftpflichtversicherung nachzuweisen, die Personen-, Sach- und Vermögensschäden abdeckt – inklusive Umwelthaftung.
Bei fehlender Freistellungsbescheinigung des Finanzamts behält der AG 15 % der Rechnung als Steuerabzug nach §48 EStG ein.
Für Nachunternehmer sind Unbedenklichkeitsbescheinigung der BG Bau und Freistellungsbescheinigung des Finanzamts erforderlich.
Sprache und Formalia
Das Angebot ist in allen Bestandteilen in deutscher Sprache abzufassen. Projektsprache ist Deutsch und muss vom eingesetzten Personal in Wort und Schrift beherrscht werden.
Vom AG übersandte Vordrucke sind zu verwenden, alle Eintragungen sind dokumentenecht vorzunehmen. Das Angebot ist an der vorgesehenen Stelle zu unterschreiben. Preisangaben erfolgen in Euro ohne Umsatzsteuer.