Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht es?
Der Freistaat Sachsen (Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, Niederlassung Bautzen) lässt im Schlosspark Königswartha (Gutsstraße 1, 02699 Königswartha) die gebäudenahen befestigten Flächen rund um Schloss, Futterscheune, Orangerie und Wohnheim erneuern – inklusive der dazugehörigen Oberflächenentwässerung.
Was ist konkret zu tun?
Was ist sonst noch wichtig?
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden ermittelt aus den nachgerechneten Angebotssummen, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten. Werkstätten für Behinderte erhalten einen Bonus von 15 Prozent auf die Wertungssumme.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenVorbereitende Maßnahmen, Abbruch und Baustelleneinrichtung
Vor Beginn der eigentlichen Bauarbeiten richtet der Auftragnehmer die Baustelle ein (Bauzaun, Lagerflächen, Ver- und Entsorgungsanschlüsse) und hält diese vor. Nicht mehr benötigte Bestände wie altes Pflaster, Mastleuchten, Verkehrsschilder sowie Asphalt- und Baustraßenflächen werden abgebrochen und fachgerecht entsorgt. Zur Qualitätssicherung sind Kontrollprüfungen (dynamische Plattendruckversuche, Plattendruckversuche) durchzuführen und ein Belastungsfahrzeug bereitzustellen. Über die gesamte Bauzeit sind Bautageberichte zu führen, ein Abfallregister nicht gefährlicher Abfälle sowie Entsorgungsnachweise vorzulegen und archäologische Bodenfunde unverzüglich dem Landesamt für Archäologie zu melden.
Liefer- und Materialleistungen
Zu liefern sind Natursteinerzeugnisse aus Lausitzer Granit in unterschiedlichen Abmessungen: Granitkleinsteinpflaster (8/10, 9/11, 11/16) für Wege, Traufstreifen und Pflasterflächen, Granitgroßpflaster (15/17) für Zufahrten und stärker beanspruchte Flächen, Granitkrustenplatten für Schlossvorplatz und Traufstreifen, Granitstufen in mehreren Größen, Granitblöcke für Podeste, Abstreifer und Wange sowie Betonwerksteinplatten (z. B. 30x50x6) für Terrassen und Borde.
Gebäudenahe befestigte Flächen – Neubau
Herzustellen sind im Wesentlichen: die Zufahrt zum Schloss als Pflasterstraße in Granitgroß-/-kleinpflaster, Stellplätze als Querparker in Natursteinpflaster entlang der Futterscheune, Traufstreifen und Gebäudezugänge an Futterscheune, Orangerie, Wohnheim und Schloss, der Plattenbelag der Terrasse an der Orangerie, der Fußweg in Kleinpflaster zwischen Orangerie und Wohnheim, der Schlossvorplatz auf der Nordseite aus Natursteinpflaster sowie Podeste, Rampen und Treppenanlagen (z. B. Eingang Futterscheune/Polizei mit Rampe ≤ 8 % Gefälle, einseitige Treppe aus Granitblöcken, Geländer aus Stahl DB 703). Der Unterbau umfasst jeweils Planum, Frostschutzschicht (0/45, ca. 43 cm) und Schottertragschicht (0/32, ca. 20 cm) sowie Tiefborde und Einzeiler. Materialanlieferung erfolgt fracht- und verpackungsfrei bis zur Verwendungsstelle; erschütterungsarme Verfahren sind anzuwenden.
Oberflächenentwässerung (Regenwasser)
Zum Leistungsumfang gehört die zugehörige Oberflächenentwässerung mit Straßeneinläufen, Regenrohrabläufen, Kastenrinnen DN 150 und Regenwasserleitungen DN 150 einschließlich Formstücken und Anbindung an Bestandsleitungen. Schachtabdeckungen sind anzupassen bzw. neu herzustellen; anfallendes Oberflächenwasser ist geordnet abzuführen.
Technische Anlagen und Ausstattung
Im Rahmen der Freianlagen sind Fundamente und Anschlüsse für Mastleuchten (z. B. TownGuide Performer, H = 4 m), für E-Ladesäulen und für Rückkühler sowie Stelenfundamente, Briefkasten und Fahrradbügel herzustellen und zu liefern. Bodenindikatoren (gefäst, gerillt) aus Granit sind im Eingangsbereich als taktile Leitelemente einzubauen.
Abfallmanagement und Umweltschutz
Bau- und Abbruchabfälle sind getrennt zu erfassen, zu sortieren und entsprechend Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) sowie anerkannten Regeln der Technik zu verwerten bzw. zu beseitigen. Andienungspflichtige gefährliche Abfälle bedürfen der Bestätigung durch die zuständige Abfallwirtschaftsbehörde; Entsorgungsträger sind zu benennen und deren Aufnahmeberechtigung nachzuweisen. Bodenaushub und Abbruchmaterialien, die im Eigentum des Auftraggebers stehen, werden von diesem verantwortet; Verpackungen, Verschnitte und Bauhilfsstoffe liegen in der Eigenverantwortung des Auftragnehmers.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenAllgemeine Teilnahmebedingungen (keine Ausschlussgründe)
Das Unternehmen darf nicht von der Teilnahme am Wettbewerb ausgeschlossen sein. Verlangt werden: keine Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate oder Geldstrafe > 90 Tagessätzen / Geldbuße > 2.500 € in den letzten zwei Jahren, keine schwere Verfehlung i. S. v. § 6e EU VOB/A, kein Insolvenzverfahren (bzw. bestätigter Insolvenzplan), keine Liquidation, ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer- und Abgabenpflichten, ordnungsgemäße Beitragszahlung zur Sozialversicherung sowie Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Ab einer Auftragssumme von 30.000 € fordert der Auftraggeber einen Auszug aus dem Gewerbezentralregister nach § 150a GewO an.
Berufs- und Gewerberecht
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle und/oder bei der Industrie- und Handelskammer (oder Nachweis, dass keine Eintragungspflicht besteht). Erfüllung der gewerbe- und handwerksrechtlichen Voraussetzungen für die ausgeschriebene Bauleistung.
Wirtschaftliche und finanzielle Leistungsfähigkeit
Vorzulegen: Unbedenklichkeitsbescheinigung des Finanzamts, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG, Unbedenklichkeitsbescheinigung der tariflichen Sozialkasse sowie der Berufsgenossenschaft (inkl. Lohnsummen). Auf Verlangen ist eine Aufgliederung der Einheitspreise (Formblatt 223) nachzureichen.
Technische und fachliche Leistungsfähigkeit
Nachweis vergleichbarer Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren über mindestens 3 Referenzen (Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische Anforderungen, Baumaßnahmenart, Rolle des Unternehmens, Auftraggeberbestätigung). Daneben: Mitarbeiterübersicht der letzten 3 Jahre mit Lohngruppen und Leitungspersonal. Die Detailanforderungen sind dem Formblatt VHB 124 (Eigenerklärung zur Eignung) zu entnehmen.
Eignung über Dritte / Bietergemeinschaften
Wird die Eignung durch Kapazitäten anderer Unternehmen (z. B. Nachunternehmer) nachgewiesen, ist eine Verpflichtungserklärung (Formblatt 236) zu verwenden; Bietergemeinschaften reichen eine Erklärung zur Arbeitsgemeinschaft (Formblatt 234) ein und benennen einen bevollmächtigten Vertreter; die Gesamtschuldnerhaftung ist zu beachten.
Vergleichbare Leistungen im Bereich Landschafts-, Garten- und Wegebau (gebäudenahe befestigte Flächen, Pflaster- und Entwässerungsarbeiten) aus den letzten 5 Kalenderjahren, Nachweis mit eigenem Personal ausgeführt
Mit Angaben zu Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang und Mengen, durchschnittlicher Arbeitnehmerzahl, besonderen technischen/gerätespezifischen Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), Rolle als Hauptunternehmer/ARGE/Nachunternehmer und Bestätigung des Auftraggebers über vertragsgemäße Ausführung – als reiner Referenznachweis; detaillierte Auswahlkriterien dem Formblatt VHB 124 (Eigenerklärung zur Eignung) entnehmen