Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenWorum geht's?
Der Freistaat Sachsen (Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement, SIB) saniert den Mühlteich im UNESCO-Weltkulturerbe Schloss und Park Pillnitz in Dresden-Pillnitz (Meixstraße). Die Maßnahme umfasst die Entschlammung des Teichs (ca. 440 t Sediment), die Instandsetzung der denkmalgeschützten Natursteintrockenmauer (Ufermauer), die Sanierung des Teichzulaufs mit Sohlriegel, die Instandsetzung des historischen Holzschützes, den Einbau eines Grundablasses, Baumfällungen und Gehölzschutz sowie eine dauerhafte Unterhaltungszufahrt.
Was ist zu tun?
Angebote müssen bis 17.09.2026, 09:00 Uhr vorliegen. Die Baumaßnahme ist von Oktober 2026 bis Mai 2027 geplant. Bieter müssen u.a. Konzepte für Wasserhaltung, Hochwasserschutz, Abfallentsorgung und Baustellenlogistik vorlegen sowie eine Eigenerklärung zur Eignung abgeben.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Der Preis wird aus der Wertungssumme des Angebotes ermittelt. Die Wertungssummen werden aus den nachgerechneten Angebotssummen ermittelt, insbesondere unter Berücksichtigung von Nachlässen, Erstattungsbetrag aus der Lohngleitklausel und Instandhaltungsangeboten.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Logistik
Einrichten, Vorhalten (ca. 24 Wochen) und Räumen der Baustelleneinrichtung mit Bauzaun, Verkehrssicherung, mobilen Baustraßenplatten (150 m²), Lagerfläche (150 m²) und einer bauzeitlichen Gewässerrampe als Zufahrt zur Teichsohle.
Landschaftsbauarbeiten und Gehölzschutz
Lichtraumschnitt, Gehölzrodung (570 m² Sträucher, 100 m²), Fällung von 7 Bäumen (darunter 3 Großbäume auf dem Damm: 2 Erlen, 1 Birke) und Stubbenrodung (3 Stück, Durchmesser 0,3–1,2 m), Oberboden abtragen (380 m²) und Rasenansaat mit REGIO-Saatgut UG20. Gehölzschutz mit Einzäunung und Stammummantelung. Der Baumfällzeitraum liegt zwischen 01.10.2026 und 28.02.2027 zum Schutz brütender Vögel.
Abbrucharbeiten
Wasserhaltung und Entschlammung
Bau eines Fangedamms im Friedrichsgrundbach, Absperrung des Zulaufkanals und Restwasserhaltung Mühlteich (90 h Betrieb). Entschlammung des Teichs durch Nassbaggerung mit Ablaufrinnen und Schlammentwässerung – Beräumung von ca. 440 t Sedimenten. Die Teich-Wasserfläche beträgt ca. 1.176 m², das Wasservolumen ca. 3.160 m³.
Erdarbeiten und Ufermauer-Instandsetzung
Boden lösen und fördern (300 m³), Handaushub (2 m³), Wiedereinbau (30 m³), Lieferung bindiger Erdstoff (200 m³). Wiederherstellung der denkmalgeschützten Natursteintrockenmauer (Trockenmauerwerk 66,5 m³) mit Natursteinlieferung (30 t), Hinterfüllung (120 t) und Geotextil als Filter/Trennschicht (93,5 m²).
Verkehrswegebau
Herstellung einer dauerhaften Unterhaltungszufahrt: Planum (50 m²), Schottertragschicht (50 m²), Wurzelschutz, Schotterrasen (50 m²) und Bankett.
Ausstattung und Stahlwasserbau
Zaun- und Torbau, Holzbohlenbelag am Auslaufbauwerk (9 m²), neuer Rechen im Zulauf, Einbau eines Grundablasses mit Schieber, Instandsetzung des historischen Holzschützes (inkl. Korrosionsschutz) sowie Sohlriegel im Friedrichsgrundbach. Werkplanung für alle Sonderbauteile erforderlich.
Entsorgung und Verwertung
Entsorgung von ca. 985 t Boden- und Baggergut mit unterschiedlichen Belastungsgraden (LAGA Z0 bis >Z2, DepV >DKIII). AVV-Codes u.a. 17 05 04, 17 05 06, 17 04 05, 17 09 04, 17 01 07, 17 02 04*. Schadstoffe: Cadmium, Zink, Benzo(a)pyren, PAK16 (Vorsorgewerte BBodSchV überschritten). Die Entsorgung erfolgt über eine vom Bieter zu benennende Entsorgungs-/Verwertungsstelle gemäß LV.
Artenschutz und ökologische Maßnahmen
Anbringen von Amphibien-Ausstiegshilfen (3 Stück), Nistkästen (2 Stück) und Fledermauskästen (2 Stück). Eine ökologische Baubegleitung (ÖBÜ) ist durchgängig erforderlich; Eingriff in Denkmalschutzgebiet 'Elbhänge' und Landschaftsschutzgebiet.
Pflegeleistungen
Fertigstellungspflege nach Abnahme sowie Entwicklungspflege über 2 Vegetationsperioden nach DIN 18919: Wässerung (36 m³ × 3× pro Jahr) und Mahd (400 m² × 3× pro Jahr).
Vermessung, Dokumentation und Gutachten
Bestandsvermessung (Lageplan 1:250, Schnitte 1:50; Lagesystem ETRS89, Höhensystem DHHN92), Bestandsdokumentation gemäß ZTV W LB 202, Bilddokumentation (mind. 50 Fotos, Auflösung mind. 1024×768), Bautagesbuch, Aufmaße, Mengenbilanzierung sowie Beweissicherung durch öffentlich bestellten Sachverständigen vor Baubeginn und als Nachbegehung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenFachliche Eignung (Registereintragungen)
Eintragung im Handelsregister, in der Handwerksrolle (HWK) oder bei der Industrie- und Handelskammer (IHK), sofern Eintragungspflicht besteht. Auf Verlangen sind Gewerbeanmeldung, Handelsregisterauszug und Handwerkskarte/IHK-Eintragung vorzulegen.
Zuverlässigkeit und Ausschlussgründe
Kein eröffnetes oder beantragtes Insolvenzverfahren, keine Liquidation (außer rechtskräftig bestätigter Insolvenzplan), keine Ausschlussgründe gemäß § 6e EU VOB/A. Keine Verurteilung mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätze oder Geldbuße > 2.500 € in den letzten 2 Jahren (Gewerbezentralregister). Ordnungsgemäße Erfüllung der Steuer-, Abgaben- und Sozialversicherungspflichten. Mitgliedschaft in der zuständigen Berufsgenossenschaft. Bei Selbstreinigungsmaßnahmen gilt § 6e EU Abs. 6 VOB/A. Statt Gewerbezentralregisterauszug holt der Auftraggeber von Bietern der engeren Wahl eine Auskunft aus dem Wettbewerbsregister beim Bundeskartellamt ein.
Leistungsfähigkeit (Personal und Referenzen)
Verfügbarkeit erforderlicher Arbeitskräfte; auf Verlangen Erklärung zur Arbeitskräfteentwicklung der letzten 3 Jahre, gegliedert nach Lohngruppen mit Leitungspersonal. Drei Referenznachweise vergleichbarer Leistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren (bei enger Wahl).
Nachunternehmer und Bietergemeinschaften
Bei Einsatz von Nachunternehmern: Art und Umfang der Teilleistungen im Angebot angeben; auf Verlangen Formblatt 233 (Verzeichnis NU-Leistungen) und Nachweis der PQ oder Eigenerklärung zur Eignung der NU. Bei Bietergemeinschaften: Textform-Erklärung aller Mitglieder mit Benennung des Bevollmächtigten und gesamtschuldnerischer Haftung (Formblatt 234).
Präqualifikation
Eintragung im Präqualifikationsverzeichnis (Verein für Präqualifikation von Bauunternehmen e.V.) oder alternativ Eigenerklärung zur Eignung mit dem Angebot. Ggf. ergänzt durch auftragsspezifische Einzelnachweise. Beschränkung der Werkstätten für Behinderte: 15 % Bonus bei wirtschaftlicher Gleichwertigkeit.
Vergleichbare Bauleistungen aus den letzten 5 Kalenderjahren
Bei enger Wahl vorzulegen; mit Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengenangaben, eingesetztes Personal, technische/gerätespezifische Anforderungen, Baumaßnahmenart (Neubau/Umbau/Denkmal), vertragliche Bindung (Hauptauftragnehmer/ARGE/Nachunternehmer), Auftraggeberbestätigung