Zusammenfassung
Automatisch erstellt aus den VergabeunterlagenDie Gemeinde Elsterheide schreibt Landschaftsbauarbeiten am Servicegelände am Geierswalder See aus (3. Bauabschnitt). Das einzige Los umfasst die Begrünung von zwei Lärmschutzwällen (mit ingenieurbiologischer Böschungssicherung), die Pflanzung von rund 33 Bäumen und etwa 5.000 Sträuchern/Steckhölzern, die Anlage von Rasenflächen mit gebietseigenem Saatgut, naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen (Winterquartiere für Zauneidechsen, Nistkästen, Fledermauskästen) sowie eine rund zweijährige Fertigstellungs- und Entwicklungspflege.
Angebote müssen bis zum 14.09.2026 um 10:00 Uhr vorliegen. Die Ausführung läuft vom 19.10.2026 bis 18.12.2026, die Pflege bis Ende 2028.
Zeitplan & Fristen
Aus den Vergabeunterlagen extrahiertZuschlagskriterien
Gewichtung laut Vergabeunterlagen- Preis100%
Angebotspreis basierend auf dem Leistungsverzeichnis mit Einheits- und Pauschalpreisen. Die Leistungsbeschreibung dient der Preisfindung.
Leistungsumfang
Aus den VergabeunterlagenBaustelleneinrichtung und Vorbereitung
Einrichten und Räumen der Baustelle, Bauzaun (50 m), Schachtgenehmigungen, Aufbau eines 812 m langen Wildschutzzauns mit 5 Toren, Dokumentationserstellung, Vermessung des Rodelbergs (10 Lagepunkte) durch ein öffentlich bestelltes Vermessungsbüro, Stundenlohnarbeiten.
Rückbau und Geländeberäumung
Baugelände abräumen, Bauschutt entsorgen (AVV 17 01 07, 17 05 04), Rodungsarbeiten: Wildkräuter und Rasen mähen (ca. 12.198 m²), Rasennarbe einfräsen (ca. 8.901 m²), Vegetationsnarbe abtragen (ca. 464 m³).
Erdwälle und ingenieurbiologische Böschungssicherung
Bodenproben, Bodenverbesserung mit Aufkalkung (ca. 661 kg) und Düngung (ca. 6.610 m²), Bodenabtrag, Böschungsmodellierung. Herstellung von Riefen zur Böschungssicherung (ca. 2.077 m) und Faschinen (ca. 523 m). Faschinen Ø 0,30 m mit Totholz und Draht gebunden, gesichert mit Holzpflöcken Ø 0,10 m / Länge 1 m; Weidensteckhölzer ca. 0,9 m lang (2/3 in Erde, 1/3 oberirdisch). Wandneigung ca. 20°, Böschungshöhe ca. 2,98 m, Wallbreite oben ca. 1,50 m.
Pflanzungen
Lieferung und Pflanzung von insgesamt 33 Bäumen (u. a. Acer campestre, Carpinus betulus, Quercus robur, Tilia cordata, Acer platanoides), rund 4.650–5.170 Sträuchern (z. B. Rosa canina, Rosa pimpinellifolia, Crataegus monogyna, Cornus sanguinea, Corylus avellana, Cytisus scoparius, Lonicera xylosteum, Viburnum opulus, Prunus padus, Berberis vulgaris, Euonymus europaeus, Salix repens ssp. Argentea, Rosa tomentosa, Rosa rubiginosa, Rosa corymbifera) sowie 125 Weidensteckhölzern (Salix purpurea). Mykorrhiza-Impfung der Pflanzware, Wildschutz- und Verbissschutz. Steckholzraster 1,0 × 1,0 m, Sträucher 1,5 × 1,5 m.
Rasen- und Wiesenflächen
Anlage von Rasenflächen mit gebietseigenem Regiosaatgut (RSM 7.2.2, Ursprungsgebiet 4 = Ostdeutsches Tiefland), insgesamt rund 6.982 m² (incl. M2-Fläche und Rodelberg). Aussaat vorzugsweise März/April oder August/Oktober bei feuchter Witterung.
Naturschutzfachliche Ausgleichsmaßnahmen (B-Plan)
Herstellung von 2 Winterquartieren für Zauneidechsen (Steinhaufen mit Totholz, je ca. 6 m²), 24 Findlingen, Bewuchsentfernung Totholzhaufen 2× jährlich in 2027 und 2028, 5 Nistkästen für mittelgroße Vögel, 12 Nisthöhlen für kleine Vögel sowie 3 Fledermausflachkästen.
Fertigstellungs- und Entwicklungspflege (ca. 2 Jahre)
Fertigstellungspflege: 10 Gänge Baumbewässerung (je 100 l), 6 Gänge Pflanzflächen und Faschinen wässern, Unkrautentfernung (6 Gänge), Rasen mähen (6 Gänge), Wildschutzzaun-Kontrolle März–November, Splintkäfer-Bekämpfung (2 Anwendungen). Entwicklungspflege Jahr 1 und 2: jährliche Wässerungsgänge (Bäume 8× / 6× je 150 l; Pflanzflächen 6×), Düngung, Heckenschnitt (Ende Juni / Ende September), Erziehungs- und Aufbauschnitt, Entfernung der Baumverankerungen. Pflegezeitraum jährlich April–Oktober.
Liefer- und Herkunftsnachweise
Pflanzen aus BdB-/Forstbaumschule (Produktionsraum 2, Herkunftsregion 4 Ostdeutsches Tiefland); Steckhölzer aus VKG 2; Saatgut UG 4; Prüfzeugnisse Baumsubstrat (RAL GZ 250, FLL), Rindenmulch (RAL GZ-250/1-1); Mykorrhiza-Nachweis; Fachkundenachweis Pflanzenschutz für Splintkäfer-Behandlung.
Eignungskriterien
Geforderte Nachweise laut VergabeunterlagenPräqualifikation / Eigenerklärung
Präqualifizierte Unternehmen legen ihren PQ-Eintrag vor (ggf. ergänzt um auftragsspezifische Einzelnachweise). Nicht präqualifizierte Unternehmen reichen die Eigenerklärung zur Eignung (Formblatt 124) ein.
Wirtschaftliche und rechtliche Zuverlässigkeit
Nachweis der Berufshaftpflichtversicherung, Auszug aus dem Gewerbezentralregister (ab Auftragssumme ≥ 30.000 €), Unbedenklichkeitsbescheinigungen von Finanzamt, Krankenkasse und Berufsgenossenschaft, SOKA-BAU-Mitgliedschaft oder vergleichbare Bescheinigung, Freistellungsbescheinigung nach § 48b EStG. Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation, keine schweren Verfehlungen gemäß § 124 Abs. 1 GWB.
Fachliche Eignung (Referenzen)
Vergleichbare Leistungen aus den letzten 5 abgeschlossenen Geschäftsjahren. Bei engerer Wahl sind 3 Referenznachweise mit Mindestangaben (Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke, Bestätigung des Auftraggebers) vorzulegen.
Sprache und Handelsregister
Das Angebot ist in deutscher Sprache abzufassen. Auf Verlangen ist die Eintragung in Handelsregister, Handwerksrolle oder IHK nachzuweisen.
Vergleichbare Baumaßnahmen im Landschaftsbau (Begrünung, Pflanzung, Erdbau/Böschungssicherung)
Ansprechpartner, Art der Leistung, Auftragssumme, Ausführungszeitraum, Leistungsumfang mit Mengen, durchschnittliche Arbeitnehmerzahl, technische Anforderungen, Baumaßnahmentyp, vertragliche Bindung, ggf. koordinierte Gewerke; Bestätigung des Auftraggebers