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Rathaus, Automatisierung von Prozessen in der Stadtverwaltung

Stadt Bad Homburg v. d. Höhe - Der Magistrat, Fachbereich Recht - Vergabestelle - | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)Bad Homburg v. d. Höhe, HessenVeröffentlicht:
Angebotsfrist: abgelaufen

Zusammenfassung

Automatisch erstellt aus den Vergabeunterlagen

Die Stadt Bad Homburg sucht einen Dienstleister für ein Vorprojekt zur Prozessautomatisierung im Rathaus. Ziel ist es, herauszufinden, welche Verwaltungsprozesse sich für eine Automatisierung eignen (insbesondere OZG-relevante Prozesse), ein passendes Betriebs- und Governance-Modell für UiPath zu entwickeln und eine Roadmap für die nächsten 12–36 Monate zu erstellen. Im Mittelpunkt stehen Beratung, Prozessanalyse und Konzept – die eigentliche Automatisierung folgt erst in einem späteren Schritt.

Das Projekt gliedert sich in drei Teile: Analysephase (Prozesse aufnehmen, Automatisierungspotenziale bewerten), Organisation (Governance- und Betriebsmodell entwickeln) sowie Kosten- und Ressourcenplanung inkl. Roadmap. Es handelt sich um eine einmalige Dienstleistung mit Pauschalvergütung.

Bieter müssen 3 vergleichbare Referenzen aus Verwaltung/Kommunen vorlegen, ein Konzept zur Vorgehensweise einreichen und das vorgesehene Team mit Erfahrung in UiPath, Signavio/BPMN und kommunaler Verwaltung benennen.

Ausschreibung ansehen

Zeitplan & Fristen

Aus den Vergabeunterlagen extrahiert
Die Angebotsfrist ist abgelaufen.
HEUTE
Termin / FristMAI2026JUNJULAUGSEPOKTNOV
Veröffentlichung29. Mai 2026
Verlängerung Angebotsfristca. 22. Juni – 10. Juli 2026
Angebotsfrist10. Juli 2026
Angebotsöffnung10. Juli 2026
Bindefrist10. Juli – 14. Aug. 2026
Vertragsbeginn17. Aug. 2026
Ausführungszeitraum17. Aug. – 30. Okt. 2026
Roadmap-Zeitraumca. 17. Aug. 2026 – 17. Aug. 2029bis 2029
Verlängerung max.ca. 30. Okt. – 27. Nov. 2026
vor Angebotsabgabenach Angebotsabgabegeschätzt

Zuschlagskriterien

Gewichtung laut Vergabeunterlagen
Preis & Qualität14 Kriterien
Preis 33.7%Qualität 66.3%
  • Preis30%

    Angebotspreis, bewertet über die UFAB-Kennzahl Z = L×70/P×30

  • Fachliche Qualifikation39%

    Bewertung von Referenzen und Teamprofilen: Erfahrung mit OZG-Prozessen, kommunalen Fachverfahren, Digitalisierungsprojekten, Prozessmanagement, UiPath, BPMN, agilen Methoden, Prozessaufnahme, komplexen IT-Landschaften sowie Qualifikation der einzusetzenden Personen (max. 39 Punkte)

  • Fachliche Qualität des Angebots20%

    Bewertung des Konzepts: Vorgehensmodell, Analysefähigkeit, Betriebs- und Governance-Modell, Praxisnähe (max. 20 Punkte)

UFAB-Methode: Kennzahl Z = (L × 70) / (P × 30), wobei L = Leistungspunkte und P = Preis. Qualität 70%, Preis 30%.

KI-Hinweis: Alle Zuschlagskriterien, Gewichtungen (Preis 30%, Qualität 70%) und die UFAB-Bewertungsformel Z=L×70/P×30 sind vollständig aus den Vergabeunterlagen und der Bewertungsmatrix ersichtlich.

Leistungsumfang

Aus den Vergabeunterlagen

Analysephase – Prozessaufnahme und Potenzialanalyse

Prüfung und Ergänzung der vorhandenen Prozessdokumentation in Signavio (großer Anteil muss neu aufgenommen werden).

Auswahl von 3–5 priorisierten Fachbereichen aus insgesamt 16 Fachbereichen, 3 Stabsstellen und 3 Eigenbetrieben nach Pareto-Prinzip (Relevanz, Automatisierungspotenzial, Komplexität).Pro Fachbereich ca. 3–5 Prozesse vertieft analysieren – konkrete Anzahl in Abstimmung mit dem Auftraggeber.Fokus auf OZG-relevante kommunale Prozesse (typische Schritte: Antragseingang, Bearbeitung in Fachanwendung, Veraktung im DMS, Rückkanal/elektronischer Postausgang). Weitere interne Workflows nur bei direktem OZG-Bezug.Automatisierungsfähigkeitsanalyse: Volumen, Wiederholfrequenz, UiPath-Eignung, Risiken.Wirtschaftlichkeits- und Nutzenbewertung: zeitliche, monetäre und nicht-monetäre Einsparungen, Break-Even, Szenarien.Erstellung einer priorisierten Prozessliste mit Automatisierungsempfehlungen und KPIs.Pro Prozess: Vorschläge für kontinuierlichen Verbesserungsprozess (KVP).Workshops, Präsenz- und Remote-Termine sowie Interviews mit Wissensträgern (angemessene Einbindung, kein umfassender Beteiligungsansatz für alle Prozesse).Process Mining aktuell nicht im Einsatz; Einsatz im Einzelfall nach Abstimmung möglich.

Organisation – Governance und Betriebsmodell UiPath

Entwicklung einer Governance-Struktur mit klaren Rollen: Prozessverantwortliche, Automation Owner/Manager, Bot-Betrieb, Qualitätssicherung, Change Management.Betriebsmodell für UiPath im Regelbetrieb: Monitoring, Fehlerbehandlung, Release-Prozesse, Security, Compliance.Personal- und Skillbedarfsanalyse: VZÄ-Bedarfe, benötigte Kompetenzen, Schulungskonzept, Make-or-Buy-Empfehlungen.

Kosten-, Ressourcen- und Roadmap-Planung

Vollständige Kostenplanung: Projektkosten, Investitionen und Lizenzen, Regelbetriebskosten, Weiterentwicklung.Kosten- und Nutzenkalkulation inkl. Szenarien.Roadmap über 12–36 Monate mit Quartalsplanung, Priorisierung, Quick Wins und Leuchtturmprojekten.Management-Präsentation zur Entscheidungsfindung.

Projektorganisation und Liefergegenstände

Projektdauer voraussichtlich 8–12 Wochen (ca. 17.08.2026 bis 30.10.2026); Verlängerung um 2–4 Wochen nur nach vorheriger Abstimmung – kein Anspruch.

Regelmäßige Jour Fixes (wöchentlich oder 14-tägig), Workshops mit Fachbereichen, Dokumentation in der städtischen Infrastruktur (MS Teams, Signavio).

Zu liefernde Ergebnisse:

Analysebericht inkl. Bewertung aller betrachteten ProzessePriorisierte Prozessliste mit Automatisierungsempfehlungen und KPIsKVP je ProzessGovernance-Modell für die VerwaltungBetriebsmodell UiPathKosten- und Nutzenkalkulation inkl. SzenarienRoadmap 12–36 MonateManagement-Präsentation zur EntscheidungsfindungVollständige Dokumentation aller beteiligten Prozesse im Signavio-Format

Technologien und Rahmenbedingungen

Schwerpunkt-Tools: UiPath (RPA-Plattform), Signavio (Prozessmodellierung/BPMN 2.0).Stadt Bad Homburg: ca. 100 Fachanwendungen, ca. 500 Mitarbeitende; keine flächendeckende BPMN-2.0-Modellierung, ca. 150 OZG-Leistungen umgesetzt.Vertragsform: EVB-IT-Dienstvertrag, einmalige Leistung, Pauschalvergütung (keine Stundenabrechnung). Reisekosten, Nebenkosten und Reisezeiten sind nicht gesondert vergütungsfähig.Vergütung fällig nach vollständiger Vorlage und dokumentierter Abstimmung der Liefergegenstände; eine förmliche werkvertragliche Abnahme gem. § 640 BGB ist ausdrücklich nicht vorgesehen.Mischmodell aus Präsenz- und Remote-Terminen.

Eignungskriterien

Geforderte Nachweise laut Vergabeunterlagen

Formale Eignung – Pflichtangaben und Ausschlussgründe

Eigenerklärung zur Eignung (VHB 124 LD) oder Präqualifikationsnachweis.Eigenerklärung Artikel 5k EU-VO 2022/576 (keine EU-Sanktions-Ausschlussgründe).Verpflichtungserklärung Tariftreue und Mindestentgelt nach HVTG (wird Vertragsbestandteil).Eigenerklärung zur Zuverlässigkeit: Steuern, Abgaben, Sozialversicherungsbeiträge ordnungsgemäß gezahlt.Berufsgenossenschafts-Mitgliedschaft mit Nachweis.Haftpflichtversicherung mit ausreichender Deckungssumme.Kein Insolvenzverfahren, keine Liquidation.Keine schweren Verfehlungen gem. §§ 123, 124 GWB.Keine strafrechtlichen Verurteilungen mit Freiheitsstrafe > 3 Monate, Geldstrafe > 90 Tagessätzen oder Geldbuße ≥ 2.500 € in den letzten 2 Jahren.Berufsregister-Eintragung (sofern Pflicht) auf Verlangen.Unbedenklichkeitsbescheinigung Finanzamt auf Verlangen.Gewerbezentralregisterauszug (bei Auftragssumme ≥ 30.000 €) – nur für den späteren Zuschlagsempfänger.

Fachliche Qualifikation – Referenzen

3 vergleichbare Referenzen aus den letzten 3 Jahren (gemäß VHB 124 LD).

Vergleichbarkeit:

Prozessanalysen, -aufnahmen oder -optimierungenIdentifikation und Bewertung von Automatisierungspotenzialen (z. B. RPA, Workflow-Automatisierung)Entwicklung von Zielbildern, Governance- oder Betriebsmodellen im Kontext Prozessautomatisierung/DigitalisierungDurchführung in Organisationen mit komplexen Strukturen und heterogener IT-Systemlandschaft

Bevorzugt: Kommunalverwaltung. Anerkannt: Landes-/Bundesbehörden, Körperschaften öffentlichen Rechts, kommunale Eigen-/Beteiligungsgesellschaften, gesetzliche Krankenkassen / Rentenversicherungen (bei Vergleichbarkeit).

Fachliche Qualifikation – Team

Mindestens 5 Jahre Erfahrung in Prozessmanagement und Prozessautomatisierung.Nachweisbare Erfahrung mit UiPath (Entwicklung und Betrieb).Erfahrung mit Prozessmodellierung in BPMN (Signavio).Erfahrung mit OZG-Prozessen, kommunalen Fachverfahren, Registerwesen, Finanzen/Haushalt, Bürgerservice und verwaltungsinternen Workflows.Erfahrung in komplexen IT-Landschaften mit ≥ 100 Fachverfahren.Kenntnisse in agilen und klassischen Projektmethoden.Fähigkeit zur eigenständigen Prozessaufnahme (Workshops, Shadowing, Interviews).Bewertung der Teamqualifikation: Seniorität, Zertifizierungen, nachweisbare Kompetenzen; kommunale Erfahrung wird erwartet.

Zuschlagskriterien (Qualitätsbewertung)

Gewichtung: Leistung 70 %, Preis 30 % (Bewertung nach UFAB).

Fachliche Qualität des Angebots / Konzept (Skala 0–3): methodische Herangehensweise, Projektstruktur, Arbeitsschritte, inhaltliche Qualität, Verständlichkeit, Tiefe der Analysefähigkeit, Reife und Plausibilität des Betriebs- und Governance-Modells, Praxisnähe und Kommunalverständnis.Teamprofile / Personalkriterium (Skala 0/5/10/15): Seniorität, Zertifizierungen, nachweisbare Kompetenzen, Spezialisierung, Passgenauigkeit.10 Punkte: Anforderungen weitgehend erfüllt, geeignete Qualifikation mit einzelnen Einschränkungen.15 Punkte: in besonderem Maße erfüllt, sehr hohe Spezialisierung, umfangreiche Erfahrung, hohe Passgenauigkeit.Preis: Pauschalangebot gemäß Preisblatt.

Hinweis: Fehlende Unterlagen zur Wirtschaftlichkeitsbewertung werden nicht nachgefordert.

Referenzprojekte
3 ReferenzenZeitraum: Letzte 3 Jahre (gemäß VHB 124 LD); keine zeitliche Einschränkung in der Anlage Einzureichende UnterlagenVolumen: Pro Referenz: Angabe in Personentagen (PT)

3 vergleichbare Referenzprojekte zu Prozessanalyse, Prozessoptimierung und/oder Identifikation und Bewertung von Automatisierungspotenzialen (z.B. RPA, Workflow-Automatisierung); Entwicklung von Zielbildern, Governance- oder Betriebsmodellen im Kontext Prozessautomatisierung/Digitalisierung; idealerweise in Organisationen mit komplexen Strukturen und heterogener IT-Landschaft

Bevorzugt Kommunalverwaltung; anerkannt auch Landes-/Bundesbehörden, Körperschaften öffentlichen Rechts, kommunale Eigen-/Beteiligungsgesellschaften, gesetzliche Krankenkassen/Rentenversicherungen (bei Vergleichbarkeit). Pro Referenz 1 Seite mit: Kommune/Verwaltung, Inhalt & Umfang (PT), Zeitraum, Rolle des Anbieters, eingesetzte Tools (UiPath, Signavio etc.)

KI-Hinweis: Alle Eignungskriterien wurden per KI aus den Vergabeunterlagen extrahiert. Mit TendiGo prüfen Sie in wenigen Minuten, ob Ihr Unternehmen die Anforderungen erfüllt.

Wettbewerb & Angebotsprognose

Erwartete Konkurrenz auf Basis vergleichbarer Vergaben
1–3Angebote erwartet
Median vergleichbarer Vergaben: rund 2 Angebote
Geringe Konkurrenz
Wahrscheinliche Bieterzahl
1–3 · 45%4–10 · 28%11+ · 26%
Checkliste zur AngebotsabgabeKonkrete Schritte laut Vergabeunterlagen0 von 24 erledigt
Angebotsschreiben und formale Erklärungen
Inhaltliches Angebot – Konzept und Vorgehen
Referenzen und Team
Kalkulation und Zeitplan
Auf Verlangen / bei Zuschlag
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Auftraggeber
Stadt Bad Homburg v. d. Höhe - Der Magistrat, Fachbereich Recht - Vergabestelle - | Vergabekammer des Landes Hessen beim Regierungspräsidium Darmstadt | Datenservice Öffentlicher Einkauf (in Verantwortung des Beschaffungsamts des BMI)
Anschrift
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Ort
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Kategorie
Fachverfahren & Bürgerbüro-Software
Veröffentlicht
Angebotsfrist
Auftraggeber-Website
www.bad-homburg.de

Erfüllungsort

Ort der Leistung
61352 Bad Homburg v. d. Höhe
Hessen

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