Was ausgeschrieben werden soll
Leistungen laut Informationsvorlage
- Variante A: barrierefreie Gestaltung des Münsterplatzes
- Überschlägig werden 8.900 m² gestaltet, davon 8.300 m² auf städtischen Flächen und 600 m² auf Flächen der katholischen Kirche. Die unmittelbar an das Münster angrenzenden kirchlichen Flächen bleiben im Bestand und bilden einen Fries.
- Variante B: barrierefreie Wegeverbindungen
- Überschlägig werden 3.200 m² gestaltet, davon 3.000 m² auf städtischen Flächen und 200 m² auf Flächen der katholischen Kirche. Die Wege verbinden die Ziele am Platz, sind rund 2,50 m breit und orientieren sich am Marktbeschickerplan und an Feuerwehraufstellflächen.
- Taktile Leitelemente und visuelle Kontraste
- Bei beiden Varianten sind Integration und Ausführung noch mit Denkmalpflege und Interessenvertretungen abzustimmen.
- Infrastruktur
- Bei Variante A kommen Entwässerung sowie die Modernisierung der Strom- und Wasserversorgung hinzu. Auch Variante B erfordert eine Erneuerung der Infrastruktur.
Zeitplan
Schritte und Termine laut Informationsvorlage
- Beratung im Beirat für Menschen mit Behinderungals Nächstes03.11.2026
- Beratung im MOBI18.11.2026
- Beratung im SO26.11.2026
- Beratung im HFA30.11.2026
- Beratung im Gemeinderat08.12.2026
Zur Art des Vergabeverfahrens sagt das Dokument nichts.
Hintergrund
Anlass und Ausgangslage
Das Handlungskonzept barrierefreie Innenstadt von 2022 legte für den Münsterplatz wegen Zielkonflikten zwischen Barrierefreiheit, gastronomischen Sondernutzungen, Brandschutz und Marktbetrieb keine Gestaltung fest. Ein eigener Planungs- und Abstimmungsprozess ist erforderlich.
Der Münsterplatz umfasst rund 11.000 m², das Münster weitere 4.000 m². Etwa 8.500 m² der Platzfläche gehören der Stadt. Zwei barrierefreie Zugänge bestehen bereits, das Pflaster ist für viele Menschen schwer berollbar, ein durchgängiges Leitsystem für blinde und sehbehinderte Menschen fehlt.
Stand der Entscheidung
Beschluss und offene Punkte
Der Gemeinderat soll die dargestellten Varianten für eine barrierefreie Gestaltung des Münsterplatzes zur Kenntnis nehmen.
Noch offen
- Die katholische Kirche prüft, Kosten für nicht städtische Flächen zu übernehmen und am Südportal auf eigene Kosten einen barrierefreien Zugang herzustellen, eine abschließende Entscheidung stand noch aus.
- Erste Überlegungen für eine Fernwärmeleitung zwischen Conrad-Gröber-Straße und Eisenstraße waren noch nicht technisch geprüft.
- Belastbare Kosten können erst in der weiteren Planung ermittelt werden. Bei Variante A sind die Kosten für Entwässerung sowie die Modernisierung der Strom- und Wasserversorgung noch nicht abschätzbar, bei Variante B fallen zusätzliche Infrastrukturkosten an.
- Beide Varianten sind angesichts der städtischen Haushaltsentwicklung nur unter Zurückstellung anderer Projekte umsetzbar.
Ort der Leistung
Freiburg im Breisgau, Baden-Württemberg
Markiert ist Freiburg im Breisgau, nicht der genaue Standort.
Kosten und Finanzierung
Alle Beträge laut Informationsvorlage
| Variante A, städtische Flächen, 8.300 m² | 8.300.000 € |
|---|---|
| Variante A, Flächen der katholischen Kirche, 600 m² | 600.000 € |
| Variante A, Summe 8.900 m²überschlägig | 8.900.000 € |
| Variante B, städtische Flächen, 3.000 m² | 3.000.000 € |
| Variante B, Flächen der katholischen Kirche, 200 m² | 200.000 € |
| Variante B, Summe 3.200 m²überschlägig | 3.200.000 € |
| Erfahrungswert für geglättetes Pflaster je QuadratmeterStand 2026 | 1.000 € |
- Förderung
- Zu prüfen sind städtische Eigenmittel, Förderprogramme von Land, Bund und EU sowie Denkmalförderung und weitere Beiträge.
- Finanzierung
- Zu prüfen sind Eigenmittel der Stadt, Förderprogramme des Landes (insbesondere LGVFG-RuF und Kommunale Tourismusinfrastruktur) sowie des Bundes und der EU, Denkmalförderung, eine Beteiligung der katholischen Kirche, Kostensynergien mit Fernwärme und der Modernisierung der Strom- und Wasserversorgung sowie Beiträge von Anrainern und lokalen Stiftungen.
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